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Das Planungsgebiet
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Situationsbeschreibung durch die Bayer Schering Pharma AG [BSP]




Das Gebiet des Werkes


Die Entwicklung des ehemaligen Pharma- und Chemiekonzerns Schering AG kann als typisches Beispiel für die Metamorphose industrieller Produktion und Forschung über mehr als 150 Jahre unter dem Einfluss vielfältiger wirtschaftlicher und politischer Faktoren gesehen werden, die zudem noch durch die Besonderheiten Berlins beeinflusst wurde.

Ganz speziell spiegelt sich hier — in einer ungebrochenen Kontinuität am Kernstandort Wedding — der Werdegang eines zunächst breitgefächerten und global aufgestellten Chemieunternehmens wider, das sich nach und nach auf ein Kerngebiet Pharma konzentriert — sowohl in der Produktion als auch in der Forschung.

 Mikrokosmos   Mikrokosmos   Mikrokosmos   Mikrokosmos   Mikrokosmos   Mikrokosmos 

Dies ist in der Struktur und baulichen Ausprägung des Werksgeländes an der Müllerstraße deutlich ablesbar, das sich als Mikrokosmos  in den Stadtteil Wedding und dieser sich in die neu entstandene Metropole Berlin einbettet.

 Wedding — 1 

 Wedding — 2 

 Wedding — 3 

 Wedding — 4 

 Wedding — 5 

 Wedding — 6 

Die Umformung des Unternehmens zu einem reinen Pharmakonzern mit einer umfangreichen und exzellenten Forschungsinfrastruktur hat nach Presseberichten im Jahr 2006 zur Firmenübernahme durch die Bayer AG beigetragen.

Zum Ende des Jahres 2005 hatte der Schering-Konzern weltweit 25.000 Mitarbeiter bei einem Gesamtumsatz von 5,3 Mrd. €.

Auch nach der Integration in den Pharma-Bereich der Bayer AG und der Bildung einer Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsachse Berlin-Wuppertal hat sich die Bedeutung des Standortes Berlin bei der neu aufgestellten Bayer Schering Pharma AG [mit Sitz in Berlin] nicht wesentlich verändert.

Der Kernstandort in Berlin-Wedding umfasst derzeit zwei komplette Baublöcke und kleinere Teile zweier benachbarter Baublöcke mit einer Gesamt-Grundstücksfläche von 19,7 ha [inkl. Pachtgrundstück Feuerwehr].

Auf diesem äußerst dicht bebauten Gelände [i.G. 1,8 Mio. m³ Bruttorauminhalt] arbeiteten am Standort Berlin per 31.12.2007 5.288 Mitarbeiter.

Anzahl Mitarbeiter der BSP AG am Standort Berlin per 31.12.2007 nach Funktionen:

1 141

1 771

0 263

2 113

5 288

Die bauliche Entwicklung erfolgte jeweils von der im Osten begrenzenden Müllerstraße in Richtung Westen, wobei die oben genannten Baublöcke klar durch die Bahnlinie im Norden, die Fennstraße mittig und die Sellerstraße im Süden begrenzt werden.

 Zerschneidung durch die Fennstraße   Zerschneidung durch die Sellerstraße 

Diese Zerschneidung des Standortes durch öffentliche Straßen wirkt sich hinderlich auf die Logistik des Werkes sowie auf diverse andere funktionale Beziehungen aus.

 Zerschneidung 

 Scheringianum Die Bausubstanz ist heterogen [insbesondere im ältesten Werksteil nördlich der Fennstraße, nahe der Müllerstraße] und weist verschiedene Bau-Epochen auf – hier befindet sich u.a. das unter Denkmalschutz stehende "Scheringianum".

Andere Teile, insbesondere im Werksteil Sellerstraße [Planungsgebiete A und E] werden dagegen durch eine eher homogene architektonische Substanz charakterisiert — u.a. die Straßenfront des Werksteils Sellerstraße an der Müllerstraße und an der Sellerstraße.

Aufgrund der hochgradigen Überbauung und der überwiegend verschachtelten Bauweise ist die interne Erschließung  schwierig und nur im Werksteil Sellerstraße gibt es eine klare interne Mittelachse in Ost-West-Richtung. Eine Vielzahl von Gebäuden kann nur von Innen erschlossen werden, da die andere Seite gleichzeitig die Werksgrenze zum externen Straßenraum darstellt.

 Plakat der be-berlin-Kampagne am Parkhaus 

Zur Konsolidierung der Mitarbeiter-Parkplätze [i.G. 1570 WEP] wurden Parkhäuser, eine Tiefgarage unter der Hauptverwaltung sowie oberirdische Stellplätze auf dem Werksgelände errichtet.

