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Home: Die Auswahl aller Projekte
Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft 
im BDI e.V.
 
HOCH 3
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 





Entwurf


HOCH 3



Leitgedanke + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Der Bereich um die Heidestraße präsentiert sich derzeit als eine innerstädtische Brache, umgeben von trennenden Strukturen wie dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal [BSS] und den Bahngleisen. Aufgrund der geplanten städtebaulichen Umstrukturierung entsteht jedoch eine neue Situation, auf die es zu reagieren und die es zu nutzen gilt.

Gelenk zwischen Wedding und Moabit

Durch das neue Quartier besteht die Chance, die beiden Stadtteile Moabit und Wedding besser zu verknüpfen und die Barrieren Kanal und Bahngleise aufzubrechen. Um dem neuen Quartier eine Identität zu geben, sieht der Entwurf eine Gebäudegruppe im Bereich der Perleberger Brücke vor, welche zugleich als Gelenk zwischen diesen beiden Stadtteilen fungieren soll und durch eine adäquate Eingangssituation Moabit und den Wedding verbindet.

Konzept + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Verkehrsknoten

Das Erscheinungsbild um die Perleberger Brücke wird derzeit von diversen Verkehrsstraßen geprägt. Vielfältige Verkehrsarten treffen hier aus unterschiedlichen Richtungen und unterschiedlichen Höhen in unterschiedlichen Zeit-Rhythmen aufeinander. Ausgelöst durch den neuen S-Bahn-Halt ergab sich für diese prominente Stelle ein zentraler Umsteigepunkt, der auch klimabedingte Entwicklungen im Verkehrswesen miteinbezieht. Um einen schnellen Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln zu gewährleisten, verortet sich das Gebäude mitten im Zentrum des Verkehrsknotens.

Ansatz

Lageplan

Um dem kommenden neuen Wohn- und Arbeitsgebiet eine eindeutige Verortung in der Stadt zugeben sieht das Konzept einen ersten Baustein im Bereich der Perleberger-Brücke vor. Von dieser Stelle aus soll der nördliche Teil des Gebietes mit der städtebaulichen Ausrichtung zum Nordhafen und vielfältigen Nutzungsoptionen erschlossen werden und nach und nach wachsen.

Eingangssituation / "Stadttor"

Stadttor Der künstlichen Insel Moabit fehlt derzeit eine adäquate Eingangssituation. Durch den geplanten Umbau des Industriegebietes ergibt sich an der Perleberger Brücke eine neue Situation die sich für ein repräsentatives "Stadttor" besonders gut eignet. Um mit jeden Verkehrsmittel diesen Übergang wahrnehmen zu können, besteht die besondere Aufgabe drei Eingangssituationen auszuformulieren: Fernbahn, S-Bahn, Straße.

Tore und Möglichkeiten

Neuer S-Bahnhof / Verkehrswechsel

Verkehrswechsel Um ein qualitativ hochwertiges Gebiet erschaffen zu können ist heute eine fußläufige Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ein wichtiges Thema. Ein neuer S- Bahnhof an der Perleberger Brücke kann sowohl eine verbesserte Erschließung der Ortsteile Moabit und Wedding gewährleisten als auch das neue Gebiet erschließen.

S-Bahn-Haltepunkt

Das Thema der Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Auch im Verkehrswesen sind aktuelle Entwicklungen zu verfolgen. Um unsere Umwelt zu schonen ist es daher unumgänglich, sich mit neuen Verkehrsmitteln zu beschäftigen und beispielsweise auf gemeinschaftliche Verkehrsmittel umzusteigen. Ein Beitrag zu diesem Thema sind Angebotsflächen für Fahrradstellplätze und Ausleihbestände an Fahrrädern und Elektroautos.

Konzept Tragwerk:  Stahlbetonkern mit Verbunddecken
Tragwerk Regelgeschoss

Der massive Kern ist die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit ein hohes Gebäude vertikal zu erschließen. Der Kern dient zudem als Wärmespeicher und übernimmt die Aussteifung des Gebäudes.

Konzept Tragwerk:  Stützenfreier Raum

Bauphasen

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Um einen flexiblen Grundriss zu erhalten, ist es von Vorteil, einen stützenfreien Raum zu entwickeln, der jegliche Grundrissvarianten zulässt.
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Die auftretenden Lasten werden hierbei zusätzlich zum Kern über die Fassadenstützen nach unten geleitet.
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Die Stützen setzten sich aus vorgefertigten Stahlkastenträgern und einer Verkleidung aus eloxiertem Aluminiumblech zusammen.
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Um die gewünschte vertikale Fassadenerscheinung zu erhalten, werden zusätzlich nichttragende Aluminiumstützen hinzugefügt.
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Querträger werden über thermisch getrennte Kopfplatten mit den Stützen verbunden und spannen als Einfeldträger zum Kern, wo sie mittels Einbauteilen mit dem Massivbau verbunden werden.
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In der Ebene der Querträger kann die Installation [Elektro, Lüftung etc.] geführt werden; diese Verbunddecken- konstruktion ermöglicht einen äußerst schlanken Geschossdeckenaufbau und reduziert somit die Geschosshöhe.
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Klimakonzept

