?????????
???????

Bitte aktualisieren Sie Ihren veralteten Browser Internet Explorer 6 auf eine neuere Version wie 7 oder Version 8.


Ihr Browser kann viel schöne Effekte nicht darstellen, weil die dahinterstehenden CSS-Regeln nicht oder nur falsch angewandt werden.


Adresse: http://www.microsoft.com/germany/windows/internet-explorer/download-ie.aspx


???????????

???????
?????
???
?



 Home: Die Auswahl aller Projekte
Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft 
im BDI e.V.
 






Die alte Visitenkarte       Die Visitenkarte
      für ein
      global operierendes
      Unternehmen
Bitte die Rechte am Foto achten!
Platz.0






































Abstract der Entwurfsidee


Platz.0 ist eine künstlerisch, architektonische Versuchsreihe. Dabei werden Orte und Nichtorte des Bayer Schering Pharma [BSP] Konzerns durch virtuelle Komponenten — z.B. Live-Video Übertragung — miteinander verknüpft.
Das Ziel ist es dabei, einen Platz zu erschaffen, der sowohl Besuchern ein Bild der Atmosphäre in dem gesamten Konzern vermittelt als auch den Mitarbeitern ein neues Gefühl für ihren Konzern gibt.



Entwurf


Platz.0



Wie lässt sich das Werk im Wedding zu dem globalen PharmaQuartier Berlin transformieren? Eine Frage, die sich bestimmt auf viele Arten und Weisen beantworten lässt.

Die Idee, die mir zu dieser Aufgabenstellung gekommen ist, zielt vor allem auf die erwünschte Öffnung des BSP Areals und auf den globalen Aspekt des Unternehmens ab.
Meine Hauptmotivation war daher ein Bild — mehr noch einen Zustand des globalen Netzwerkes des Konzerns  zu entwickeln, das ebenfalls auch das Interesse von Besuchern erwecken sollte.
Für dieses Ziel fasste ich schnell den Entschluss eine Verknüpfung mit anderen Bayer Schering Standorten zu erarbeiten, da diese gewisse lokal verortbare Standbeine des globalen Unternehmens darstellen. Als verknüpfendes Element soll das Internet dienen, das ja selbst viele virtuelle Bilder der Globalität formt. Da bereits Vernetzungen in Form von Telefon- oder Videokonferenzen stattfinden, habe ich mir diese als Vorbild genommen und will deshalb mit Hilfe von Live-Videoübertragungen arbeiten.

Die Idee dabei ist, eine Vernetzung zu schaffen, die über einen Konferenzraum hinausgeht — und ihn sozusagen öffnet. Es soll dabei nicht mehr an die Handlung des "sich in einer Konferenz befinden" gedacht werden, sondern an die Handlung des "sich in einem vernetzten Raum befinden".
Dieser "vernetzte Raum" soll dabei so erschaffen werden, das er als Zustand wahrgenommen wird, sich quasi als virtuell, architektonische Gegebenheit darstellt.

Um diesen Zustand herzustellen, habe ich mir vorgenommen, mich diesem in drei Schritten zu nähern. Diese drei Schritte sehe ich als Versuche an und sie sollen so auch den künstlerisch, architektonischen Prozess in die Nähe der Forschung rücken. 
Als Ziel sehe ich einen Platz, der sowohl als Platz im herkömmlichen Sinne — zum Kommunizieren und Verweilen — funktioniert, aber auch durch die dauerhafte Live-Übertragung von Bildern der anderen Standorte einen weiteren Raum eröffnet. Diese Raumerweiterung soll zum einen Interesse bei Besuchern hervorrufen zum anderen ein Bewusstsein für die globale Struktur und Handlungsabläufe des Bayer Schering Konzerns erzeugen.
Mit diesen Versuchen könnte sich Bayer Schering Pharma als Unternehmen zeigen, dass versucht neue Wege der virtuellen Verknüpfung zu gehen und an diesem technisch sozialen Experiment auch Besucher — im besonderen Menschen aus dem Wedding — teilhaben lässt.

Nun folgt eine genauere Beschreibung der einzelnen Schritte.



Schritt   1         +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Als Hommage an den Film "Die Arbeiter verlassen die Lumière-Werke" [La Sortie de l’Usine Lumière à Lyon oder auch La Sortie des usines Lumière, 1895] sollten die ersten Aufnahme- und Abspielstandpunkte an den Ein- und Ausfahrten der Gebäude liegen.
Dabei wird per Kamera, die mit dem Internet verbunden ist, an dem Standort Berlin und einem anderen [z.B. Berkeley] aufgenommen und per Live-Übertragung an den jeweils anderen Standort übermittelt. Aufgenommen wird dabei, je nach den Räumlichkeiten des Durchgangsortes, eine ähnliche Raumsituation.



Zum Beispiel werden an zwei Ausfahrten mit Seitenwand jeweils an dieser Wand die Bildschirme und Kameras angebracht, die jeweils im selben Winkel zu dem Bildschirmen aufnehmen.
Als Bildschirme sollen, je nach Standort, entweder LCD Großbildschirme oder LED VideoWalls benutzt werden. Die Bildträger sollen von außen einsehbar sein.
Dieser Versuch zielt auf eine Erweiterung eines klassischen Nichtortes.

Die Erweiterung soll sich durch eine Spiegelwirkung der Videos erzeugen, die Ähnliches von einem ganz anderen Ort zeigen.

