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Kulturkreis 
der deutschen Wirtschaft 
 
 

IMPULS    Auf alten Pfaden

S T Ä D T E B A U   + ++ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Analyse und Masterplan

Der Ausbau der historischen Stahlwerkstraße zur Stahlwerkallee ist das zentrale Bindeglied sowohl zur fußläufigen als auch motorisierten Haupterschließung des neuen Areals. Als nördlicher Abschluss mündet diese Hauptstraße in das bedeutende und denkmalgeschützte Hoeschgelände.

Am südliche Endpunkt der Allee dient der Hoeschplatz als öffentlicher Marktplatz. Dieser soll unter anderem das Quartier über die Borsigstraße mit dem Borsigplatz östlich und der restlichen Nordstadt westlich verknüpfen.

Die weitere Bebauung des Quartiers erfolgt wesentlich mit zwei Typen von Baukörpern, die ähnlich wie im Bestandquartier in Blockränder ausbilden und dadurch öffentliche, halböffentliche und private Flächen im städtischen Raum klar definieren.

Jeweils vier Baukörper bilden dabei einen kleineren Platz aus, der mit seiner Aufenthaltsqualität zum Identität stiftenden Punkt für die Nachbarschaft werden soll.

Der eine Baukörpertyp ist ein sehr kompaktes, günstig herzustellendes Gebäude. Darin befinden sich günstige Sozialwohnungen.

Das Angebot reicht von Ein-Personen Haushalten z.B. für Studenten über Wohnungen für Paare bis zu Wohnungen für kleine Familien.

Der andere Baukörper bildet einen klassischen Blockrand mit innen-
liegendem halböffentlichen Hof und teilweise privaten Gärten.

Dort entstehen ebenfalls Wohnungen für Singles, für Paare und für Familien in etwas höherem Standard.

Schwarzplan

Die Kombination aus ortsüblicher Blockstruktur mit kompaktem, wirtschaftlichem Solitär bildet die Grundlage des neuen Wohngebietes.

Durch Gliederung in kleinteilige Einheiten werden maßstäbliche Viertel erzeugt, die in überschaubaren, kurzen Planungsabschnitten errichtet werden können.

Jeweils vier Wohneinheiten bilden einen zentralen Erschließungshof, der als Treffpunkt der nachbarschaftlichen Gemeinschaft dient. Dazu werden in den Erdgeschossbereichen zum Hof Serviceeinrichtungen für Haus-
meister, betreutes Wohnen, Kindertagesstätten sowie Gemeinschafts-
bereiche für die Anwohner angeordnet.

Zur Orientierung im gesamten Quartier dienen drei Hochpunkte an den wichtigen Kreuzungspunkten entlang der neuen Stahlwerkallee.

Verkehr / Erschließung

Der Ausbau der historischen Stahlwerkstraße zur Stahlwerkallee ist das zentrale Bindeglied sowohl zur fußläufigen als auch zur motorisierten Haupterschließung des gesamten Areals.

Als nördlicher Abschluss mündet diese Hauptstraße in das bedeutende und denkmalgeschützte Hoeschgelände.

Am südlichen Endpunkt der Allee dient der Hoeschplatz als öffentlicher Markt. Dieser soll unter anderem das Quartier über die Borsigstraße mit dem Borsigplatz östlich und der restlichen Nordstadt westlich verknüpfen. Dazu wird eine zusätzliche ÖPNV-Haltestelle [Öffentlicher Personen Nah Verkehr] in die Neubaumaßnahmen an der Borsigstraße integriert.

Die Erschließung der Wohnquartiere erfolgt über Quartiershöfe, die über Querstraßen von der Stahlwerkallee erreicht werden. Zur Optimierung des Pkw-Verkehrs innerhalb des neuen Wohngebietes werden die erforderlichen Stellplätze in Parkhäusern an den Bahndamm verlegt. Dadurch wird neben den wirtschaftlichen Vorteilen gegenüber Tiefgaragen gleichzeitig der erforderliche bauliche Lärmschutz erzeugt.

Grünraum

Umschlossen von zwei unterschiedlichen, öffentlichen Freiräumen wird trotz hoher urbaner Dichte das Wohnen im Grünen gewährleistet.

Im Westen durch den im Masterplan verankerten Parkgürtel, der als natürlicher Grünraum und als Naherholungsgebiet ausgebildet wird. Als baulicher Schallschutz wird zwischen den Parkhäusern ein Schalldamm in die Topographie der Parklandschaft eingebunden.

Im Kontrast dazu entsteht im Osten ein klar gegliederter Grünstreifen mit integrierten Plätzen für unterschiedliche Freizeitnutzungen als Bestandteil einer lebendigen städtischen Alleestraße. Der großkronige Baumbestand an der Stahlwerkstraße wird dabei erhalten und in die neue Allee eingebunden.

