Nahtstelle zur Stadt:
    Vom BAYERwerk zum Chemiepark
Leverkusen

 

innovating_city


 
 
 

 Benedikt Brester / Marco Scheil 

Universität Dortmund
Fakultät Raumplanung



Erläuterung der Konzeptidee


Das Konzept innovating_city versteht sich als langfristige Umbaustrategie für den Chemiepark Leverkusen. Die Leitidee des Konzeptes ist es, ein Schaufenster des Chemieparks zu entwickeln und damit die Innovationskraft des Chemieparks in Forschung und Wissensproduktion nach außen hin sichtbar zu machen. Dies trägt zu einer Profilierung als innovativem Chemiestandort bei. Die heute und zukünftig im Chemiepark ansässigen Unternehmen erhalten die Möglichkeit, sich zu präsentieren und bekommen eine markante städtebauliche Adresse.

Der räumliche Schwerpunkt des Konzeptes ist der Randbereich des Chemieparks und der östlich davon gelegene Flächenstreifen unmittelbar an der B8. Das Konzept umfasst diese Bereiche beiderseits der Bundesstraße B8 von der Stadtkante im Norden bis zum Ende des Chemieparkteils Flittard im Süden und begreift sie als  zusammenhängendes Entwicklungsband, das für die Profilierung des Chemieparks wichtige Impulse liefert. Dieses Entwicklungsband ist durch drei Bausteine gekennzeichnet:

Die Bundesstraße B8 wird zur Innovationsmeile mit Alleecharakter. Entlang dieser Achse entstehen neue hochwertige Gebäude, damit sich die hier liegenden Firmensitze und Büros internationaler und regionaler Unternehmen beiderseits der Innovationsmeile wie in einem Schaufenster präsentieren können. Der Besucherverkehr kann so an einem repräsentativen Ort empfangen werden. Neue Unternehmen aus Bereichen der Forschung und Entwicklung finden hier attraktive Räumlichkeiten für ihre Einrichtungen. Die Innovationsmeile präsentiert sich durch ihren öffentlichen Charakter und die hohe Aufenthaltsqualität als Schnittstelle zwischen Stadt und Chemiepark.

Östlich davon liegt das Grüne Band, welches eine Grünverbindung entlang der ganzen Innovationsmeile darstellt und sich von der City im Norden bis Köln-Flittard im Süden erstreckt. Über den Carl-Duisberg-Park wird es mit der Rheinaue verbunden.

In das Grüne Band eingebettet liegen östlich der Innovationsmeile drei Technologieinseln. Dort können sich technologieorientiertes Gewerbe, Start-Up-Unternehmen und pharmabezogene Dienstleister ansiedeln.

Der produzierende Bereich des Chemieparks wird aufgrund der Chemieproduktion und damit verbundenen rechtlichen Restriktionen weiterhin nicht frei zugänglich sein. Der neue Randbereich des Chemieparks erhält eine Pufferfunktion: Einerseits öffentlich zugänglich, fungiert er andererseits als neue visuelle Abgrenzung des produzierenden Bereichs.