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Abstract der Entwurfsidee

Wir schlagen vor, das Einkaufszentrum als eine große Maschine der Performation zu betrachten, die fähig ist sich im Laufe der Zeit zu entwickeln und sich dem ständigen Wechsel anzupassen. Eine Maschine in ununterbrochenem Betrieb, in der wir den Konsum als den sozialen Motor betrachten.



Erläuterung und Begründung der Entwurfsidee

Der Konsum ist der Motor unserer Kultur und das Einkaufszentrum ist das Symbol, dass ihn verdeutlicht. Die Zentralität, die das Einkaufszentrum erzeugt, basierte bislang auf einer bloβen Zusammenführung von Geschäften. Ein so gut wie obsoletes Konzept, das seine Fähigkeit verloren hat.


Seine Essenz muss neu erfunden werden. Es müssen neue Lockmittel gefunden werden, die erneut Zentralität erzeugen. Welche Strategie muss das Einkaufszentrum annehmen, um sich den neuen Zeiten anzupassen?

Dafür studierten wir die existente Beziehung zwischen Nutzungen und Benutzern. Die Nutzungen des Einkaufszentrums sind vergänglich — heute gibt es bestimmte Geschäfte, die es in fünf Jahren nicht mehr geben wird.

Stetig werden jedoch Beziehungen zwischen den Menschen im Einkaufszentrum hergestellt. Aus diesem Grund betrachten wir mit unserer Fragestellung den Konsum als sozialen Motor und das Einkaufszentrum als das Gebäude, das die Flexibilität der Entwicklung dieses Motors erlaubt.


Um dieses Ziel zu erreichen, betrachten wir das Gebäude als einen Teil der Stadt, der als Verbindung zwischen allen öffentlichen Räumen der Umgebung dient. Der Freiraum, der in das Gebäude dringt, entwickelt sich im Laufe der Zeit, den verschiedenen Zeiträumen entsprechend — von der Vergänglichkeit des Tags und der Nacht bis zu den Jahreszeiten und den Jahren.


Die Grenzen sind wechselnd, sie dehnen sich aus und ziehen sich zusammen — gemäß den Bedürfnissen und den Nutzungen, die im Freiraum entwickelt werden. Dafür gehen wir allein von der Struktur des Gebäudes als permanentes Element aus. Dies soll nur als Stützpunkt für die verschiedenen Variationen dienen.


Die Eröffnung des Freiraums im Gebäude bringt eine große Bühne für menschlichen Tätigkeiten hervor. Dies soll der Hauptraum für die Erlebnisse sein, die der Benutzer hier im Einkaufszentrum erfährt. Verschiedene Inputs — wie die Wahrnehmung von Materie, von Kultur, von Kommunikation, von Erfahrungen u.a. — modifizieren diese Erlebnissse.


Als Bestandteile des Freiraums kommen verschiedene Nutzungen zueinander [Geschäfte, Büros, andere Ausstattungen], die ihre Umgebung aufblühen lassen und mit dem Kunden / Angestellten wirklich oder virtuell interagieren.


Die Nutzung der Center-Flächen wird von einer wechselnden Strategie der Verzonung bestimmt: Sie variiert, je nachdem ob Arbeitstag oder Feiertag ist, je nach der Jahreszeit oder je nachdem, ob es Tag oder Nacht ist.


Diese Variabilität erlaubt auch eine Umgestaltung des traditionellen Formats des Geschäfts. Ein flexibleres System ermöglicht z.B. eine Änderung der Lage des Geschäfts [um etwa die belegte Fläche zu modifizieren]; um letztendlich vom Konsumenten mal auf die eine und mal auf eine andere Art wahrgenommen zu werden. Dafür kann der Besitzer eines jeden Geschäfts in einem Verzeichnis von verfügbaren Ausstattungsmitteln diejenigen auswählen und/oder kombinieren, die am besten zu seinem Verkaufskonzept passen.


Um den ständigen Fluss von Waren und den Mitteln zur Laden-Ausstattung oder zum Laden-Aufbau — und damit die große Flexibilität — zu ermöglichen, wird ein Lager im Untergeschoss des Gebäudes eingerichtet. Von hier werden zum einen die Läden mit Waren und Ausrüstungen beliefert und zum anderen Sammelplätze bereit gestellt, an denen die Konsumenten die während ihres Aufenthalts im Einkaufszentrum ausgewählten Produkte endgültig erwerben können.

Zum Schluss schlagen wir unter dem Motto “Perpetum mobile” vor, das Einkaufszentrum als eine große Maschine der Performation zu betrachten, die fähig ist, sich im Laufe der Zeit zu entwickeln und sich dem ständigen Wechsel anzupassen.

Eine sich selbst antreibende Maschine in ununterbrochenem Betrieb mit dem Konsum als dem sozialem Motor.



Plakate in großen Formaten










 
 
 
 
Victor Bertrán Beascoa / Airam Eloende González Dorta /
Ariadna Mulet Mascarell
Universität Karlsruhe

"Perpetuum Mobile"





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