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 BSP Reloaded — Gateway to New Berlin 

































Abstract der Entwurfsidee


Das derzeitig hermetisch abgeschlossene Areal wird in einen integrierten, starken Knoten des Stadtnetzwerkes Berlin transformiert und langfristig komplett überformt. Wir sehen das Gebiet als Gateway. Es soll eine Schnittstelle zwischen dem Wedding und dem neuen Berlin entstehen — mit dem aufstrebenden Heidestraßen-Areal und dem Regierungsviertel, entstehen.


Unser Entwurf ist keine einmalige städtebauliche Intervention, sondern ein verlaufsoffener Prozess. Diese evolutionäre Entwicklung, in Form eines Masterprozesses ermöglicht es Bayer Schering Pharma [BSP] künftig flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und selbst neue Maßstäbe zu setzen. Umgesetzt wird dieser Prozess durch ein segmentielles Wachstum, welches ermöglicht vorhandene Strukturen einzubinden, sowie neue Gebäude den Anforderungen entsprechend zu schaffen. Gestartet wird dieses Wachstum durch Impulspunkte  am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal.

Im Endzustand werden im PharmaQuartier Bayer Schering belebte Straßen- und Platzfolgen mit eigener Identität ein kommunikatives und hochwertig gestaltetes Arbeitsumfeld schaffen.

Die interne Vernetzung sämtlicher Abteilungen und Mitarbeiter wird mit dem Instrument der Synapting Landscape  erreicht. Dieses Werkzeug ist zum einen hochwertig gestalteter, identitätsgebender Außenraum, zum anderen das verbindende Element mit einer Vielzahl von Funktionen.

Dieses Konzept wird auch in den Gebäuden umgesetzt. Modulare Teamstrukturen und ein kommunikatives Zentrum schaffen ein zukunftsfähiges Arbeitsumfeld.



Entwurf


BSP Reloaded — Gateway to New Berlin



Aufgabe



Bayer Schering Pharma kann auf lange Sicht mit den vorhandenen Strukturen am Standort nicht konkurrenzfähig arbeiten. Hauptprobleme stellen die verschachtelte Gebäudesubstanz, mangelhafte Vernetzung intern und mit dem Umfeld sowie überholte Arbeitsstrukturen dar.


Bayer Schering Pharma [BSP] sucht nach visionären Lösungsansätzen für ein innerstädtisches Pharma Quartier, welches zukunftsfähiges Forschen, Entwickeln und Produzieren in der Mitte Berlins ermöglicht. Hierbei sollen wichtige Unternehmensziele wie Priorität für Innovation, Transparenz und Kommunikation mit dem Umfeld auch architektonisch verkörpert werden. Der Weltkonzern BSP sucht eine global lesbare architektonisch-städtebauliche Visitenkarte für das 21. Jahrhundert.

Analyse



Ausgangspunkt unseres Entwurfes stand eine ausführliche Analyse auf verschiedenen Ebenen.

In den letzten 150 Jahren ist das Werk unter dem Einfluss vielfältiger wirtschaftlicher und politischer Faktoren auf die heutige Größe gewachsen. Die bauliche Entwicklung erfolgte jeweils von der nord-östlich begrenzenden Müllerstraße in Richtung Südwesten, Richtung Schifffahrtskanal bzw. Nordhafen.

Durch die über viele Jahre stückweise Erweiterung des Werkes, finden wir heute eine überwiegend heterogene Baustruktur vor, die in großen Teilen des Werkes in ihrer verschachtelten Bauweise Probleme bei der Erschließung bzw. den internen funktionalen Abläufen bereitet und eine ideale Vernetzung der einzelnen Bereiche nahezu unmöglich macht.

Ein weiteres Problem stellt die Zerschneidung des Werks durch die vielbefahrene Fenn- und die Sellerstraße dar, die ebenfalls hinderlich für die funktionalen Abläufe des Werkes sind. Die beiden Straßen sind Teil wichtiger Verkehrsachsen, die prägend für den Standort sind. Neben den Ost-West-Verbindungen ist die Müllerstraße als Teil der ehemaligen Stadterweiterungsachse Friedrichstraße, Chausseestraße, Müllerstraße eine der Haupteinfallstrassen ins Zentrum Berlins.

