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Vice Versa






































Abstract der Entwurfsidee


Ausgehend von der bestehenden städtebaulichen Situation versucht der Entwurf das Areal im Spannungsfeld von zwei komplementären städtischen Räumen zu entwickeln: dem urbanen, dichten Raum der Müllerstraße und dem weitläufigen Naturraum am Nordhafen. Das gebaute Gesicht des Konzerns am Weddingplatz erhält als Pendant einen öffentlichen Park am Wasser. Von diesen gegensätzlichen Seiten her wird das Areal entwickelt, indem Bebauung und Grünraum miteinander verwoben werden.



Es entsteht ein janusköpfiges Feld, auf dem die Gegensätze Konzern und Öffentlichkeit, Architektur und Natur, Arbeit und Erholung ein vielschichtiges Zusammenspiel entfalten.




Entwurf


Vice Versa



Kontext        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



An das Bayer Schering Pharma Gelände stoßen an allen seinen Rändern verschiedenartige städtische Räume: Besonders prägend ist jedoch der Gegensatz zwischen dem im Nordosten angrenzenden, urbanen Raum der Müllerstraße mit dem Wohngebiet Wedding und dem im Südwesten liegenden Naturraum des Nordhafens.


Diesen unterschiedlichen städtebaulichen Situationen entsprechend präsentiert sich auch das Areal an beiden Rändern. Der bauliche Schwerpunkt des Areals liegt an der Müllerstraße; hier verkörpern repräsentative Verwaltungsbauten den Konzern im Stadtraum. Am Nordhafen ist die Bebauung fragmentarisch, die Zwischenräume, die sich zum Hafenraum hin öffnen, wirken ungenutzt.



Entwurfsansatz        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Angesichts der städtebaulichen Planungen der letzten Jahre wird gerade die vernachlässigte Seite am Nordhafen immer bedeutender. Hier liegt das unausgeschöpfte Potential des Gebietes: die bestehenden Brachen können zu natürlichen Freiräumen umgedeutet und damit zu einem Teil des Naturraumsystems werden, das sich entlang des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals bis zum Hauptbahnhof erstreckt.


Es entsteht ein Pendant zur Müllerstraße mit der Möglichkeit, den Konzern innerhalb des Stadtraums auf eine andere Weise zu zeigen: Der Müllerstraße als formales, urbanes, gebautes Gesicht des Konzerns wird ein informeller, natürlicher, offener, öffentlicher Raum gegenübergestellt. Die unterschiedlichen Charaktereigenschaften sollen jedoch nicht zu einer Polarisierung führen. Um aus dem Areal eine einheitliche Erscheinung zu formen, werden beide Räume miteinander verwoben.



Dichte        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Beide Räume — die Bayer-Schering-Gebäude und der öffentliche Grünraum — werden dazu in gegenläufig graduell abgestufte Dichtezonen eingeteilt.


Während die Gebäudedichte in Richtung Müllerstraße ansteigt, verdichtet sich der Grünraum in Richtung Nordhafen. Die ineinandergreifenden Räume beeinflussen sich gegenseitig: Der Grünraum nimmt zwischen der dichter werdenden Bebauung immer mehr interne Nutzungen auf, während die sich zum Nordhafen hin auflösende Bebauung zunehmend öffentliche Nutzungen beinhaltet. Stadt und Unternehmen gehen damit eine symbiotische Beziehung ein.


Die Stadt erhält neue Spielräume und öffentliche Einrichtungen, während das Unternehmen von einem belebten und kommunikativen Freiraum profitieren kann.



Durchwegung        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Öffentliche Wege laufen linear durch das Gelände und verbinden den Naturraum des Nordhafens mit dem urbanen Raum an der Müllerstraße. Dadurch rückt das Wohngebiet des Wedding wieder näher an den Hafenraum heran, von dem es bisher durch das geschlossene Bayer-Schering-Gelände getrennt wurde.


