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Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft 
im BDI e.V.
 






Die alte Visitenkarte       Die Visitenkarte
      für ein
      global operierendes
      Unternehmen
Bitte die Rechte am Foto achten!
Diese Kontaktzonen sind die IMPULSFELDER des Unternehmens.



































Abstract der Entwurfsidee


Innovation braucht Inspiration, Kommunikation, Gegensätze und Impulse.
Im Zentrum des Konzeptes steht die stärkere Heterogenität von Funktionen, um den Austausch zwischen den Unternehmensbereichen zu fördern. Forschung und Entwicklung werden wegen der gewünschten Innovationen als die wichtigsten Unternehmenstreiber angesehen und rücken deshalb ins Zentrum der Planung.

Eine innere Achse führt im zentralen Bereich durch das Innenleben einzelner Quartiere, die sich an der historischen Blockgröße orientieren. Diese Achse führt vom Weddingplatz hin zum Nordhafen, wo ein neues Headquarter entstehen soll. Entlang dieses Weges bilden sich mit angrenzenden Parks und Atrien zahlreiche Kontaktzonen.

Im Nordwesten ensteht um das SCHERINGIANUM ein öffentlicher Unternehmenscampus. Die Fennstraße erhält eine neue Attraktivität und durch neue, ökologisch nachhaltige Ansätze wird dem Unternehmen eine Vorreiterrolle auch in Bezug auf Arbeitsqualität zugedacht.



Entwurf


...impulsfelder — ein Kiez für Bayer Schering






K o n t a k t z o n e n



Innovationen sind ein Schatz, von dem der langfristige wirtschaftliche Erfolg von Bayer Schering abhängig ist. Ausgangspunkt des Entwurfes ist deshalb die Stärkung von Forschung und Entwicklung als dem Kerngebiet des Unternehmens. Innovationen erfordern Kreativität. Diese Kreativität wird durch Kommunikation, Inspiration, Spannungsfelder und äußere Impulse gefördert; gleichzeitig ist der Entwicklungsprozess aber auch ein sensibeler und erfordert Diskretion.

In Bezug auf das Areal heißt das: So offen wie möglich — so geschlossen wie nötig. Das Gebiet wird somit durch mehrere kleine Einschnitte in Quartiere gegliedert, die sich an den historischen Berliner Blockgrößen orientieren und nach außen eine typische Stadtstruktur ergeben, in der dennoch Geschlossenheit möglich ist.



Im Kernbereich zwischen Fennstraße und Sellerstraße — wo Forschung und Entwicklung dominieren — entwickelt sich eine zentrale innere Achse, die durch ein Wechselspiel von Gebäuden und Landschaftselementen führt — ein Spannungsfeld zwischen massiven Labor- und Bürogebäuden, Wiesen, Atrien, Parks und Wasserflächen, begleitet von einzelnen Cafés, Restaurants und anderen internen Einrichtungen ein — bewusst emotionales — Umfeld mit Kontaktzonen als Basis für informelle Kommunikation.

Diese  Kontaktzonen  sind 
 die  I M P U L S F E L D E R  des  Unternehmens. 



H e a d q u a r t e r  -  C a m p u s  -  A n k e r p u n k t e





Das gesamte Firmengebiet soll grundsätzlich zweiseitig entwickelt werden. Einerseits bekommt Bayer Schering am Ufer des Nordhafens die Gelegenheit sich mit einem modernen Headquarter frei und neu zur Stadt hin zu präsentieren, andererseits nähert man sich im Norden durch Unterbringung öffentlicher Funktionen und Orientierung des Maßstabes dem städtischem Leben um den neu gestalteten Weddingplatz herum an.

Die innere Achse verbindet diese zwei Seiten und wird gekreuzt von einer weiteren Achse, welche über die Straßen hinweg den östlichen Teil an der Panke mit einem neu entstehenden öffentlichen Campus im Nord-Westen verbindet. Dieser Campus beinhaltet weit reichende Angebote für Public-Science und Start-up-Unternehmen sowie Ausstellungen und Events. Zentrales Element dieses öffentlichen Ensembles ist das historisch restaurierte SCHERINGIANUM, es bildet einen spannenden Kontrast mit dem benachbarten neuen "Science-Center".

Durch die zwei Hauptachsen spannt sich zwischen dem Headquarter, Weddingplatz, Panke und dem Campus ein Anker auf, der das Grundstück zusammenfasst und dessen Enden durch Hochpunkte betont werden.