Neben den vielbefahrenen Straßen befindet sich am nord-westlichen Ende des Grundstücks ein bis zu 20 m hoher Bahndamm mit der Fernverkehrsstrecke, die über eine Brücke süd-westlich von BSP zum neuen Hauptbahnhof führt. Des Weiteren befindet sich dort der S-Bahn-Ring mit dem S-Bahnhof Wedding. Künftig wird die S-Bahn-Linie 21 ebenfalls vom Hauptbahnhof kommend zum S-Bahnhof Wedding über einen Neuen Bahnhof  Perleberger Brücke den Anschluss an den Nahverkehr noch weiter aufwerten.

Der Bahndamm  mit der Brücke der Fernverkehrsstrecke bildet eine klare Raumkante und schneidet den Bereich des BSP-Werkes vom Wedding ab. Zur verkehrstechnisch hervorragenden Lage  trägt die U-Bahn Linie 6 unter der Müllerstraße sowie die gute Anbindung an das Stadtbusnetz bei. Komplettiert wird die Vernetzung mit den städtischen Verkehrsadern durch den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal mit Fuß- und Radweg.

Bayer Schering Pharma [BSP] ist Bestandteil eines Gesundheitsclusters bestehend aus Rudolf-Virchow-Klinikum, Bundeswehrkrankenhaus und Charité welches sich entlang des Kanals entwickelt hat. BSP liegt mitten im hochkarätigen Pharma- und Medizin-Kompetenzzentrum. Die Vernetzung von Bayer Schering mit den Krankenhäusern im Bereich der Klinischen Entwicklung ist bereits ausgeprägt, jedoch ist die städtebauliche Verbindung etwa entlang des Kanals unterentwickelt. Momentan zeigt sich jeder Baustein als mehr oder weniger abgeschottete Einheit, die sich wenn überhaupt, dann nur sporadisch der Stadt öffnet. Des Weiteren kommt in den nächsten Jahren mit dem Bundesnachrichtendienst [BND] eine weitere abgeschlossene Großstruktur hinzu und erweitert die Aneinanderreihung von abgeschotteten Stadtbausteinen, die der Öffentlichkeit und der Allgemeinheit vorenthalten bleiben und nur Resträume übrig lassen. Hier sehen wir Handlungsbedarf.

Die Müller- und die Chausseestraße sind geprägt durch eine Platzfolge deren Bestandteil der Weddingplatz ist. Am Weddingplatz befindet sich die Zentrale der Bayer Schering Pharma AG und ist somit die momentane Hauptzugangsseite zum Werk. Zurzeit nimmt man den Weddingplatz mehr als Verkehrsknotenpunkt zweier sechsspuriger Straßen war, denn als städtischen Platz mit Aufenthaltsqualität. Die Schnittstellenfunktion zwischen Werk und Stadt wird nur ungenügend bis gar nicht erfüllt.

Obwohl der Weddingplatz  täglich von tausenden Menschen im Auto, Bus oder zu Fuß frequentiert wird, werden seine öffentlichen Potentiale an der Nord-Ost Seite des Werks nicht ausgenutzt. Es ist ein wie Fenn- und Sellerstraße nur Transitraum.

Im Südosten befinden sich ein Verwaltungsgebäude und Support-Einrichtungen wie die Werksfeuerwehr. Angrenzend befindet sich ein Sportpark  mit u. a. Eisstadion, Fußballplatz und Tennisanlagen. Dieses Sportareal wird über den Stadtteil hinaus genutzt und bildet mit dem Flusslauf der Panke einen fließenden, weichen Übergang zum Werk.

Die Potentiale des Grünraums entlang dem Flüsschen Panke  werden momentan nicht genutzt, es gibt aber mehrere Projekte der Aufwertung, u.a. den Park an der Mündung in den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal.

Ganz im Gegensatz zu diesem weichen Übergang stellt die Nord-West-Seite mit dem Bahndamm als regional und überregional wichtige Verkehrsader eine harte Barriere dar und trennt das Werk vom Rest des Wedding. Diese Raumkante zieht sich mit der Eisenbahnbrücke bis in Richtung Heidestraßen-Areal. Hier bietet das Ufer entlang des Kanals  und am Nordhafen die Möglichkeit der Korrespondenz mit dem neuentstehenden Quartier Heidestraße. Hier sehen wir das größte Entwicklungspotential.
Auch eröffnet sich die Möglichkeit, die Verbindung entlang des Kanals mit der Innenstadt und die Verknüpfung des Gesundheitsclusters noch weiter zu stärken.