Öffentliche Nutzungen, die neu innerhalb des Geländes entstehen, begleiten die Passanten auf ihrem Weg durch das Areal und bieten Raum für den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Mitarbeitern des Konzerns. Die Wege dienen gleichzeitig auch als firmen-interne Erschließung.


Teile des Gebietes können [nachts] geschlossen werden, um Bereiche mit einer höheren Sicherheitsstufe abzugrenzen.



Bildung der baulichen Struktur        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Gebäude, die nach der Hauptrichtung Müllerstraße-Nordhafen ausgerichtet sind, bleiben bestehen, orthogonal dazu liegende werden für die Wege durchbrochen oder nach und nach ersetzt.


Die Verdichtung im nordöstlichen Bereich des Geländes nimmt zunehmend die im Bestand bereits vorhandene Hofstruktur auf. Der Grünraum — und mit ihm die öffentlichen Bereiche wachsen von Südwesten her nach und nach in die Bestandsbebauung hinein.



Nutzung und Infrastruktur        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Das Gebiet ist in Hauptrichtung in drei lineare Nutzungsbereiche unterteilt, innerhalb derer die Bebauung erweitert oder rückgebaut werden kann. Die Grenzen zwischen den Bereichen sind fließend.


Die Verwaltung nimmt eine Sonderstellung ein: Sie verbindet die drei Programmpunkte Forschung, Entwicklung und Produktion als Querriegel an der Müllerstraße. Sie nutzt den bereits vorhandenen Haupteingang an der Müllerstraße, während die drei anderen Bereiche jeweils in der Mitte des Feldes — etwa am Ende der zusammenhängenden Bebauung — einen eigenen Haupteingang erhalten, der öffentlich zugänglich ist.


Interne Sondernutzungen und öffentliche Nutzungen sind punktuell über das gesamte Gebiet verstreut.



Erdgeschoss        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Auf der Erdgeschoss-Ebene sind die Gebäude weiterhin eigenständige Baukörper. Auf diesem Niveau wird in den Bestand nur wenig eingegriffen. Die bestehenden Eingänge bleiben zum Großteil als interne Nebeneingänge erhalten und stehen sich in den Höfen diagonal gegenüber, so dass sich kurze Verbindungswege ergeben.



Die öffentlichen Nutzungen wie beispielsweise die Cafés, die Sporthalle oder das Museum sind ebenfalls von dieser Ebene zugänglich und bespielen Bereiche des Grünraums.



2. Obergeschoss        +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +   +



Die Verdichtung der Gebäudemasse lässt eine zweite, interne Ebene im 2. Obergeschoss entstehen. Hier bildet die Erschließung ein Netz, das fast alle Gebäude miteinander verbindet und die Trennung des Areals durch die Fennstraße überbrückt.



Das Erschließungssystem besteht aus Mittelgängen in Hauptrichtung und sehr breiten seitlichen Gängen in Querrichtung. An den Kreuzungspunkten weiten sich die Gänge taschenartig aus.


Innerhalb dieser breiten Gangzonen ist Raum für interne, gemeinschaftliche Bereiche, die dem Austausch und der Kommunikation innerhalb des Unternehmens — auch zwischen den verschiedenen Nutzungsbereichen — dienen. Die Fassade ist an diesen Stellen stark geöffnet; teilweise können die Ausweitungen auch zu Außenbereichen werden.


Durch die Öffnung wird der Sichtbezug zum öffentlichen Grünraum hergestellt.


Weitschweifende Blicke in den Grünraum bis hin zum Nordhafen ermöglichen die Orientierung innerhalb des komplexen Gebäudesystems.


Die besondere Bedeutung des grünen, öffentlichen Raumes im Gebiet schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre und ermöglicht den Austausch zwischen Wissenschaftlern und der Stadt. Für die Mitarbeiter entsteht durch den Kontakt zur Öffentlichkeit ein anregendes, lebendiges Umfeld, das über die berufliche Tätigkeit hinaus Raum für Begegnung und Erholung bietet.




Pläne und Präsentation























Entwerferinnen


Susanne Elisabeth Berger / Parisa Weinlein
Universität Karlsruhe

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