Um einen hohen Anteil an privatem Grünraum zu erreichen, werden neben den Privatgärten in den introvertierten Blockhöfen zusätzlich Dachgärten ausgebildet.

Ein Bereich des Parkstreifens wird zur Nutzung der neuen im Quartier eingebundenen Kindertagesstätte verwendet.

Einzelhandelskonzept

Im Sinne des Masterplans Einzelhandel für die Dortmunder Nordstadt ist zur Grundversorgung des Quartiers an der zentralen Kreuzung zwischen Stahlwerkstraße und Robertstraße ein großflächiges Einzelhandelszentrum vorgesehen, das innerhalb eines Einzugsbereichs von maximal 400 Metern von Anwohnern erreicht werden kann. Es befindet sich über dem Einzugsgebiet des bestehenden Zentrums am Borsigplatz.

Daneben wird die Stahlwerkallee durch eine Mischung aus Dienstleistungs-, Gastronomie-, Büro- und Einzelhandelsnutzung begleitet und belebt.

Eine kleinteilige Ladenstruktur erzeugt dabei Potenzial für ein vielseitiges, individuelles Angebot. Neben kleineren Dienstleistern wie z.B Ärzten, Friseuren und Apothekern können sich darüber hinaus auch Start-ups, Büros, Ateliers, spezifische Einzelhändler sowie Bars ansiedeln.

Daneben regen Gastronomieschwerpunkte an den Endpunkten der Allee zum Ausruhen an und aktivieren damit gleichzeitig die anliegenden Plätze.

H O C H B A U   + ++ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Transformation

Wohnen  „Advanced“

      Kaltmiete     7,70 €/m²
      Mietrendite     6 %
      Wohneinheiten     975 WE

 

Die Erschließung der drei- bis fünfgeschossigen Blöcke erfolgt überwiegend über ein wirtschaftliches 3-Spänner-System. Das Gebäude baut dabei auf ein Grundraster von vier Metern auf, mit dem unterschiedliche Wohnmodule erzeugt werden können.

Um eine hohe Nutzungsflexibilität zu erzielen, sind diese Module als offene Einheiten mit zentralem Versorgungskern ausgebildet. Dadurch wird qualitativhochwertiges Durchwohnen und ein maximaler, freibespielbarer Raum erzeugt. So kann das 90 m² große Grundmodul sowohl als großzügiger, offener Raum für zwei Personen als auch für Familien als klassisches Zwei- bis Dreizimmerappartment eingerichtet werden.

Es ergibt sich so ein breites Wohnangebot für alle Altersstufen. Neben Familien-, Single-, und Mehrgenerationen-Wohnungen können nach Bedarf auch großzügige Lofts sowie behindertengerechtes Wohnen realisiert werden.

Des Weiteren werden in den gemischt genutzten Erdgeschossen Servicestationen für betreutes Wohnen integriert.

Wohnen  „Basic“

      Kaltmiete     6,50 €/m²
      Mietrendite     1 % bis 4 %
      Wohneinheiten     540 WE

 

Als kosteneffiziente kompakte Bauform mit einer wirtschaftlichen Innengangerschließung wird in den Solitären bezahlbarer Wohnraum für untere Einkommensklassen, insbesondere auch für Studenten, geschaffen.

Unterschiedliche Modelle für Singles, Paare oder Wohngemeinschaften erzeugen auch hier hohe Wohnvielfalt.

Aufenthaltsqualität in dem Laubengang werden durch punktuelle Durchbrüche geschaffen, die den Baukörper auflockern, zusätzlich belichten und kommunikative Zonen bilden.

Die Gebäude erfüllen die Anforderungen der sozialen Wohnraum-
förderungen des Landes NRW.

Dadurch können für die Errichtung zinsfreie Darlehen über 10Jahre in Anspruch genommen werden.

Q U A R T I E R S E N T W I C K L U N G    + ++ + + + + + + + + + + + +

Initiierung bis 2015

Zur Initiierung des Projekts wird die große Freifläche des Werksareals für eine temporäre Nutzung mit überregionaler Signalwirkung zur Verfügung gestellt.

Symbolträchtig wird die bestehende Mauer während eines Festivals eingerissen und damit das Areal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Zuge des Events wird durch Medienmitteilungen über das Vorhaben berichtet und die Projektidee transportiert.

1. Bauphase bis 2020

Während der ersten Bauphase wird die noch vorhandene alte Industriehalle abgerissen und zwei wichtige Grundsteine für die Entwicklung des Gebietes realisiert.

An der hoch frequentierten Borsigstraße entsteht ein repräsentativer Hochpunkt als Tor zum neuen Hoesch-Quartier.

