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Kulturkreis 
der deutschen Wirtschaft 
 
 

Das Quartier rund um den Borsigplatz — früher Hoeschviertel genannt — hat inklusive Park und Hölzchen eine Fläche von rund 120 ha.

Es verdankt seine Entstehung der unmittelbar benachbarten ehemaligen Westfalenhütte.

Zurzeit leben im Quartier 11.000 Einwohner, von denen fast zwei Drittel Migranten bzw. Menschen mit Migrationshintergrund sind.

Das Viertel weist an vielen Stellen einen großstädtischen Maßstab auf.

HinweisKapitel LEBEN UND WOHNEN : Ein Porträt des Quartiers in Fotos.

Erhaltenswerte Bausubstanz und großzügige Grünflächen prägen das Quartier.

HinweisDie Analyse der Studenten beim Workshop :

Das Borsigplatz-Viertel liegt im Norden von Dortmund nur 1.500 Meter vom Hauptbahnhof entfernt.

Am Borsigplatz in Dortmund wurde 1909 — vor mehr als 100 Jahren — der Ballspielverein Borussia Dortmund gegründet, der BVB. Im nahegelegenen Hoeschpark trainierten die ersten Fussballer. Im Laufe seiner Geschichte gewinnt der Verein alle wichtigen Pokale — 2011 und 2012 wurde er zum 7. und 8. Mal Deutscher Meister.

Es ist Tradition, dass alle Siegesfeiern noch heute am Borsigplatz beginnen.

Benannt ist der Platz nach August Albrecht Borsig (1829 - 1878), der die erste Maschinenfabrik in Dortmund gründete.

Im Quartier am Borsigplatz gibt es viel ehrenamtliches Engagement. Von früheren Hoesch-Mitarbeitern wird das Hoeschmuseum geführt. Es gibt einen Freundeskreis des Hoeschparks. Bewohner bieten thematische Führungen durch das Gebiet an. Natürlich gibt es einen BVB-Fanclub. Es gibt eine Initiative anderswohnen; Ateliers, ein Künstlerhaus u.v.m. sind entstanden. Die Stadt Dortmund hat ein Quartierbüro Borsigplatz eingerichtet.

Vorläufer des heutigen Hoeschparks bildeten ein städtischer Ballspielplatz unter der Bezeichnung Weiße Wiese, der ab etwa 1909 zur ersten Spielstätte des Ballspielvereins Borussia Dortmund wurde, und der darauf folgende Borussia-Sportpark mit einem 1924 fertiggestellten Stadion für 18.000 Besucher.

Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg veränderte die Hoesch AG den militärischen Charakter der Anlage. Dazu wurden 1951 das Freibad Stockheide, ein Kindergarten, Spielplätze, ein Planschbecken und ein Tennisheim erstellt. Gastronomie und eine Tierschau mit Vogel-
volieren ließen den Park zunehmend zu einem beliebten Ausflugsziel werden. Im Norden schließt sich noch der kleine Wald Brügmanns Hölzchen an.

Ein verändertes Freizeitverhalten führte zu einem Rückgang der Besucher. Nachdem die Hoesch AG den Park auch weiterhin unterhalten hatte — bis 1993 wurde noch ein am Ende eher symbolisches Eintrittsgeld von 10 Pfennig erhoben – gab das neue Unternehmen Krupp-Hoesch Mitte der 1990er Jahre aus Kostengründen die Pflege auf. Schließlich erwarb die Stadt Dortmund den Park, der heute von der Sportwelt gemeinnützige GmbH betrieben wird. Seit knapp einem Jahr wird der Park zu einer
Sport- und Spieloase umgebaut.

HOESCH   —    Brügmanns Hölzchen   —    Hoeschpark
 

300 Meter vom Borsigplatz entfernt beginnt das Gelände der Westfalen-
hütte. Die Westfalenhütte im Dortmunder Nordosten hat eine über 160-jährige Tradition als Standort der Schwerindustrie im Ruhrgebiet und gilt als die Wiege der früheren Hoesch AG. Sie wurde von dem Dürener Eisenfabrikant Leopold Hoesch, seinen Söhnen Wilhelm und Albert Hoesch sowie seinen Vettern Viktor und Eberhard Hoesch im Jahre 1871 errichtet. In den 60er Jahren waren auf ihr 25.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Durch die Veränderungen des Weltstahlmarktes und durch den sich seit der Stahlkrise von 1974 verschärfenden Konzentrationsprozess der Branche sind die Aktivitäten auf dem Gelände der Westfalenhütte inzwischen auf wenige, wirtschaftlich tragfähige Kernbereiche konzen-
triert — hauptsächlich auf ein Walzwerk mit Blechendverarbeitung und Blechbeschichtung.

Teile der Hochofenanlagen wurden nach China verkauft; andere Werksteile wurden stillgelegt. Es entstanden Brachflächen.

