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Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. ist die einzige überregionale Institution der Wirtschaft für Kulturförderung und zudem die erste, die den Dialog zwischen Kultur und Wirtschaft begann und bis heute pflegt. Der gemeinnützige Verein finanziert sich ausschließlich durch die Beiträge und Spenden seiner Mitglieder, vorwiegend Unternehmen und der Wirtschaft nahestehende Personen. Bei seiner Gründung im Jahres 1951 war es das erklärte Ziel der beteiligten Unternehmer, nicht nur den wirtschaftlichen, sondern auch den kulturellen Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus mit zu gestalten und zu fördern. Durch Preise und Auszeichnungen wurde damals an Künstlerinnen und Künstler wie Annette Kolb oder Nelly Sachs erinnert, die während des Nationalsozialismus Deutschland gezwungen waren, Deutschland zu verlassen.

Es ist nicht allein der finanzielle Beitrag, der die weit über 400 Mitglieder verbindet. Die Mitgliedschaft dokumentiert die prinzipielle Bereitschaft, Kunst zu fördern und gesellschaftliche Mitverantwortung zu übernehmen für die Erhaltung und die aktive Gestaltung eines lebendigen und zukunftsorientierten Kulturlebens.


Aufgaben und Ziele

Bis heute ist es die wichtigste Aufgabe des Kulturkreises, junge Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Musik und Literatur zu fördern. Während seines mehr als 50jährigen Bestehens hat der Kulturkreis über 1000 Künstler unterstützt. Viele haben von ihm ihre erste Auszeichnung oder ihre erstes Stipendium erhalten. Viele dieser Preisträger sind heute renommierte Künstler, die Deutschland Kulturleben entscheidend mitgeprägt haben.

Darüber hinaus förderte der Kulturkreis richtungweisende Projekte wie z.B. den Aufbau des Jugendkulturzentrums Berlin-Kreuzberg in den achtziger Jahren oder die Errichtung der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig in den neunziger Jahren. Das aktuelle Projekt des Kulturkreises ist das "Bronnbacher Stipendium – kulturelle Kompetenz" an der Universität Mannheim für Studierende der Wirtschaftswissenschaften. Ziel ist es, bei künftigen Führungskräften der Wirtschaft Begeisterung für Kunst und Kultur zu wecken.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und den geringer werdenden Mitteln der öffentlichen Hand erweiterte sich das Aufgabenfeld des Kulturkreises in den 90er Jahren nochmals entscheidend. Seither versteht sich der Kulturkreis auch als Initiator kulturpolitischer Aktivitäten im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft. Ein Schwerpunktbereich in diesem Zusammenhang sind komplementäre Formen der Kulturförderung. Zwei Arbeitskreise dokumentieren dieses Engagement: der Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS) und der Arbeitskreis Kunst und Kulturstiftungen. Die Arbeitskreise erfassen die wichtigsten Schwerpunktbereiche privater Kulturförderung: das Spenden- und Stiftungswesen und das Sponsoring.