 Kreuzung Müllerstraße und Fennstraße 

Zudem bietet die innerstädtische zentrale Lage mit sehr guter Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel [S- und U-Bhf. Wedding, U-Bhf. Reinickendorfer Straße, diverse Buslinien] viele Möglichkeiten, den Standort zu erreichen.

Zwar ist nach dem Wegfall der Berliner Mauer die Randlage des Stadtteils Wedding aufgehoben und die städtebauliche Entwicklung beginnt, den entstandenen Rückstand aufzuholen, doch verbleiben bis heute im Süden und Osten noch unentwickelte und trennende Areale im Bereich des ehemaligen Grenzstreifens, die noch umgenutzt und revitalisiert werden müssen.

Die Gliederung des Werkes


Der Standort Berlin gliedert sich funktional in fünf Bereiche:

  • Verwaltung an der Müllerstraße, mit Zusatzflächen / -gebäuden östlich der Müllerstraße im Planungsgebiet D ["Reinickendorfer Straße"] und Gerichtstraße 27 sowie zwei Mietgebäude.

  • Forschung

  • Pharmazeutische Entwicklung

  • Produktion [SCB]

  • Infrastruktur [insbesondere Energie, Feuerwehr, Parkhäuser]

Jeder Bereich hat eine spezifische Entwicklungsperspektive, die nach der Zusammenführung der Pharma-Bereiche von Schering und Bayer Health Care fortgeschrieben, bzw. modifiziert werden muss.

Im Rahmen einer mittel- bis langfristigen Standortentwicklung sind für die Einzelbereiche mehr oder weniger unabhängige Entwicklungsszenarien aufzustellen und miteinander zu harmonisieren.

Je nach der Dynamik der Entwicklungsprozesse ergibt sich am Standort ein unterschiedlich großer, bzw. akuter Handlungsbedarf, der die Bereitstellung von Flächen für die jeweiligen Funktionen bedingt. Bei den erforderlichen Flächen kann es sich dabei um langfristige Reserveflächen handeln, aber auch um kurzfristig bereitzustellende Baufelder. Die Immobilien-Strategie bzw. -Politik des Unternehmens ist hierauf abzustimmen.

Die Situation am Standort Berlin lässt auf dieser Basis derzeit folgendes funktionales Leitbild  als wahrscheinlich erscheinen:

 Fennstraße   Fennstraße   Fennstraße   Fennstraße   Fennstraße   Fennstraße 
  • Die Konsolidierung der pharmazeutischen Produktion ist abgeschlossen. Mittelfristig ist kein Erweiterungsbedarf ersichtlich. Langfristig besteht die Option einer Erweiterung im Bereich der westlich angrenzenden Flächen [Ostseite der Tegeler Straße, Planungsgebiet B]
 Sellerstraße — Osten   Sellerstraße — Osten   Sellerstraße — Osten   Sellerstraße — Osten   Sellerstraße — Osten   Sellerstraße — Osten 
  • Die Konsolidierung der Infrastruktur [insbes. Energieversorgung] ist abgeschlossen.
 Sellerstraße — Westen   Sellerstraße — Westen   Sellerstraße — Westen   Sellerstraße — Westen   Sellerstraße — Westen   Sellerstraße — Westen 
  • Der Verwaltungsbereich ist teilweise dezentral strukturiert und erstreckt sich auch auf periphere und angemietete Gebäude. Hier besteht [geringfügiger] Konsolidierungsbedarf, der auf dem Kerngelände [Erweiterung P300, Umbau S105 und im Entkernungsbereich Werksteil Müllerstraße [Planungsgebiet C] gedeckt werden kann. Für einige signifikante Gebäude an der Müllerstraße besteht Sanierungsbedarf.
 Nordhafen   Nordhafen   Nordhafen   Nordhafen   Nordhafen   Nordhafen 
  • Der Bereich Entwicklung präsentiert sich derzeit relativ heterogen in den jeweiligen Mittelteilen der Werksteile Müllerstraße und Sellerstraße. Im Werksteil Müllerstraße [Planungsgebiet C] steht der Abzug der chemischen Entwicklung nach Wuppertal an, so dass hier viele Gebäude freigemacht und die Flächen anderen Funktionen [wie z.B. der Verwaltung] zur Verfügung gestellt werden könnten. Ausdehnungsmöglichkeit für die verbleibende pharmazeutische Entwicklung besteht auf dem Streifen südlich der Fennstraße [ehem. Zimmermann-Gelände, Gebäude S141].
 Bahnlinie — westlicher Teil   Bahnlinie — westlicher Teil   Bahnlinie — westlicher Teil   Bahnlinie — westlicher Teil   Bahnlinie — westlicher Teil   Bahnlinie — westlicher Teil 
  • Der Bereich Forschung zeigt das derzeit am Standort firmen-strategisch größte Entwicklungspotential — einerseits gegeben durch Ersatzbedarf [z.B. Gebäude S105] und Erweiterungsbedarf in verschiedenen Spezialgebieten — aber auch durch die Umsetzung möglicher innovativer Forschungs-Potentiale mit den anderen Bayer-Pharma-Forschungszentren. Hierfür stehen Reserveflächen westlich des derzeitigen Forschungs-Komplexes nördlich der Sellerstraße zur Verfügung.
 Bahnlinie — östlicher Teil   Bahnlinie — östlicher Teil   Bahnlinie — östlicher Teil   Bahnlinie — östlicher Teil   Bahnlinie — östlicher Teil 