Heute zeigt sich der Nordhafen  als idyllisches Kleinod und bietet Rückzugsmöglichkeiten hinsichtlich Freizeit und Erholung.

Das Werk selbst gliedert sich wie folgt: Am Weddingplatz befindet sich die Hauptverwaltung. Gegenüber der Sellerstraße die Verwaltung der Klinischen Entwicklung. Entlang der Müllerstraße sowie entlang der Fennstraße befinden sich verstreut ebenfalls Verwaltungsgebäude. Zwischen Fenn- und Sellerstraße befinden sich die Forschungs- und Entwicklungsgebäude; Richtung Nordhafen liegt das Ausbildungs- und Schulungsgebäude sowie ein einzelnes Wohngebäude mit Parkplätzen und zwischengenutzten Brach- bzw. Reserveflächen.

Entlang des Bahndamms befinden sich Laborgebäude, die zum Teil leer gezogen werden, sowie das älteste Gebäude, das Scheringianum, was als denkmalgeschütztes Gebäude als Keimzelle des Werkes bezeichnet werden kann und ein kleines Museum mit Bibliothek enthält. Weiterhin befinden sich das gasbetriebene Kraftwerk sowie das Supply Center Berlin [SCB] — das kompakte Produktionsgebäude — auf diesem Baublock nördlich der Fennstraße. Am südwestlichen Ende befinden sich Blockrandbebauung mit Wohn- und Geschäftsnutzung, welche als Reserveflächen dienen. Außerhalb dieser drei Blöcke befinden sich noch zwei Parkhäuser, der Werkskindergarten sowie einzelne Verwaltungsgebäude.

Nach außen stellt sich das Werk als abgeschlossenes, umzäuntes Areal dar, welches für die Öffentlichkeit gänzlich verschlossen ist.

Dem vorhandenen Sicherheitsbedürfnis wird Rechnung getragen auf Kosten der Einbindung in das Stadtgeflecht und auf Kosten einer positiven Wahrnehmung im Stadtraum. Hier sehen wir den Ansatz unseres Entwurfes: Am Schnittpunkt zwischen Wedding und dem Neuen Berlin ein offenes Werk zu schaffen, ein Gateway zum Neuen Berlin.

Konzept



Wie die kurze Analyse des Areals und der näheren Umgebung zeigt besteht Handlungsbedarf, um die von Bayer Schering Pharma gesteckten Ziele für das zukünftige Konzerngelände zu erreichen.

Das Konzept unseres städtebaulichen Ansatzes besteht daher darin, das momentan geschlossene und für die Öffentlichkeit unzugängliche Werk zu einem integrierten Stadtbaustein werden zu lassen und somit das Potential der innerstädtischen Berliner Lage auf dem Gelände erlebbar zu machen.


Um diese Neustrukturierung von einem hermetisch abgeschlossenen Hochsicherheitsareal zu einem stadtverträglichen Werk zu ermöglichen, sehen wir das Gebiet — auch aufgrund seiner Lage im Stadtraum — als Vermittler beziehungsweise Gateway. Es soll eine Schnittstelle zwischen dem Wedding — mit seinen sozialen Brennpunkten, aber durchaus positiven Entwicklungstendenzen — und dem Neuen Berlin werden — mit dem neu entstehenden Heidestraßen-Areal und dem bundesdeutschen Machtzentrum um Bundestag und Kanzleramt werden.

Diese Verbindung soll auf spannenden Pfaden abseits der stark befahrenen Fenn- / Sellerstraße mit teils öffentlichen Nutzungen entstehen.


Als Initialzündung setzen wir Impulspunkte am Ufer des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals und rollen so das Gebiet "von hinten" neu auf. Dadurch kehren wir die momentane Werkserweiterungsrichtung von der Müllerstraße in Richtung Nordhafen um und erneuern das Werk schrittweise vom Nordhafen in Richtung Müllerstraße. Somit kann sich das Werk dem Heidestraßen-Areal, dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und dem Neuen Berlin mit dem Regierungsviertel öffnen.