Daneben werden hochwertige Wohnungen am Hoesch-Museum sowie das Grundversorgungszentrum an der Kreuzung zwischen Robertstraße und Stahlwerkstraße errichtet. Damit wird städtebaulich die östliche Seite der zukünftigen Stahlwerkallee zum Hoesch-Denkmal geschlossen, deren Ausbau mit den ersten Baumreihen parallel eingeleitet wird.

Zusätzlich werden Baulücken durch Nachverdichtungsmaßnahmen geschlossen und die für das neue Gebiet erforderliche Infrastruktur vorbereitet.

2. Bauphase bis 2025

In der zweiten Bauphase wird das erste Wohnungsquartier gebaut, das aus sozial-geförderten Solitären in Kombination mit Blockrandbebauungen besteht.

Insgesamt werden in diesem Bauabschnitt ca. 500 Wohneinheiten errichtet. Dabei können die Wohnungen durch ein flexibles Modulsystem der aktuellen Marktsituation angepasst werden.

Das am Bahndamm entstehende Parkhaus bietet Platz für insgesamt bis zu 600 Stellplätze. Damit kann für jede Wohneinheit mindestens ein überdachter Stellplatz garantiert und das Wohnquartier größtenteils autofrei gehalten werden.

Um den Bedarf nach zusätzlicher Kinderbetreuung am Borsigplatz zu decken, wird im Quartier eine neue Kindertagesstätte integriert.

3. Bauphase bis 2030

Nach Fertigstellung der neuen Kita kann dann die bestehende an der Kreuzung zwischen Dürener Straße und Stahlwerkstraße abgerissen und der Ausbau des Hoeschplatzes begonnen werden.

Darüber hinaus wird im dritten Bauabschnitt die Stahlwerkallee bis zum Hoesch-Denkmal baulich durch ein zweites Viertel mit weiteren 500 Wohneinheiten abgeschlossen.

Als Endpunkt der Robertstraße und funktionale Verbindung mit dem östlichen Hoesch-Park wird über dem Parkhaus ein großflächiges Freizeitzentrum mit integriertem Fitnesscenter sowie Vereins- und Eventflächen errichtet.

4. Bauphase bis 2035

Der abschließende Bauabschnitt verbindet das Hoesch-Quartier mit dem nördlich angrenzenden Grüngürtel.

Ein weiterer Hochpunkt mit hybriden Nutzungsmöglichkeiten markiert dabei das Ende der Stahlwerkallee.

Langfristig wird darüber hinaus angestrebt, die städtebauliche Lücke nach Osten zu schließen.

Bei Bedarf kann dazu das bestehende Frauenhofer Institut am historischen Hoeschgebäude durch ein modernes Institut ersetzt werden.

D I S K U S S I O N   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

pro

kontra

E R G E B N I S   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

 
      1.  Preis

Die Arbeit „Auf alten Pfaden“ nimmt die historische Achse der Stahlwerk-
straße auf und gestaltet sie neu als großzügige Hoeschallee.

Von einem  Torgebäude am Hoeschplatz ausgehend, führt der Boulevard in abwechslungsreichen Platzfolgen zum Hoesch-Museum und zu Tor 1 bis hin zum Parkgürtel, der als natürlicher Grünraum Teil des Grüngürtels ist.

Die weite Fläche wird gefasst und begleitet durch Baumreihen, sie öffnet sich zu den angrenzenden Plätzen und führt auf sehr selbstverständliche Weise bestehende Bebauung und neue städtebauliche Setzung zusammen.

In zentralen Lagen können Einzelhandelsangebote und Gastronomie ergänzt werden.

Die neue Wohnbebauung verbindet Wohnblöcke und Zeilen zu abschnittsweise realisierbaren Einheiten.

Die Erschließungshöfe sind differenziert ausgearbeitet als Gemeinschaftsflächen, Kommunikationsraum und private Mietergärten.

Das Wohnungsgemenge integriert viele unterschiedliche Nutzergruppen.

Ein hoher Anteil von Wohnungen im sozialen Wohnungsbau wird in den Zeilenbauten nachgewiesen.

Die abwechslungsreiche Dachlandschaft spiegelt den Rhythmus der bestehenden Wohnbebauungen in der Nachbarschaft wieder.

Die neue Wohnbebauung ist durch einen terrassierten Grünraum am Bahndamm gefasst.

Auch wenn die vorgeschlagene Typologie der Parkhäuser und die Erschließung dieser Grünzone hinterfragt wird, ist der Gegensatz von städtischer Allee und gestaltetem Freiraum von Süd nach Nord in den Grüngürtel überzeugend.

Die Arbeit besticht durch ihren hohen Durcharbeitungsgrad und die gelungene Reminiszenz an Tradition und Bestand im Quartier.

 
 
 
Kulturkreis 
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