H e t e r o g e n i t ä t    d e r   F u n k t i o n e n




Innerhalb der Baustruktur besteht das Konzept darin, das Gebiet von den Funktionstrennungen hin zu einer Heterogenität der Funktionen zu entwickeln. Diese Mischung ist Voraussetzung für eine optimale Kommunikation der verschiedenen Bereiche. Im Kernbereich wird eine flexible Kammstruktur vorgeschlagen, in welche sich die Typologien von Forschung und Entwicklung einfügen können, jeweils ergänzt durch Verwaltungsfunktionen im Randbereich und Infrastruktur entlang des Kiezes. In den Beispielgrundrissen setzt sich das Prinzip der Heterogenität fort und es werden die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude im Bereich der Labor- und Büroräume dargestellt.

Im äußeren Areal werden zudem Gebäude für Start-up-Unternehmen, Campus, Verwaltung, Produktion, Infrastruktur und diverse Sonderfunktionen wie Kindergarten, Arztpraxen oder auch Wohnen angeboten.



Ö k o l o g i e



Für die Glaubwürdigkeit und den globalen Auftritt des Unternehmens mit dem Leitsatz "Science for a better life" sollte sich dieser Gedanke vor allem auch in der Gestaltung neuer Gebäude äußern, daher leitet sich für die zukünftige Entwicklung ein konsequenter Umgang mit ökologisch nachhaltigen Bauweisen ab.

Im städtebaulichen Konzept äußert sich dies im Besonderen durch mehrere große Atrien im Kernbereich, welche nicht nur als Eingänge, Kommunikationszonen oder "Winterplätze" dienen, sondern auch ein autarkes Klimakonzept der angrenzenden Gebäude ermöglichen.

Weiterhin dient ein Baumwall parallel zur S-Bahn-Linie als natürlicher Filter für Emissionen der S-Bahn, der Produktion und der Heizungszentrale.


Für eine neue Aufenthaltsqualität im Bereich der Fennstraße, schlagen wir vor, durch Baumbepflanzung, einer Park- und einer Busspur, durch Übergangszonen und die Ansiedlung von Gewerbefunktionen einen "Auto-Boulevard" entstehen zu lassen, welcher den starken Verkehr entschleunigt und gleichzeitig als "Reißverschluss" zwischen den Arealen dient.




Die Beurteilung der Jury



Die Arbeit von Arne Wade und Albrecht Lutter besticht durch die Klarheit des Konzepts. Sie hat dadurch die Bestandskraft, die für einen Standortsentwicklungsplan notwendig ist, der ja über 20 bis 30 Jahre gelten soll. Alle wesentlichen Nutzungen werden entlang eines grünen Boulevards angeordnet, der den Weddingplatz mit dem Nordhafen verbindet. Dies schafft Orientierung und gute Erschließung aller Gebäude. Die Verdichtung entlang des Boulevards erlaubt gleichzeitig, die verkehrsreiche Fennstraße "links liegen zu lassen", d.h. auf aufwändige Überführungen, Untertunnelungen oder Ampelüberkreuzungen zu verzichten.

Die jenseits der Fennstraße liegenden Gelände sind zwar durch quer liegende Wegeverbindungen gut erschlossen, gleichzeitig aber von Funktionen belegt, die weniger in der Notwendigkeit stehen, mit den Funktionen auf der anderen Straßenseite zu korrespondieren.

Die konzeptionelle Klarheit geht nicht auf Kosten der Aufenthaltsqualität. Im Gegenteil werden abwechslungsreiche Platzsituationen links und rechts des Boulevards geschaffen, die zum Verweilen einladen.

Für Fußgänger bieten sich interessante Aus- und Durchblicke. Atrien zwischen den Straßenräumen [Fenn- und Sellerstraße] verstärken diese menschlichen Dimensionen. Der Entwurf steht daher auch für Transparenz und Kommunikation.

Hochpunkte am Anfang und Ende des Boulevards schaffen eine klare Orientierung und setzen ein Markenzeichen für das Unternehmen, sind auch aus der Stadt gut erkennbar. Es besticht das Gleichgewicht dieser beiden höheren Gebäude, die dem Unternehmen damit Flexibilität für die Adressbildung lassen und auch Veränderungen über die Zeit erlauben. Dies vergrößert auch die Umsetzbarkeit des Konzepts über verschiedene Stufen.



Der Entwurf ist gut umsetzbar sowohl entlang der Zeitachse  als auch in wirtschaftlich verkraftbaren Einzelmaßnahmen. Er ist flexibel genug, auch Altbauten übergangsweise oder sogar dauerhaft integrieren zu können. Das Konzept ist stark genug, auch mit unterschiedlichen Handschriften von Architekten für die einzelnen Bauten umzugehen und trotzdem als Gesamtentwurf erkennbar zu bleiben.



Pläne und Plakate in großen Formaten sowie Präsentation











Entwerfer


Arne Wade / Albrecht Lutter
Technische Universität Dresden

A  R  C  H  I  T  E  K  T  U  R  P  R  E  I  S    der  deutschen  Wirtschaft

...impulsfelder