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Kulturkreis 
der deutschen Wirtschaft 
 
 

IMPULS    Quartier Westfalenhütte: WOHNEN+ 

S T Ä D T E B A U   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Analyse

Konzept

Das neue „Quartier Westfalenhütte“ leistet mit attraktiven, öffentlichen Räumen und Infrastrukturen sowie einem vielfältigen Wohnraumangebot eine städtebauliche und strukturelle Ergänzung des Quartiers am Borsigplatz, die sowohl der vorhandenen Sozialstruktur gerecht wird als  auch die intendierte Zielsetzung des Masterplans „Westfalenhütte“ unterstützt.

Die vorgeschlagene Struktur für die Neubauten nimmt die vorhandene, gründerzeitliche Blockrandbebauung des Borsigplatz-Quartiers auf und transformiert sie mit unterschiedlichen Bautypen, wie Townhouses und einer blocktiefen Randbebauung entlang der Bahnlinie, die mit einzelnen Hochpunkten den westlichen Abschluss des Quartiers bildet.

Auch der Übergang zum Grüngürtel um das ehemalige Industriegelände der Westfalenhütte im Norden wird mit höher geschossigen Punkthäusern akzentuiert, die Sichtbeziehungen bis in die Dortmunder Innenstadt ermöglichen.

Bebauungsstruktur: Heute und morgen

Die denkmalgeschützten und identifikationsstiftenden Gebäude des ehemaligen Portierhauses und der alten Hoeschverwaltung, sind von einer Art Landschaftspark mit wertvollem altem Baumbestand umgeben. Die neue Wohnbebauung hält angemessenen Abstand zum historischen Kern der zudem durch die Erweiterung des Hoeschmuseums und die Revitalisierung des Heizkraftwerks in seiner Bedeutung gestärkt wird.

Zusätzlich ist ein Bürgerhaus als Treffpunkt, Anlaufstelle sowie kultureller und gesellschaftlicher Veranstaltungsort geplant, das zwischen den beiden unterschiedlichen Grünstrukturen, dem englischen Park um den „Hoeschkern“ und dem streng strukturierten Stadtpark vermittelt.

Gebietsgrenzen: Heute und morgen

Grünstrukturen: Heute und morgen

Der Entwurf sieht als neue Adresse und Rückgrat für das geplante „Quartier Westfalenhütte“ eine zentrale Nord-Süd-orientierte Grünachse vor, die den im Masterplan projektierten Grüngürtel und die ehemalige Hoesch-Hauptverwaltung mit dem Hoeschplatz im Süden verbindet.

Dieser urbane Park bietet vielgestaltige Freiräume mit unterschiedlichen Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten wie beispielsweise Spielplätze für Kinder sowie Gastronomie in Form eines Biergartens.

Er dient als zentraler Treffpunkt der Quartiersbewohner und lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Zusätzlich übernimmt er auch ökologische Aufgaben des Regenwassermanagements.

Erschließung: Heute und morgen

Ein differenziertes Verkehrssystem ermöglicht eine gute Verknüpfung wichtiger öffentlicher Orte im Quartier, ohne die Wohnqualität unnötig zu belasten. Hierzu gehört  auch der Ausbau des ÖPNV-Angebotes [Öffentlicher Personen Nah-Verkehr].
Der zentrale Grünzug wird beidseitig durch Einbahnstraßen als Shared Space erschlossen.

Für den ruhenden Verkehr sind öffentliche Quartiersparkhäuser, private Stellplätze bzw. im Haus integrierte Garagen und vereinzelt gemeinschaftlich genutzte Tiefgaragen vorgesehen.

H O C H B A U   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Konzept   WOHNEN +

+ Vielfalt der Wohntypologien
Geschosswohnungsbau, Townhouses, Punkthäuser, Bebauung entlang der Bahnlinie.

+ Markt-Segmente
öffentlich geförderter Geschosswohnungsbau, Bauherrengemeinschaften, Baugenossenschaften, Wohnungsbaugesellschaften, Eigentumswohnungen.

+ unterschiedliche Nutzergruppen
Fachkräfte vom ThyssenKrupp Konzern, Neubürger, Borsigplatzbewohner.

+ verschiedene Lebensformen
Wohngemeinschaften für Berufstätige / Rentner; Studentenwohnheime, Singlehaushalte, Großfamilien, Alleinerziehende.

+ flexible Nutzungsmöglichkeiten
Kreativraum der Townhouses als eigenständige Wohn-/ Nutzungseinheit zum Eigenbedarf / zur Vermietung (bsp. Physioraum, Musikzimmer); oder Townhouses im EG als eigene Wohneinheit nutzbar.

