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Kulturkreis 
der deutschen Wirtschaft 
 
 

Um eine neue, positiv belegte Identität zu schaffen soll eine Großform entstehen, die alle erforderlichen Funktionen des Lebens, Arbeitens und Forschens in sich vereint.

Wir möchten Ihnen heute unsere Vision eines zukunftsfähigen Campus für diesen Forschungsstandort präsentieren.
Es ging uns darum, eine klar ablesbare Struktur zu schaffen und ein urbaneres Umfeld für die Forschung zu bekommen.
Unter einer  Denkwerkstatt  stellen wir uns einen in sich und auf sich konzentrierten Bereich vor, der einen fruchtbaren Boden für die Forschung bietet.

Wir sehen die größte Stärke des Bestandes in dem Grünraum, in dem er liegt.
Der Campus hat als gewachsener Organismus aber eigentlich nur durch den Zaun, der ihn umgibt, die Möglichkeit eine mehr oder weniger klare Grenze zu bilden oder eine Adresse zu schaffen.
Momentan wirkt der Campus selbst im Bezug auf die umgebende Landschaft wie ein Feld bei dem man vergessen hat, es zu gießen.

Um die eben angesprochenen Schwächen in den Griff zu kriegen muss der Campus mehr Abstand zum Dorf gewinnen und darf nicht mehr undefiniert in die Landschaft ausfransen.
Der Abstand zur östlich gelegenen Straße erschien uns als richtig und auch die zum Dorf hin abgrenzenden Felder hielten wir für erhaltenswert.
Um der geforderten Vergrößerung des Raumprogramms gerecht zu werden, konnten wir nicht nur Fläche befreien, sondern mussten auch neue Flächen erschließen.
Hier bot es sich an, den Wald als stärkendes Rückgrat in den Entwurf zu integrieren.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen den Bestand so umzuformen, dass er es schaffte, das Bild zu erzeugen, dass uns beim Lesen der Aufgabenstellung vorschwebte, stellten wir fest, dass er dies für uns nicht erfüllen konnte.
Folglich war der einzig logische Schluss, alles sukzessiv zurückzubauen und einen Neubau mit der gewünschten Strahlkraft zu planen.

Das neu definierte Baufeld bietet eine klare räumliche Setzung, die alle Funktionen des Campus aufnehmen kann und in der Lage ist, ein starkes Bild zu erzeugen.

Dieses Bild vermittelt alle Ideen, die wir hatten, als es darum ging, diesen zukunftsfähigen Campus zu entwerfen.
 
Konzentriert, städtisch, im Grünen
 
Dieses Bild beinhaltet jedoch noch nicht wirklich mehr als nur diese Idee. Diese galt es nun außen- und innenräumlich auszuarbeiten.

Jetzt kommen wir gleich zu den Ergebnissen des Entwurfsprozesses.
Was wir hier sehen, ist ein Teil genau dieses Prozesses, in dem wir versucht haben, anhand von Modellen verschiedene räumliche Qualitäten zu analysieren und diese dann zu innerstädtischen Zwischenräumen zu kombinieren.
Anhand der Modelle wurde schnell klar, dass die Struktur, um zu mehr als einem einfachen Campus zu werden, ein hohes Maß an Vernetzung und Kommunikationsmöglichkeiten benötigen würde.

Fest stand, der Hauptteil des Komplexes sollte zweigeschossig bleiben, um den Kontext nicht zu sprengen.
Also wurde das Volumen erstmal wie eine Platte auf das Gebiet gesetzt und dann subtraktiv weiter bearbeitet.

Durch das Einschneiden der Haupterschließungen ergeben sich vier Bereiche — zwei schmale am Rand liegende sowie die Hauptzonen in der Mitte.
Die mittlere Achse ist breiter als die am Rand liegenden und wird zur Hauptstraße des Campus.

Im nächsten Schritt schneiden sich Plätze und Höfe aus dem Volumen; diese befinden sich ausschließlich an der Haupt oder den Nebenstraßen.
Es gibt zwei große Plätze und sechs kleinere Höfe, die später zum Teil die Sondernutzungen aufnehmen können und die Möglichkeit bieten, großzügige Grünflächen in den Campus zu bringen.

Die durch Stichstraßen entstehenden Verknüpfungen von Haupt- und Nebenerschließungen ermöglichen Durchblicke durch die Hauptzonen und ermöglichen somit eine erste Orientierung in Querrichtung.
Sie sind den Höfen zugeordnet um diese auf natürlichem Wege zu beleben.

