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Abstract der Entwurfsidee



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Erläuterung und Begründung der Entwurfsidee

Konzept Programm


These: Shopping bedingt nicht nur soziales Leben, sondern soziales Leben bzw. der belebte öffentliche Raum generiert auch die Shoppingnutzung.

Die Nutzer des Komplexes Einkaufszentrum [EKZ] Hamburger Straße gliedern sich in drei Typen: Quartierbewohner, Besucher aus der Stadtperipherie und Besucher aus dem Stadtzentrum Hamburgs bzw. aus anderen Subzentren. Diese drei Nutzergruppen gewichten die verschiedenen Nutzungen Quartierszentrum, Nahversorgung, Park/Grünanlagen, Behörden, klassisches Shopping, Eventflächen, Produkterlebnisräume, Schwimmbad, Shoppingmuseum, Gastronomie/Nachtleben, Kulturzentrum und Musikschule nach unterschiedlichen Bedürfnissen. Diese Gewichtungen des Programms sind somit für die Positionierung neben dem Flächenbedarf für den Entwurf maßgebend. Traditionelle Shoppingnutzung wird somit geschaffen durch den belebten öffentlichen Raum.


Die Zukunftsszenarien des Handels gehen des Weiteren davon aus, dass eine immer weiter fortschreitende Individualisierung stattfindet sowie dass sich die Stadt dahingehend entwickelt, dass mehrere Subzentren mit verschiedenen Identitäten parallel existieren. Zur Identitätsbildung ergänzt der Entwurf das klassische Shoppingangebot mit alternativen Verkaufskonzepten, welche beispielsweise die Konfiguration individueller Produkte sowie Produkterlebnisräume anbieten. Des Weiteren erfolgt eine Ergänzung des Angebots durch POP-UP-["Guerilla"] -Stores bzw. Markthallen, welche sich maßgeblich durch ihre temporären ephemeren Konzepte kennzeichnen und dabei eine symbiotische Beziehung auf Zeit mit dem Komplex des Einkaufszentrums eingehen. Dazu kommt eine teilweise Verlagerung des Shoppings bzw. der Produkt-Präsentation und -Konfiguration in den virtuellen Raum und ein wachsendes Bedürfnis nach Orten eigener Identität und nach Marken-Repräsentationsräumen wie Flagship Stores. Es besteht des Weiteren Bedarf an Räumen zur Veranstaltung von Events, was zusätzlich eine identitätsstiftende Maßnahme sein kann.


Konzept Städtebau


Der Entwurf verfolgt die konsequente Vermeidung von halböffentlichen Erschließungen traditioneller Shoppingcenter. Die neue Rolle des Komplexes — als öffentliches Subzentrum zur Hamburger Innenstadt mit seiner hohen baulichen Dichte sowie den guten Verkehrsanbindungen — ist bedingt durch die städtebauliche Umgestaltung des alten Klinikgeländes zwischen der Uferstraße und der Oberaltenallee durch den von Prof. Erich Martinoff vorgeschlagenen Entwurf.


Es erfolgt eine Verknüpfung dieser vorgeschlagenen Wohnbebauung mit dem Komplex des Einkaufszentrums durch eine großzügige Brücke, welche die neue Identität der Terrassen zur Straße ergänzend repräsentiert. Sie befindet sich auf der Höhe des jetzigen Haupteingangs in der Mitte des EKZ-Komplexes. Ziel dabei ist die städtebauliche Verknüpfung des Einkaufszentrums mit den angrenzenden Quartieren und deren Grünräume im Süden und Norden. Ebenso wie die Integration seiner auf Niveau des 1.OGs liegenden Erschließungen an den Rändern mit zwei U-Bahn-Stationen.

Der Entwurf soll die Ausbildung einer eigenen Identität durch die Kontextualisierung des Programms im Bezug zur Stadt durch seinen eigenen vielschichtigen Charakter gewährleisten. Er bietet des Weiteren großzügige öffentliche Flächen, welche aktuell dort nicht vorhanden sind und welche die Grundlage des Quartierszentrums bilden sollen.


Konzept Hochbau


Das kennzeichnende Motiv des Entwurfs ist die Ausbildung einer terrassenartigen Landschaft, welche zur Hamburger Straße hin abfällt und eine öffentliche Durchwegung in die Höhe und in die Tiefe schafft. Die Einbindung des gesellschaftlichen Quartierslebens gelingt durch öffentliche Eventflächen auf den Terrassen und verschiedene Nutzungen wie Kulturzentren, Shoppingmuseum und Schwimmbad, welche als gesellschaftlicher Anziehungspunkt die zirkulierende öffentliche Erschließung zwischen den Wohnscheiben und dem Grund beleben. Architektonisch versucht der Entwurf eine formale Reduktion auf ein Skelett und eine flexible Füllung bzw. Terrassenbebauung, erschlossen durch großzügige öffentliche Verbindungsterrassen und Verbindungselemente.


Es erfolgt eine Anbindung und Umnutzung der seitlich gelegenen Parkhäuser mit ihren peripher gelegenen Erschließungsrampen als Promenaden sowie der Dachflächen auf den Wohnscheiben als öffentliche Stadtterrassen, welche durch fliegende parasitäre bzw. symbiotische Gebäude belebt werden. Dabei erlaubt das Programm zudem die Öffnung und Repräsentation zur Hamburger Straße durch die vorgelagerten Terrassen und Balkone, welche als Nightlife-Anziehungspunkte mit Gastronomie, Bars und Diskotheken auch abends belebt werden. Es erfolgt eine Umnutzung des EG als Parkhaus-Ersatzfläche, Logistik- bzw. Anlieferungs- räumlichkeiten sowie evtl. Fabrikationsmöglichkeiten für individuelle Produktgestaltung.


Zusätzlich ist die Entschleunigung einer Fahrspur zur Nutzung des Mittelstreifens als Parkplatz zwischen den Bäumen im EG auf Höhe der Erschließungsbrücke am Anfang des Einkaufszentrums in Richtung Innenstadt und der neuen Brücke auf der Höhe des mittigen Haupteingangs angedacht. Die neue Verbindungsbrücke und Symbol des Entwurfs über die sechsspurige Straße repräsentiert mit einer avantgardistischen spektakulären Formgebung den eigenen neuen Charakter der Terrassen. Es gelingt somit eine kritisch reflektierte Neuinterpretation der gebauten Utopie der 70er-Jahre mit ihrer Glorifizierung des Automobils und Corbusiers Unité als Vorbild der Großformen, wobei eine Deutung der Wohnscheiben als Model der horizontalen Stadt in der Stadt mit eingezogenen Grüngeschossen bzw. Lufträumen stattfindet.



Pläne und Plakat in großen Formaten






 
 
 
Stefan Roth
Universität Karlsruhe

"EKZ Terrassen Hamburg"





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