1991 übernahm der Krupp Konzern die Hoesch AG. Später fusionierten dann Thyssen und Krupp. Die ThyssenKrupp AG ist dadurch auch in den Besitz der größten Industriebrachfläche mitten in Europa gekommen. Man ist bestrebt in enger Abstimmung mit der Stadt Dortmund ein Konzept zur weiteren Nutzung dieser Fläche zu entwickeln.

Heute sind auf dem Gelände der Westfalenhütte rund 1.350 Menschen beschäftigt. Aus den Duisburger Hüttenwerken stammendes Warmband wird kaltgewalzt, geglüht und elektrolytisch verzinkt oder feuerverzinkt. Die Produkte gehen hauptsächlich in die Autoindustrie. Die modernste Feuerverzinkungsanlage des ThyssenKrupp Konzerns wird in Dortmund betrieben.

Auf dem Gelände liegt — an der Einmündung der Springorumstraße in die Oesterholzstraße — das Dortmunder OberflächenCentrum DOC.

Mit dem Dortmunder OberflächenCentrum — einem Fraunhofer Institut — verfügt ThyssenKrupp Steel Europe AG über eines der weltweit führenden und modernsten Entwicklungszentren für die Oberflächen-
veredelung von Flachstahl.

Im ehemaligen  Portierhaus der Westfalenhütte  befindet sich das  Hoesch-Museum.

Das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Hoesch AG dient heute als Bürogebäude der ThyssenKrupp AG und wurde als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.

Nachdem im Jahr 2000 die Kokserzeugung und Stahlproduktion auf dem Gelände der Westfalenhütte einschließlich des Bereichs der ehem. Kokerei Kaiserstuhl eingestellt bzw. verlagert wurde, besteht die Chance, große Flächenareale im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung einer veränderten Nutzung zuzuführen und dabei die Einbindung in das Stadtgefüge neu zu gestalten.

In einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft haben sich die Entwicklungs-
partner — die Stadt Dortmund, der ThyssenKrupp Konzern und die damalige Montangrundstücksgesellschaft GmbH — auf ein gemeinsames Qualifizierungsverfahren geeinigt, das sowohl die städtebauliche Entwicklung als modernes Industrie- und Gewerbegebiet mit urbanem Gesicht als auch ein lebenswertes Umfeld für die Arbeitnehmer des Quartiers und die Bürger der Nordstadt einleiten sollte.

Es wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Auf Basis des
1. Preises dieses Wettbewerbs wurde das Büro Stahm Architekten Braunschweig mit der weiteren Bearbeitung der Rahmenplanung beauftragt.

Die Anregungen aus dem Wettbewerb und den gegebenen Empfehlungen gingen in die Aufstellung des Städtebaulichen Rahmenplanes ein, der 2008 verabschiedet wurde.

Quelle :
"Rahmenplan Westfalenhütte Dortmund 2008"
Dokumentation der Rahmenplanung Westfalenhütte Dortmund
Wettbewerb und Rahmenplanung 2006 - 2008
Stahm Architekten Braunschweig
Herausgeber Stadt Dortmund
Seite 16

Entwicklungsbereich 4 : Aufgabengebiet

1    Die  Borsigstraße  verbindet vom Borsigplatz aus den Dortmunder Nord-Osten mit dem Nord-Westen und unterquert die trennende Eisenbahnlinie im Westen.
 
2    Die  Stahlwerkstraße  kommt weit aus dem Süden, kreuzt die Borsigstraße und führt geradewegs auf das alte Tor 1 der ehemaligen Hoesch-Westfalenhütte zu — der alte Weg der Hüttenwerker zur Arbeit.
 
3    Die  Robertstraße  kreuzt die Nordachse Oesterholzstraße und erschließt vom Borsigquartier aus das Aufgabengebiet.
 
4    Die  Oesterholzstraße  verläuft von der Unterführung der südlichen Eisenbahnstrecke über den Borsigplatz nach Norden zur Springorumstraße. Auf ihr verläuft ab Borsigplatz die hier oberirdische U-Bahn-Linie bis zur Haltestelle Westfalenhütte. Das Borsigviertel ist so mittels Öffentlichem Personen-Nah-Verkehr [ÖPNV] angebunden.
 
5    Die  Dürener Straße  kreuzt ebenfalls die Nordachse Oesterholzstraße und bildet die Südgrenze des Aufgabengebietes. Südlich von ihr und vom Aufgabengebiet — im Westen — liegt der Hoeschplatz.
 

6    Die  Brackeler Straße  führt vom Borsigplatz zum Autobahnanschluss Alt-Scharnhorst im Nordosten.
 
7    Die  Springorumstraße  führt von der Oesterholzstraße quer durch das Gelände der ehemaligen Westfalenhütte nach Nordosten ebenfalls zum Autobahnanschluss Alt-Scharnhorst.
 

früher :    Industrie : Westfalenhütte   (1)

früher :    Freizeit : Hoeschpark und Brügmanns Hölzchen   (2)

heute :    Industrieller Kern : ThyssenKrupp Steel Europe AG   (1)

heute :    "Sportwirtschaft" : Hoeschpark und Brügmanns Hölzchen   (2)

 
 
 
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