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Abstract der Entwurfsidee

Die klassische Idee des Centers in Form einer autarken zeit-räumlichen Einheit, die letztlich wenige Kunden-Typen bedient, wird heutigen Ansprüchen nicht ansatzweise gerecht.
Wir wollen aus der in sich geschlossenen Einheit ein offenes urbanes Konsumgebilde entwickeln, dass so flexibel, so attraktiv und so komplex funktioniert, dass es nicht nur einen Großteil der Gesellschaft anzulocken vermag, sondern vielmehr noch als Lebensmittelpunkt funktioniert, der leistungsfähig in den städtischen Kontext eingebunden ist. Das Shopping-Center 2038 wird ein hybrider, dynamischer und zentraler Ort sein, dessen Konkurrenzfähigkeit sich vor allem aus funktionaler Vielfalt entwickelt — das Center wird zum Full-Service-Anbieter.



Erläuterung und Begründung der Entwurfsidee


Wir schreiben das Jahr 2038



Eine mobile und hochdynamische Menschheit hat zahllose, differenzierte Lebenswelten entstehen lassen. Mehr als je zuvor erzeugen, definieren und ordnen die unterschiedlichen Lebenswelten eine unübersichtliche Ansammlung verschiedener Subkulturen und Milieus, die nebeneinander in einer Gesellschaft existieren.


Jeder kauft ein – nur jeder anders



Individualisierte Lebensstile bilden extrem unterschiedliche Kunden-Typen heraus, die mit den schablonenhaften Zielgruppen von früher nahezu nichts mehr zu tun haben. Zwar sind die meisten Kunden tendenziell stark technisiert, relativ alt, informiert, gesundheits- und umweltbewusst — jedoch hören an dieser Stelle die pauschalisierbaren Gemeinsamkeiten auch schon auf.


Große, homogene Kundengruppen sind soziologisch nicht mehr fassbar.

Kunden lassen sich nur noch schwer nach ihren Gewohnheiten, Vorlieben, Geschmäckern und Absichten charakterisieren. Vielmehr spielt die individuelle Verfügbarkeit an Zeit und Geld eine entscheidende Rolle, denn diese zwei Faktoren haben in der Gesellschaftsentwicklung eine nie dagewesene Bedeutung erlangt.


Flexibel sein ist die Philosophie



Geht es um das "Ausgeben" von Zeit und Geld, stehen bei den Kunden auch 2038 die urbanen Einkaufs- und Erlebnislandschaften hoch im Kurs. Mit den Mall-Konzepten der vergangenen Jahrzehnte lassen sich diese Orte jedoch nicht vergleichen.




Die klassische Idee des Centers in Form einer autarken zeit-räumlichen Einheit, die letztlich wenige Kunden-Typen bedient, wird heutigen Ansprüchen nicht ansatzweise gerecht. Aus der in sich geschlossenen Einheit soll ein offenes urbanes Konsumgebilde hervorgehen, dass so flexibel, so attraktiv und so komplex funktioniert, dass es nicht nur einen Großteil der Gesellschaft anzulocken vermag, sondern vielmehr noch als Lebensmittelpunkt funktioniert, der leistungsfähig in den städtischen Kontext eingebunden ist.





Das 2038 zeitgemäße Center bedient mehr als einen Kundentyp, mehr als eine Öffnungszeit, mehr als einen Unterhaltungsanspruch.


Der Zusammenhang schlägt starres Dogma



Maßgeblich für den Erfolg eines modernen Centerkonzepts ist nicht mehr nur der Branchen-Mix. Eine intelligente Organisation, basierend auf flexiblen, sich gegenseitig überlappenden Zeit- und Raumzonen, die den verschiedensten Ansprüchen, Zeitbudgets und Motivationen der Konsumenten entsprechen kann, ist der neue Weg.


Das klassische, aus den Raumansprüchen abgeleitete Nutzungsverhältnis von Center und Einzelhandel wird in einem flexiblen Raum-Zeit-Gewebe ausformuliert; das als Bio-Acker funktionierende Feld ist gleichzeitig Präsentationsfläche lifestyle-verwandter Produkte und der tagsüber klassische Shop transformiert in den frühen Abendstunden zur Ego-Lounge.


Die Bandbreite der Nutzungen reicht vom vorprogrammierten, vollautomatischen Sekundeneinkauf, nächtlichen Spontanbesorgungen, profilbezogenen Empfehlungskäufen bis zum ganztägigen Aufenthalt im Center.


Produktentwicklung durch individuelles Design, Experimentieren auf der Testfläche und der exklusive Wissenseinkauf gehören genauso zum Center wie das Hineinwachsen des städtischen Grünraumes und das Ernten von biologisch angebautem Gemüse auf der centereigenen SB-Landwirtschaft.


Das Shopping-Center 2038



Das ist ein hybrider, dynamischer und zentraler Ort, dessen Konkurrenzfähigkeit sich vor allem aus funktionaler Vielfalt entwickelt — das Center wird zum Full-Service-Anbieter.




Plan in großem Format


 
 
 
Mehmet Tarik Beytekin / Ole Frerichs / Lukas Halemba /
Rudolf Klöckner / Sven Lohmeyer / Sophie Naue
HafenCity Universität Hamburg

F Ö R D E R P R E I S

"einfach.immer.mehrfach"





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