+ Sondernutzungen der Bebauung entlang der Bahnlinie
Werkstätten, Startergewerbe, Co-Working, Home-Office; Dachnutzung (privater Freiraum, Urban Gardening, Trendsportpark).

+ breites Freiraumangebot
Grünzug (Flanieren & Verweilen) private Gärten, gemeinschaftliche Wohnhöfe.

+ identifikationsstiftender „Hoeschkern“
Erweiterung des Hoeschmuseums, Revitalisierung Heizkraftwerk, Bürgerhaus.

+ soziale Mischung

Markt-Segmente

Das Quartier Westfalenhütte bietet neuen attraktiven Wohnraum mit ca. 1500 Wohneinheiten für unterschiedliche Nutzergruppen.

Die Vielfalt der geplanten Wohnformen deckt sämtliche Markt-Segmente ab:

Vom öffentlich geförderten Geschosswohnungsbau über Bauherren-
gemeinschaften; über Stadthäuser und Stadtvillen sowie Wohnblocks von Baugenossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften bis hin zu hochpreisigen Eigentumswohnungen.

Somit wird die erwünschte soziale Durchmischung der Bewohner des neuen Stadtquartiers sichergestellt.

Nutzergruppen und Lebensformen

Die Stadtstruktur ermöglicht ein großes Angebot an unterschiedlichen Wohnungstypologien:

Vom kompaktem Geschosswohnungsbau in geschlossener Blockrandbebauung, besonderen Grundrissen für generationsübergreifendes Wohnen in offenen Blöcken, städtischen Reihenhaustypen für (Groß-)Familien (Townhouses) bis hin zu hochpreisigen Loftwohnungen und Appartements in den Punkthäusern.

Bebauung an der Bahnlinie

Eine besondere Struktur weist das Baufeld entlang der Bahntrasse von der Borsigstraße im Süden bis zum geplanten Grüngürtel im Norden auf, welches das neue Quartier gegen den Eisenbahnlärm abschirmt.

Über einem blocktiefen, zweigeschossigen Sockel mit  gewerblichen Nutzungen (Nahversorger, nicht störendes Gewerbe, Büros) oder Einrichtungen der sportlichen und sozialen Infrastruktur (Sportzentrum, Kita) sind Wohnungen angeordnet, die auch spezifischen Ansprüchen, bspw. von  Studenten, gerecht werden.

Die Dachflächen sind in das Nutzungskonzept einbezogen (Urban Gardening, Trendsportpark).

B A U P H A S E N   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Phase I

Phase II

Phase III

Phase IV

D I S K U S S I O N   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

pro

kontra

E R G E B N I S   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

 
      A N E R K E N N U N G

Der Entwurf basiert auf der Idee eines zentralen Grünzugs. Er schafft eine übergeordnete Freiraumabfolge vom Borsigplatz, über die Freifläche um den Kindergarten an der Borsigstraße durch das Zentrum des neuen Quartiers hin zur Erweiterung des Hoeschparks. Der zentrale Freiraum bildet eine neue Adresse mit Spiel- und grünen Aufenthaltsflächen für die beidseitig angrenzenden Wohnungen. Ein Bürgerhaus bildet eine sinnfällige Schnittstelle zwischen Grünzug und einer weiteren Parkfläche um das Hoeschmuseum.

Zur Bahn hin dient ein schmales Band mit Sondertypologien dem Lärmschutz. Darin sind neben Quartiersparhäusern öffentliche Nutzungen wie eine Sporthalle, Kita und Jugendhaus untergebracht wie auch gewerbliche Nutzungen und Dienstleistungen.

Die Jury würdigt die überzeugende Herleitung und Darstellung des Entwurfes. Grundsätzlich ist die städtebaulich-freiraumplanerische Struktur gut durchgearbeitet, ebenso wie die Entwicklung der Wohnungstypologien und Grundrisse.

Schwächen sieht das Preisgericht in der Positionierung der Grünverbindung. Mit Blick auf die historische Entwicklung der Westfalenhütte wäre eine freiraumplanerische Aufwertung der Stahlwerkstraße überzeugender. Trotz der sicherlich nachvollziehbaren Idee und architektonisch spannungsreichen Umsetzung des Lärmschutzbandes hat die Jury Zweifel an deren Umsetzbarkeit. Für das konzipierte Programm ist der Streifen zu schmal. Auch dessen Erschließung wirft Fragen auf, unter anderem was die Lage des Einkaufszentrums betrifft. Für die Nutzungsmischung des Gesamtquartiers wäre eine breitere, strategische Verteilung der öffentlichen Programme und gewerblichen Nutzungen fruchtbarer.

Insgesamt sticht der Entwurf durch seine professionelle Ausarbeitung hervor. Er birgt vielversprechende Ansätze, die einen wertvollen Beitrag für die nächsten Schritte liefern.

 
 
 
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