Diese Umkehrung ermöglicht es außerdem, zuerst ungenutzte Baufelder zu besetzen und dann in den nächsten Schritten Bestand freizuziehen um einen reibungslosen Verlauf der Strukturierungs- und Neubaumaßnahmen im laufenden Betrieb zu gewährleisten.

Bei der Auswertung der Analyse und der Erarbeitung unseres Entwurfes wurde schnell klar, dass ein modernes Pharmawerk, welches den Forschungs- und Arbeitsmethoden des 21. Jahrhunderts entsprechen soll, nur durch eine komplette Überformung und Neustrukturierung des vorhandenen Werkes möglich ist, da die vorhandenen Strukturen zu willkürlich, nach kurzfristigem Bedarf und ohne einen übergeordneten Masterplan gebaut und ausgeführt worden sind. Dadurch sind vor allem gravierende Mängel in der internen Verbindung der Gebäude untereinander sowie der Durchwegung des Gebietes im Allgemeinen entstanden.

Wir erhalten wenige Kernelemente des Werkes:

Die restlichen Teile des Werkes werden schrittweise überformt und neu strukturiert.

Aufgrund dieser Vorgehensweise schlagen wir die Segmentierung des Masterplans vor. Diese ermöglicht es Bayer Schering Pharma flexibler mit den neu entstehenden Baumassen umzugehen, und so bei Bedarf kleinere bzw. größere Bauvolumina entstehen zu lassen. Als verbindendes Element dient dabei die Außenraumgestaltung, welches diese Segmentierung aufnimmt und sich somit bestmöglich an die verschiedenen Szenarien anpassen kann.

Masterprozess




Wegen der benötigten Flexibilität und dem Umbau im laufenden Betrieb halten wir bei dieser städtebaulichen Bearbeitung keinen gewöhnlichen Masterplan, sondern vielmehr einen Masterprozess  für notwendig. Diese verlaufsoffene evolutionäre Entwicklungsplanung in Form eines Masterprozesses ermöglicht es Bayer Schering Pharma schrittweise das Gelände ohne Einbußen der Produktions- und Forschungsleistung umzustrukturieren und neu zu bebauen.

Die Bayer Schering Pharma AG kann auf der Basis der Segmentierung dieses Entwurfes die generierten Flächen je nach kommenden Nutzungs- und Bedürfnisanforderungen variieren und so mit den kürzer werdenden Halbwertszeiten der Methoden im Bereich von Entwicklung und Forschung Schritt halten.

Daher gehen wir bei unserem Entwurf von einem Szenario aus, wie sich das ganze Werk bis zu einem möglichen und vorstellbaren Endstadium entwickeln könnte.

Masterplan 1 : 2500

Masterplan 1 : 1000

Impulspunkt Bayer Schering Forum



Unser Szenario beginnt mit der Setzung eines Impulspunktes am Nordhafen. Dieser soll den neuen Kopfpunkt des Werkes ausformulieren und funktional als Bayer Schering Pharma Forum den Eingang zu dem neuen PharmaQuartier markieren. Dabei soll die Qualität des dortigen Grünzuges und die Fläche am Wasser für das Werk gewonnen werden.


In diesem Forum finden die neue Hauptverwaltung, ein Ausbildungs-, Kongress- und Besucherzentrum, eine Auswahl internationaler Gastronomie sowie die ersten Gebäude der neuen Forschungs- und Entwicklungsachsen ihren Platz. Die Hauptverwaltung entsteht in einem 130 m hohen Turm, welcher der Bayer Schering Pharma AG ein unverwechselbares Gesicht in Berlin geben und es somit an seinem Standort verankern soll.


Im weiteren schrittweisen Wachstum des Szenarios in Richtung Müllerstraße, werden zuerst weitere Impulspunkte an den südlichen Enden der beiden anderen Blöcke gesetzt. Einen an der Tegeler Straße und einen an der Pankemündung. Sie bilden den Ausgangspunkt einer linearen Struktur in Richtung der S-Bahn-Station Berlin Wedding bzw. entlang der Panke. Auf der Parzelle zwischen Fenn- und Sellerstraße bildet diese eine öffentliche Durchwegung als Road of Science  und gleichzeitig den Spine für die Forschungs- und Entwicklungsachse.