Die einzelnen Entwicklungsszenarien basieren auf der Nutzung des Entwicklungspotenzials im Westbereich bzw. an der westl. Peripherie der Werksteile Müllerstraße und Sellerstraße, vorausgesetzt, dass der Forschungsschwerpunkt Berlin-Wedding der Bayer Schering Pharma AG mittel- bis langfristig auszubauen und zu stärken ist. Auf diese Kernaussage beziehen sich auch die unterschiedlichen Teile möglicher Aufgabenstellungen.

Die Firmen- und Baugeschichte


1851 eröffnet der Apotheker Ernst Schering in der Chausseestraße 21, am damaligen Nordrand Berlins, die "Grüne Apotheke".

 Weddingplatz 

Zunehmender Erfolg und Anerkennung [1855 erhält er eine Medaille auf der Pariser Weltausstellung für die Reinheit seiner Produkte] veranlassen ihn, zu expandieren, und er kauft 1857 ein erstes Grundstück knapp 2 km entfernt an der Müllerstraße 171.

Hier entsteht 1864 die Chemische Fabrik E. Schering, aus der 1871 die Chemische Fabrik auf Actien [vormals E. Schering] hervorgeht.

1922 erwirbt die Mehrheit an dieser AG die Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG, die zuvor bereits die C.A.F. Kahlbaum GmbH erworben hatte.

1927 fusioniert die Chemische Fabrik auf Actien [vorm. E. Schering] mit der C.A.F. Kahlbaum GmbH zur Schering-Kahlbaum AG. Aus der Verschmelzung der Kokswerke und Chemische Fabriken AG mit der Schering-Kahlbaum AG entsteht 1937 die Schering AG.

 ZAW 

Der Stammsitz des früh weltweit tätigen Unternehmens bleibt in Berlin-Wedding; bis zum 2. Weltkrieg entsteht hier entlang der Müller- und Fennstraße ein weitgehend geschlossenes Werksgelände, das sich nach Kriegsende im Zuge des Wiederaufbaus bis zur benachbarten Sellerstraße ausdehnt.

Durch die Teilung der Stadt und den Bau der Berliner Mauer 1961 ergeben sich für das Unternehmen erhebliche infrastrukturelle Veränderungen, da sich das Firmengelände jetzt in Randlage der Westsektoren, nur wenige hundert Meter von der neuen Grenze entfernt, befindet. Trotz aller Widrigkeiten bleibt der Firmensitz in Berlin.

1968 findet ein Architekturwettbewerb für das neue Verwaltungs- und Forschungszentrum statt, der den Anstoß für weitreichende Planungsüberlegungen gibt, die schließlich zur Neukonzeption des Werkes Berlin-Wedding führen.

 Ansicht Müllerstraße 

1974 wird das neue Verwaltungszentrum an der Müllerstraße und 1976 das neue Forschungszentrum an der Sellerstraße errichtet.

Außerdem entsteht 1987 an der Sellerstraße ein neues Zentrales Aus- und Weiterbildungs-Zentrum [ZAW], für das der Architekt vom Bundesbauministerium eine Auszeichnung in Gold erhält.

 P300   P300   P300   P300 

Aufgrund der akuten Raumnot am Standort Wedding wird 1989 ein internationaler Architektenwettbewerb für das Bürogebäude mit Humanpharmakologie [P300] ausgelobt.

 Supply Center Berlin 

Durch den Fall der Berliner Mauer und den Wegfall der Berlin-Förderung ergeben sich in den 90er Jahren neue Herausforderungen. In deren Folge und aufgrund der sich verändernden Märkte sowie der zunehmenden Globalisierung wird der Konzern ab 1.1.1994 ein reines Pharmaunternehmen. Ende der 90er Jahre erfolgt die Konsolidierung und Neuausrichtung der pharmazeutischen Produktion im Supply Center Berlin [SCB].

Mit der Übernahme der Schering AG durch die Bayer AG im Jahr 2006 [unter dem Namen Bayer Schering Pharma AG] bleibt die Bedeutung des zentralen Standortes Berlin — insbesondere im Bereich Forschung — erhalten, die Standortentwicklung wird fortgesetzt und gegenwärtig in das bestehende bzw. entsprechend anzupassende Forschungs- und Produktionskonzept der Bayer Health Care AG integriert.


Berlin im Oktober 2008