Das Gebäude ist in Mischbauweise konzipiert. Der massive Kern sowie die Deckenplatten bringen die nötige Masse mit, um eine thermisch ausgleichende Wirkung zu erzielen und somit die täglichen Temperaturschwankungen abzudämpfen. Des Weiteren dient der Kern der aktiven Klimatisierung. Der Massivbau wird mit Heiz- / Kühlschläuchen bestückt und wird somit thermisch aktiviert. In den Sommermonaten kann das Wasser des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals zur Kühlung des Gebäudes genutzt werden. Im Winter kann der Massivbau durch das gebäudezentrale Heizsystem beheizt werden.

Detailschnitt

Die Fassade ist als Doppelfassade konzipiert und besteht aus einer inneren Isolierverglasung und einer weiteren vorgehängten Glasebene aus VSG. Der Scheibenzwischenraum dient in erster Linie als Wärmepuffer; Sonnenschutzlamellen im Scheibenzwischenraum fangen das Sonnenlicht ab, bevor es ins Gebäudeinnere gelangt. Die Doppelfassade ermöglicht des Weiteren die natürliche Belüftung der Innenräume.

Ein Großteil der Gebäudetechnik verläuft im Kern und von dort aus direkt dem Nutzer zugeführt. Untergeordnete Abluftkanäle, Datenkabel und Elektrifizierung wird in der Ebene der Stahlträger geführt. Somit kann ein schlanker Deckenaufbau / niedrigere Geschosshöhen realisiert werden.

Architektursprache + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Um alle Verkehrsteilnehmer aufnehmen zu können, positionieren sich im Bereich des Verkehrsknoten 3 Türme.

HOCH 3_a HOCH 3_b

Die Volumen dieser Hochpunkte verjüngen sich auf Höhe der Perleberger Brücke sowie dem des Schienenverkehrs. Auf diese Weise wird ein ungehinderter Fluss der Verkehrsteilnehmer ermöglicht und eine spannende Eingangssituation erzeugt.

Doppelfassade

Zwischen den dynamischen Verkehrsstrukturen entsteht ein lebendiger Wechselraum mit vielen Kontaktflächen und Blickbeziehungen.

Nutzung

Während der untere Raum spezifischen Nutzungen vorbehalten ist, werden im oberen Bereich der Türme nutzungsneutrale Flächen angeboten, die ebenfalls ergänzende Nutzungen zum Thema Mobilität — wie zum Beispiel Miet-Büros, Boarding House und Forschung — aufnehmen könnten.

HINWEIS ... weitere Planzeichnungen hierzu im Menüpunkt LEUTE.

Gelenk zwischen Wedding und Moabit

Juryurteil


"Der Leitgedanke der Arbeit, die Verschmelzung der Themen Mobilität, Verkehrsdynamik und Verkehrsführung zu erreichen, wird konsequent durchgehalten und präsentiert.

Die architektonische Reaktion auf diese Ströme und die dadurch resultierende Form ist klar nachvollziehbar. Die mobilitätsnahen Dienstleistungen sowie Verkehrsmanagement, Verkehrssteuerung und Verkehrsforschung sind präzise integriert und überzeugen in allen Bereichen des Projektes.

Die Durcharbeitung mit den Themen Analyse, Programm, Funktion und Erscheinung fügt sich zu einer Architektursprache, die ihre Zeichenhaftigkeit in der Entsprechung von drei Türmen zeigt. Die Themen wie Struktur und Ökologie sind aufgezeigt und zeigen einen hohen Durcharbeitungsgrad der Arbeit. Die Schwäche der Arbeit zeigt sich in der Verbindung der Sockelzone mit der Landschaft. Es wäre wünschenswert, eine Entwicklung zum Hafenbecken aufzuzeigen. Auch die weiteren Verschmelzungen im landschaftsarchitektonischen Sinne sollten durchdacht werden.

Die formale Ausbildung der Fassade an den Deformationsstellen scheint etwas schematisch und sollte noch viel mehr auf die Verformung der Skulptur eingehen. Die Frage der Wohnnutzung hinter einer Twin-Face wirft Zweifel auf. Die Lesbarkeit in allen Bereichen ist strukturiert und qualitätvoll dargestellt und stärkt den positiven Gesamteindruck des Projektes."

S-Bahnhof



Pläne und Plakate in großen Formaten sowie Präsentation




Entwerferinnen


Gundula Schieber / Anne Jauch
Universität Stuttgart

HOCH 3

Förderpreis