Zwischen diesen drei starken SW-NO-Verbindungen gehen untereinander fußläufig Verbindungen über die Fenn- und Sellerstraße.

In den folgenden Szenario-Abschnitten werden die Blöcke schrittweise in die bereits in den ersten Phasen aufgenommenen Wachstumsrichtung erweitert und geschlossen überformt. An den Schnittpunkten der Achsen und den Endpunkten der Durchwegungen entstehen Platzsituationen, welche mittels verschiedener Größen und der Freiraumgestaltung Identitäten aufweisen und so dem Nutzer eine bessere Orientierung ermöglichen.


Im Endzustand unseres Szenarios  wird ein PharmaQuartier  entstanden sein, in dem belebte Straßen und Platzfolgen, mit eigener Identität, das Bayer Schering Pharma-Werk zu einem integrierten starken Knoten des Stadtnetzwerkes machen:


Städtebauliches Regelwerk [8]



Trotz der evolutionären Entwicklung und der damit verbundenen Verlaufsoffenheit, schreiben wir einige städtebauliche Regeln fest:


Nordhafen   +  +  +  +  +  +  +  + [1/8]


Das Werksgelände soll mit der Uferzone des Nordhafens verwoben werden. Dabei kommt es zu einer Verzahnung der Freiraumplanung mit dem vorhandenen Park und die Berührungsbereiche zwischen Werk und Wasserfläche weiten sich immer mehr auf.

Straßenkanten   +  +  +  +  +  +  +  + [2/8]


Die Seiten des PharmaQuartiers, welche der Fenn- bzw. Sellerstraße zugewendet sind, werden als harte Kanten ausgebildet und bilden einen Kontrast zu der Durchwegung im Inneren des Geländes mit einer Abfolge von Plätzen.

Platzbildung im Areal   +  +  +  +  +  +  +  + [3/8]


An den Kreuzungspunkten der Längs- und Querverbindungen werden Plätze ausformuliert. Des Weiteren bilden die Plätze an den Übergängen zur Stadt die Anfangs- und Endpunkte der Durchwegungen durch das Werk.

Müllerstraße   +  +  +  +  +  +  +  + [4/8]


Die Straßenlinie der Müllerstraße wird von der flankierenden Bebauung aufgenommen und bei den Eingangssituationen in das PharmaQuartier zurück gesetzt, um eine geschlossene Bebauungskante mit markierten Zugängen in das Areal entlang der Straße zu schaffen.

Querachsen   +  +  +  +  +  +  +  + [5/8]


Die bislang mangelhafte Verlinkung der drei Werksteile untereinander wird mittels neuer Querverbindungen über Fenn- bzw. Sellerstraße hergestellt. An den Stellen der Querungen weitet sich das Segmentierungsraster der Freiräume auf zwei Achsen auf, um eine normale Erschließung des Quartiersinneren zu gewährleisten und diese Verbindungen zu betonen.

Setzung der Hochpunkte im städtebaulichen Kontext   +  +  +  +  +  +  +  + [6/8]

Der erste Hochpunkt ist die neue Hauptverwaltung am Nordhafen, welche als Wiedererkennungs- und Verortungspunkt für das neue Bayer Schering PharmaQuartier errichtet werden soll. Es wird als klare Hochhausscheibe mit der Ausrichtung nach Berlin Mitte am Bayer Schering Forum entstehen. Das Baufeld ist auf der Achse des stadtauswärts fließenden Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals.


Der zweite Hochpunkt soll am Weddingplatz entstehen und den neuen Eingang von diesem in das Areal markieren. Er wird in unserem Szenario tangiert von der Müllerstraße, in den Achsen der Reinickendorfer und der Schulzendorfer Straße als 8-10-geschossiges Gebäude entstehen.

Nutzungsverteilung des Endszenarios   +  +  +  +  +  +  +  + [7/8]

Die Nutzungsverteilung im Endszenario schafft ein klar gegliedertes Werk mit ideal vernetzten Bereichen, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Platzprioritätenplan   +  +  +  +  +  +  +  + [8/8]

Die Durchwegung des Geländes ist durch Platzfolgen mit unterschiedlichen Platzprioritäten und –qualitäten gekennzeichnet.

