Perforierte Stadt: -40 / +10
Leipzig
 
 
 
 
 
 
 
 

 

schwarz-weiß

Constanze PEINELT, Marcel KUBITZ

 
Hochschule für Technik und Wirtschaft, DRESDEN, [HTWD]
Fachgebiet Städtebau und städtebauliches Entwerfen
Fachgebiet Freiraumplanung



Kurzfilm

Er soll auf die schrumpfende Stadt und vor allem ihre Symptome hinweisen und sie dokumentieren.

Eine Lösung kann jedoch nicht angeboten werden, solange man das Problem als solches noch nicht (an) erkannt hat.

Es wird in diesem Film das Planungsgebiet und vor allem seine vorhandenen Schwachpunkte ungeschönt und beispielhaft dargestellt.

Wahrgenommen wird aus den unterschiedlichsten Situationen, mit denen man sich durch das Gebiet bewegen kann.

Immer wieder wird diese Bewegung unterbrochen von Aufnahmen, die man in diesem einen Moment erfasst, durch Details die man sieht, aber aufgrund seiner Bewegungsgeschwindigkeit im Allgemeinen nicht mehr wahrnimmt oder gar verdrängt.

Unterstützt werden die Bilder zumeist von einem für den Ort typischem Ton. Es war den Verfassern wichtig, erhaben über jede Statistik, Zahlen und Fotodokumentation, einen sehr realen Eindruck zu übermitteln und mehrere Sinne gleichzeitig anzusprechen.

Durch das Medium Film kann so zumindest auf zwei der fünf menschlichen Sinne Rücksicht genommen werden.

Als öffentliche Ausstrahlungsorte ist zum einen die Installation der Gruppe "Stadt denken" angedacht, aber auch Bildschirmwände in Bahnhöfen, Flughäfen, in Kinofoyers oder zu Teilen in der TV–Werbung sind denkbar.

Diese Dokumentation soll den betroffenen Gemeinden sowie auch den Fachplanern das Problem vor Augen führen, sie ermutigen und zum jeweils angepasstem Handeln bewegen.

"… stille Formen und stille Farben sind etwas sehr Städtisches oder Gemeinschaftliches (…) und so werden die Formen und die Farben, die in der (…) Öffentlichkeit zeigen, notwendig umso bekannter und neutraler sein, je mehr wir das Städtische lieben." [Heinrich Tessenow, 1925: "Die äußere Farbe der Häuser", wiederveröffentlicht in "Geschriebenes", Braunschweig, 1982, S. 45 - 51]



Urteil der Jury:

Die Arbeit hebt unauffällige Dinge des Alltags hervor, die sonst von der Wahrnehmung ausgeblendet werden.