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Home: Die Auswahl aller Projekte
Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft 
im BDI e.V.
 
Bühnenwechsel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 





Abstract der Entwurfsidee


Unser zentrales Ziel ist es, das Wasser näher an die Menschen zu bringen. Hierfür wird das Nordhafenbecken erweitert und die Heidestraße im Bereich des "Quartiers am Nordhafen" durch eine Brücke ersetzt.

Der S-Bahnhof-Vorplatz ist bis zum Wasser in zwei Terrassen gegliedert. Diese bieten durch Treppen viele Sitzmöglichkeiten, welche alle dem Blick aufs Wasser zugute kommen.

Die Vielseitigkeit dieses in Szene gesetzten Platzes soll durch ständige BÜHNENWECHSEL ein Ort der Begegnung und Kommunikation sein und einladen zum Verweilen oder zum Wohnen.



Entwurf


Bühnenwechsel



Konzept   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Das Projekt "Bühnenwechsel" besteht aus zwei Komponenten, zum einen der der Offenheit und zum anderen der des Rückzuges.

Die Offenheit ist in Form eines terrassierten Platzes gegeben, welcher oben am S-Bahnhof beginnt und unten am erweiterten Nordhafenbecken, Ecke Nordhafenbrücke endet.

Das wichtigste Kriterium für ein offenes und einladendes Viertel ist Mobilität. Es ist mit der S-Bahn zu erreichen sowie zu Fuß erschließbar. Es sollen möglichst viele Menschen einen Bezug zu dem Gebiet bekommen. Für Alt und Jung müssen unterschiedlichste Interessen bedient werden.

Bibliothek im S-Bahnhof

Der Platz ist zum einen von feststehenden Instanzen geprägt: Kindertagesstätte, Altersheim, Ladenpassage, Ateliers, Bibliothek im S-Bahnhof, Gesundheitszentrum und gastronomischen Einrichtungen aller Art. Diese werden den Platz und das Gebiet zu unterschiedlichen Tageszeiten beleben.

Zum anderen ist eine variable Bühne für Events vorhanden. Vom Weihnachtsmarkt über Forschungstage, Freilufttheater oder Kino, von der Kunstausstellung bis hin zur Modenschau kann hier alles stattfinden. Um die unterschiedlichen Events effektvoll zu präsentieren, haben wir die Formsprache der Architektur möglichst schlicht und elegant gehalten.

Die verwendeten Materialien sind vorwiegend Beton, Glas, und Holz. Sie sind zeitlos und bekommen durch den Einfluss der Witterung eine eigene Haptik.

Lageplan

In unserem Konzept ist Licht ein ausdruckstarkes Gestaltungselement. Die neue Heidebrücke [als Ersatz für die Heidestraße im Nordhafenquartier] ist von unten durchgehend mit diffusem Licht bestrahlt, sodaß sie je nach Nutzung [Alltag oder Event] zum atmosphärischen Gesamtbild beiträgt.

Das unter der Heidebrücke hindurch erweiterte Nordhafenbecken ist das Herzstück des Platzes. Es ist der Arbeit des Architekten Carlo Scarpa nachempfunden und geht mit dem natürlichen Sinken und Steigen des Wasserpegels spielerisch um. Im Beckenrand sind Scheinwerfer installiert, welche das Auge des Betrachters gezielt auf die beruhigende und majestätische Wasserfläche lenken. Durch die Terrassierung ergeben sich viele Sitzmöglichkeiten, welche den Blick auf das Wasser bieten.

Modell mit Legende

 01.   Nordhafenbrücke zur Sellerstraße [B96]
 02.   Heidestraße [B96]
 03.   Heidebrücke
 04.   Perleberger Brücke / Perleberger Straße
 05.   Nordhafen
 06.   Nordhafen-Erweiterung
 07.   S-Bahnhof für die S21
 08.   S-Bahn-Linie S21 [geplant]
 09.   Fernbahnstrecke Deutsche Bahn AG
 10.   Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal

Weitere Beleuchtung findet sich an den Stegen im eigentlichen Nordhafenbecken, in Form von Strahlern auf den verschiedenen Terrassen und Straßenlaternen im angrenzenden Wohngebiet.

Die Wohnbebauung liegt südwestlich des Platzes. Die Bewohner haben durch die hofartige Bebauung die Möglichkeit, sich dem öffentlichen Raum zu entziehen. Es entsteht ein Raum für Intimität. Die Gebäudeplatzierung des Masterplans bleibt bestehen, da sie für den Rückzug optimal und klar strukturiert ist.

Um Rückzugsmöglichkeiten zu bieten und Gemütlichkeit zu schaffen, ist die Bepflanzung ein wichtiges gestalterisches Element.