Die vornehmlich an der Hauptstraße gesetzten Hochpunkte bieten unabhängig von Neben- oder Stichstraßen jederzeit die Möglichkeit, sich auf dem Campus zu orientieren.
Zudem schaffen sie es, einen städtischen Raum entstehen zu lassen.

Die vornehmlich an der Hauptstraße gesetzten Hochpunkte bieten unabhängig von Neben oder Stichstraßen, jederzeit die Möglichkeit sich auf dem Campus zu orientieren.
Zudem schaffen sie es einen städtischen Raum entstehen zu lassen.

Um eine natürliche Durchmischung der unterschiedlichen Forschungs-
bereiche zu fördern, haben wir diese in kleinere Teilbereiche aufgeteilt und so gesetzt, dass Plätze und Höfe zu Berührungspunkten werden.
Die Gewächshäuser, die ein Kernbestandteil der Forschung am Limburgerhof sind, wurden nicht, wie bisher in größere Verbünde zusammengefasst, sondern sind Teil der übergeordneten Struktur.

Nun möchten wir uns von den etwas trockenen Herleitungen entfernen und Sie einladen, mit uns einen näheren Blick auf unseren Entwurf zu werfen.
 
Hier deutet sich durch den großen Besucheranstrom vor einem gerade neu eröffneten Restaurant die Platzierung der Sondernutzungen an den Plätzen und Höfen an.
 
Andererseits erkennt man hier auch einen der kleineren introvertierten Höfe.
 
Verlassen wir die isometrische Ansicht und begeben uns auf einen Weg durch die  Denkwerkstatt 
.

Von Osten nähern wir uns dem Gebäude. Wir nehmen als erstes die zweigeschossige Bebauung im Vordergrund wahr. Durch die bereits von hier sichtbaren Hochpunkte und die Straßenflucht der Haupterschließung entsteht jedoch schon hier ein erster Eindruck von Urbanität.

Wir schauen in die Richtung aus der wir gerade kamen und stehen auf einer Nebenstraße, mit Blick auf einen der beiden Plätze.
 
Die angelegten Grünflächen und Wasserflächen bieten Möglichkeiten, sich zu entspannen oder mit Kollegen auszutauschen. Auch Besprechungen im Freien sind hier denkbar.

Der Blick ist weiterhin gen Osten gerichtet. Allerdings verlassen wir die öffentlichen Bereiche und blicken in einen der Verwaltungsbereiche.

Wir blicken in Richtung Wald, nach Westen.
Angedeutet sieht man die gestalteten Dachgärten und den zweiten der beiden großen Plätze im Hintergrund.

Dieser Eindruck soll zeigen, wie wir uns den Bereich, in dem die Spin-offs und Start-ups untergebracht sind, vorstellen.
Als einer der Bereiche, die besonders durch Manpower definiert werden, wird er es schaffen, auch abends noch Leben in den Campus zu holen.

Der Hauptvorzug der Arbeit liegt in der Klarheit ihres Konzepts und der Stringenz dessen Umsetzung. Die scharfe Trennung zwischen Bebauung und Landschaft weist über das spezifische Thema hinaus auf eine heute nicht unumstrittene, aber überaus aktuelle Planungsstrategie.

Die von den Verfassern vorgeschlagene Miniaturstadt mit ihren kleinteiligen Bauten, ihren labyrinthischen Wegen auf verschiedenen Ebenen und ihren Plätzen stellt sich nicht nur als Metapher von Kommunikation, sondern auch als mögliches Instrument derselben dar. Besonders einnehmend ist der menschliche Maßstab, der das gesamte Projekt bestimmt.

Dies wird allerdings mit einer arroganten Indifferenz gegenüber dem Bestand erkauft, die nicht nur eine Realisierung erschwert, sondern auch das Projekt jener (ohnehin geringen) zeitlichen Dimension beraubt, die es besitzen könnte.

Kritisch wird auch der Rückgriff auf die Utopien der sechziger Jahre betrachtet, allen voran jener von Alison & Peter Smithson und des Team X, die zwar dem städtebaulichen Diskurs wichtige intellektuelle Impulse verliehen haben, aber in ihrer Umsetzung Schwächen zeigen: Die meisten mehrgeschossigen öffentlichen Räume sind wenig attraktiv und entsprechend sozial problematisch.

Doch auch mit diesen Schwächen leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Frage eines Zukunftscampus, in dem Forschung (auch) über Kommunikation erfolgt.

 
 
 
Kulturkreis 
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