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Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft 
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Camouflage

"Abstract der Entwurfsidee"

Unsere gemeinschaftliche Arbeit thematisiert, inwieweit Handelsnebenwirkungen sich auf aktuelle und zukünftige Verkaufssituationen in einem Einkaufszentrum transferieren lassen. Der Fokus soll Anknüpfungspunkte an heutige Gegebenheiten aufzeigen. Hierbei fließt die Auseinandersetzung mit dem sozialen Stand des Viertels, seinen Bewohnern, Kaufleuten und jungen Menschen des Umfeldes der "Hamburger Straße" mit ein, benennt Nebenwirkungen und Unterschiede zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bzw. erläutert erwünschte Ausblicke auf eine künftige Handelskultur.

"Erläuterung und Begründung der Entwurfsidee"

Nicht allzu selten beschränkt sich Kultur im Handel auf verkaufsfördernde Hintergrundmusik, die den Waren-Geldaustausch begleiten. Essbuden und Bäckereien sollen einzig kurz den Magen befüllen, um weiter zu können, um kaufen zu können, schlicht im Konsumrausch zu verweilen. In Barmbek lebt heute noch eine Generation älterer Menschen, die Kundenbindung noch ganz anders erlebt hat als über Plastikkarten und Microchips, sondern vielmehr über einen Plausch mit dem Händler, einer kurzen Rast und einer dicken Scheibe "Lyoner Wurst" für den Enkel. Dass Handel hierbei diffuser und vielschichtiger ablief, schien Effizienz nicht zwingend auszuschliessen; vielmehr war hierin ein wesentlicher Bestandteil alltäglicher Sozialisation eingebunden.

Unsere gemeinschaftliche Arbeit thematisiert, inwieweit diese Art von Handelsnebenwirkungen — wir verstehen sie als Kultur — sich auf aktuelle und zukünftige Verkaufssituationen in einem Einkaufszentrum transferieren lassen. Der Fokus soll weniger eine Kopie traditioneller Handelssituationen beleuchten als vielmehr Anknüpfungspunkte an heutige Gegebenheiten aufzeigen. Hierbei fließt die Auseinandersetzung mit dem sozialen Stand des Viertels, seinen Bewohnern, Kaufleuten und jungen Menschen des Umfeldes der "Hamburger Straße" mit ein. Sie benennen besagte Nebenwirkungen und Unterschiede zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, bzw. erläutern erwünschte Ausblicke auf eine künftige Handelskultur.
Den Kongruenten als Anknüpfungspunkte soll diese Arbeit in medialer Vielfalt gelten.


Performance

Die Schauspielerin Martina Kock tritt bei der Jurierung nicht angekündigt und völlig unerwartet in der Rolle der "EEZ-Mitarbeiterin Anna Maria Schönau" auf. [Der Auftritt wird gefilmt.]

Anna Maria Schönau stellt professionell das von einem "Kompetenzteam" [den Künstlerinnen] erarbeitete Konzept "Beton Brut" in einer PowerPoint-Präsentation dem Publikum vor. Das Konzept soll als Statement verstanden werden. Der "Beton Brut"-Gedanke wird zur Basis der Überlegungen; er wird — ausgehend von der tatsächlichen Gestalt des Einkaufszentrums — im Verlauf der Präsentation immer abstrakter und steht am Ende unvermittelt im Raum. Die PowerPoint-Präsentation dient als Gestaltungs- und Vermittlungsmedium; es wird sprachlich wie auch visuell mit Inhalten gearbeitet, die nicht halten werden, was sie versprechen. Die Diskrepanz zwischen formulierter Utopie und der realen Präsentation wird immer deutlicher.

Der Gedanke der Persiflage fließt zunehmend in die Vorstellung ein und befragt auf diese Weise die Selbstdarstellung von Handelskonzernen.


Juryurteil

Kunst gibt keine Antworten und muss auch keine architektonischen Lösungen bieten. Im besten Falle wirft sie Fragen auf, die den Blick auf die Wirklichkeit nachdenklich machen. Die Arbeit hält unserer Alltagsrealität aus Handel und Konsum, Werbung und Gewohnheit einen radikalen — in manchem schmerzenden — Spiegel vor. Radikalität und innere Konsequenz aber sind Aufgaben der Kunst. Eine weitere ist das Vergnügen, sie zu betrachten. Die Arbeit "Portrait eines Handelskonzerns" ist brillant präsentiert worden und hat ihr Anliegen auch in der Form ausgezeichnet dargeboten.


Dokumentation

Videostills und Powerpoint-Folien:

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"Vortrag im Großformat"


 
 
 
Barbara Dévény / Samya Boutros Mikhail / Pia Niewöhner / Zahra Onsori
Hochschule für Künste Bremen

S O N D E R P R E I S

"Porträt eines Handelsunternehmens"


Schauspielerin Martina Kock als  Anna Maria Schönau


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