S-Bahnhof Modellperspektive 3

Die Grünflächen sind mit Gefälle angelegt; dadurch wird versucht, die "Hundehaufen-Problematik" zu umgehen. Die Bäume sind in den Innenhöfen und auf den Terrassen platziert, um im Sommer Schatten zu spenden und um das Gesamtbild aufzulockern. Die Bepflanzung ist zu jeder Jahreszeit wenig arbeitsintensiv.

Der um das Becken geschaffene Raum ist die Schnittstelle, die dem gesamten Gebiet Leben einhaucht.



S-Bahnhof   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Prinzipskizze S-Bahnhof
Der S-Bahnhof ist sehr offen gestaltet und bietet trotzdem Platz für alles, was einen Bahnhof ausmacht: Vom Kulinarischen bis zum Blumenhändler — sogar eine Bibliothek ist untergebracht.

Schnitt

Das Rohskelett des Bahnhofs besteht aus Stahlträgern, welche mit Leimbindern verkleidet sind. Holz und Glas bestimmen die Optik. Durch die Art der Verkleidung überwiegt der Eindruck von Holzmaserung — diese Materialität wird hervorgehoben.

S-Bahnhof Modellperspektive 1

 01.   Fernbahnstrecke Deutsche Bahn AG
 02.   S-Bahn-Linie S21 [geplant]
 03.   Perleberger Brücke / Perleberger Straße

Mit der Zeit und durch den Einfluss der Witterung erhält das Material seine eigene Haptik. Die Betonung dieser Materialität setzt sich fort bis in die Gestaltung der Bänke.

S-Bahnhof Modellperspektive 2

Um die Ästhetik des Bahnhofs zu wahren, gibt es keine Flächen für Werbung.



Ebene 1   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Ebene 1 Die erste Ebene zieht sich um das Wasser — unterhalb des Wasserspiegels. Wenn man am Rand steht, hat man nicht den Eindruck, sich an einem Ufer zu befinden, sondern am Rand eines Wasserbeckens. Dadurch wird die Wahrnehmung des Nordhafens und der Nordhafen-Erweiterung verfremdet.

Das Wasser läuft an verschiedenen Stellen ständig über, das ist gewollt. Das Wasser füllt zwei Rinnen und diese umfassen einen Laufsteg. Das übergelaufene Wasser wird dem Nordhafen wieder zugeführt.

Laufsteg

Auf diesem Laufsteg können beispielsweise Modeschauen abgehalten werden, vor dem eindrucksvollen Hintergrund der neuen Heidebrücke.



Ebene 2   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Ebene 2 Die zweite Ebene ist die "Hauptschlagader" des Quartiers am Nordhafen.

Hier reihen sich aneinander Cafés, Restaurants, Modeboutiquen und andere Geschäfte.

Die Menschen begegnen einander hier.

Sie kommen aus dem Quartier, dem übrigen Moabit oder aus dem Wedding — z. B. von Bayer Schering: Sie können hier einkaufen oder einfach nur Zeit verbringen.

Café

Der Eingang der Geschäfte ist auf Straßenniveau, ebenerdig. Deren schräge, fünf Meter hohe Glasfassaden bestimmen das Bild dieser Ebene.

Durch das Spiel mit Fluchtpunkten wird die Wahrnehmung der Perspektive verzerrt; das Gebiet erscheint größer als es in Wirklichkeit ist.

Genau wie die darunter liegende ist diese Ebene eine reine Fußgängerzone. Zum Beliefern der Läden oder für Notfälle ist jedoch eine Rampe vorhanden.



Ebene 3   + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Ebene 3 Die dritte Ebene ist die Ebene der Mobilität.

Auf ihr befinden sich der S-Bahnhof und das Niveau der Heidebrücke.

Mobilität ist auch wichtig für Menschen mit Bewegungseinschränkungen.


Das Gebäude ist sowohl von der dritten sowie von der zweiten Ebene erschlossen. Aufzüge sind reichlich vorhanden.

Aufzüge

Das Gleiche gilt auch für das Gesundheitszentrum. Dieses befindet sich direkt daneben. Darin ist ein Ärztehaus mit Apotheke, ein Fitnesscenter und eine Kongresshalle untergebracht, welche auch für Konzerte oder ähnliches verwendet werden kann.

Die Gebäude und der S-Bahnhof schirmen die Ebenen am Wasser von dem Lärm der Züge ab. Der Lärm des Verkehrs von der Heidebrücke wird durch die starke Absenkung der Straße um 30 Zentimeter und durch das massive Glasgeländer nach oben gelenkt und ist so unten nur noch gedämpft wahrzunehmen.



Pläne in großen Formaten und die Präsentation




Entwerfer


Anne Lüdtke / Jagoda Lagiewska / Benjamin Lange
Akademie der Bildenden Künste München

B ü h n e n w e c h s e l