Ein gezielt unspektakuläres Auftreten soll eine Akzeptanz für die Videoübertragung als gegebenes, real Existierendes bringen. Des Weiteren soll durch diese Zurschaustellung der Abläufe an den Ein- und Ausfahrten auch ein Gefühl für die unterschiedlichen Rhythmen der einzelnen Standorte entstehen, um so auch eine Selbstreflexion des eigenen Rhythmus zu erzeugen. Auch eine gewisse Neugier soll dabei entstehen. Meine Vorstellung dabei ist die, dass ein Bayer Schering Mitarbeiter immer zu ähnlicher Zeit das Gebäude betritt oder verlässt und dabei bemerkt, dass auf der Leinwand — also am Standort x — auch jemand immer zur gleichen Zeit das Gebäude verlässt.



Schritt   2         +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Als nächste Stufe ist eine persönlichere Verknüpfung geplant. Zu diesem Zweck sollen in den Standorten Wuppertal und Berlin zwei identische Cafés gebaut werden mit einer integrierten Video Wand aus LCD Bildschirmen. Dabei wird wieder eine Live-Übertragung geschaltet und wie eine Spiegelfläche in Originalgröße gezeigt. Die Cafés sollen dabei so aufgebaut sein, dass die Videowand als abschließende Wand fungiert und die restlichen Wände aus Glas bestehen, um so auch einen Ausblick zu gewähren.




Die Bauten sollen als Module verstanden werden, die sich in die umgebende Architektur einfügen lassen.


Hierbei besteht nun der Gedanke, einen typischen Aufenthaltsort zu schaffen und diesen durch die Live-Übertragung fest mit einem anderen Ort zu verknüpfen. Dabei soll die Projektion zum einen durch ihre Spiegelähnlichkeit  einen überraschenden und verstörenden Effekt bei neuen Besuchern erzielen und zum anderen für Stammgäste zu einem Wiedererkennungseffekt führen.


Auch ergibt sich nun die Wahlmöglichkeit, entweder aus dem realen Fenster zu sehen oder aus dem "Fenster" in der Übertragung.



Schritt   3         +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Im dritten Schritt wird ein weiterer Platz gestaltet. Dieser Ort wird mit Großbildschirmen als festen Komponenten ausgestattet, die so ausgerichtet werden sollen, dass sie nicht als Eingrenzung sondern Erweiterung verstanden werden können. Gezeigt werden  Bayer Standorte weltweit, die entweder einen ähnlich ausgestatteten Platz haben oder auch nur einen Großbildschirm, der mit dem Standort Berlin verknüpft ist.


Die Plätze sollten möglichst an einen Knotenpunkt von Fußwegen liegen, um die Chancen für ein zufälliges Sehen im vorbei gehen zu erhöhen.
Aus energetischen Gründen sind gleich geschaltete Bewegungsmelder zu überlegen. Zukünftig wäre möglicherweise aber auch durch eine Weiterentwicklung in der LED Beamer-Technik, ein Vollzeitbetrieb  denkbar. Hierbei ist auch an eine Erweiterung durch Richtmikrophone und Lautsprecher zu denken.
Die Videowände werden im Kreis um den Platz angeordnet. Die Reihenfolge der einzelnen Übertragungen werden dabei, bezogen auf die Standorte, von Ost nach West aneinander gereiht, so dass sich — durch die zeitlichen Unterschiede — ein ganzer Tag präsentiert, mit einem Sonnenaufgang auf der einen Seite und einen Sonnenuntergang gegenüber. Insgesamt wären es also sechs Videowände, mit Übertragungen von Osaka, Singapure, Wuppertal, Montville, Mexiko City und Berkeley.


Somit wird ein spektakulärer Effekt erzeugt, indem man gleichzeitig einen Sonnenuntergang und Aufgang betrachten kann, aber auch ein Bild der Größe des Unternehmens Bayer Schering Pharma. Zugleich aber soll auch auf die Beschaffenheit des Konzerns und der Rolle des Mitarbeiters hingewiesen werden. Denn durch diese Präsentationsform, die die Tageszeit  gewissermaßen außer Kraft setzt, lässt sich meines Erachtens am ehesten ein Bild des Konzerns als übergeordnetes, abstraktes System erstellen. Im Gegenzug dazu steht dann aber der Fokus auf die Mitarbeiter, da ja auf den Bildschirmen auch immer diese zu sehen sind und so eine Personifizierung stattfindet. Meines Erachtens kann so auch eine gewisse Entmystifizierung des Gesamt-Konzerns erreicht werden, da wahrscheinlich hauptsächlich Menschen zu sehen sind, die entweder neugierig in die Kamera schauen oder eben ihrem Tagesgeschäft nachgehen.


Natürlich würde  sich dieser Platz auch für Übertragungen von Sportereignissen oder anderen Großereignissen wie Wahlen oder ähnlichem eignen — wobei sich diese Screenings dann in das Umfeld der anderen Bayer Schering Standortübertragungen einfügen würden und so einen Vergleich mit anderen Umgangsweisen zu gleichen Ereignissen herstellen könnten.
Als Zentrum des Platzes wäre ein Glasbau möglich, in dem ein automatisch betriebenes Screening Labor läuft, das von allen Seiten gut einsehbar ist. Dieses Labor könnte man per Internet steuern lassen und frei geben für die Open Source Forschung. So ließe sich auch eine Öffnung der Wissensressourcen schaffen. Der Zugriff für dieses Labor könnte sich mittels internationaler Wettbewerbe, z.B. unter Studenten, ermitteln lassen.



Präsentation





Entwerfer


Anton Theileis
Universität der Künste Berlin

Platz.0