Synapting Landscape



Um das städtebauliche Konzept umsetzen zu können, bedienen wir uns des Werkzeuges der Synapting Landscape.

Diese sind nicht nur hochwertig gestaltete Außenräume, sondern vielmehr das verbindende Element zwischen Blöcken und Gebäuden, die Verknüpfung mit den umgebenden Flächen und Stadträumen, sowie die Umschreibung der Baufelder und die Ausformulierung der Plätze auf dem Areal.

Des Weiteren soll die Synapting Landscape auch die Funktionen der Zufahrten und Aufgänge zu den Tiefgaragen, Verweilorte sowie öffentliche Funktionen wie Restaurants, Kioske und andere öffentliche Attraktoren beinhalten.

Außerdem verleiht die Synapting Landscape dem Werk ein verbindendes, einzigartiges Erscheinungsbild mit Wiedererkennungswert.

Noch wichtiger ist ihre Funktion als verbindendes Element sämtlicher Gebäude untereinander, indem sie bis in die Gebäude fließt und dort ein kommunikatives Zentrum formuliert.

Neue Gebäudestruktur der Forschungs- und Entwicklungsgebäude



Das Laborgebäude  soll im ersten Szenarioabschnitt unseres Masterprozesses am Bayer Schering Forum entstehen. Es ist zugleich das erste Forschungsgebäude des neu entstehenden Forschungs- und Entwicklungsstranges entlang der Road of Science. An diesem Gebäude zeigt sich sehr gut, wie die Synapting Landscape aus der Außenraumgestaltung in die Innenhöfe bzw. Atrien der Gebäude hineinzieht und in ihnen als Erschließungs-, Informations-. Kommunikations- und Erholungsfläche dienen kann. Diese Ausformulierung in den Gebäuden soll, wie bei der Außenraumgestaltung, sehr vielfältig und abwechslungsreich werden, um so Gebäude mit hoher Identität zu schaffen.

Der Baukörper an sich stellt sich als klarer Kubus dar, der zwei Subtraktionen erfährt. Diese werden durch eine deutliche Definition der Zugänge beziehungsweise der Durchdringungen der Synapting Landscape definiert. Dadurch entsteht auf der Fassade zum Bayer Schering Forum sowie der Road of Science eine Glasfuge, welche an den Eingängen vertikal aufreißt. In dieser Glasfuge befindet sich ein Restaurant, welches sich zum Platz orientiert.

Die Fassade zur Fennstraße wird im ersten Geschoss von der Synapting Landscape  geöffnet und ermöglicht es aus dem Bibliotheksbereich auf einen kleinen Außenbereich hinauszutreten.

Die Labor- und Bürogrundrisse sind als Lab-in-Office-Strukturen im 3,6-m-Raster konzipiert und lassen sich flexibel bespielen und für unterschiedliche Teamgrößen aufteilen. Diese Grundrisse ermöglichen, die Funktionen und Gruppengrößen flexibel zu halten. Im Erdgeschoss liegt — umgeben von mehreren Gruppen- und Einzelarbeitsplätzen und überdeckt von der Synapting Landscape — ein Großraumlabor. Dieses soll es den Forschern ermöglichen, auch größere Maschinen und Versuchseinheiten für ihre Forschung und Entwicklung zu nutzen. Ein zweiter Sonderbaustein ist die frei auf die Synapting Landscape gestellte Meetingbox. Diese soll die Möglichkeit eröffnen — neben den gruppeninternen Konferenzbereichen — sich auch gebäudeextern mit anderen Forschungsabteilungen zu  treffen und zu kommunizieren, um somit erfolgreicher zu forschen.

Mit diesem Umgang der Synapting Landscape sowie der flexiblen Modulstruktur der Forschungs- und Entwicklungsgebäude schließt sich der Kreis aus Städtebau und Architektur.



Pläne und Präsentation





























Entwerfer


Roland Hereth / Johannes Pätzold
Technische Universität Dresden

BSP Reloaded — Gateway to New Berlin