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Urban Science Life





























Abstract der Entwurfsidee


Urban Science Life — das ist der Leitspruch, der das neue Image des Berliner Standortes der Bayer Schering Pharma AG [BSP] präsentieren und in die Öffentlichkeit transportieren soll. Ziel dieser Entwurfsarbeit ist es, den jetzigen sich abgrenzenden, im Stadtkontext nur als Insel funktionierenden BSP-Campus aufzubrechen und durch Überlagerungen und Überschneidungen besser in die Stadt zu integrieren.
Somit werden Wechselwirkungen zwischen Stadt und Bearbeitungsgebiet geschaffen und schließlich Urbanität erzeugt. BSP wird für die Öffentlichkeit zugänglich, gewünschte Transparenz erreicht und der gesamte Stadtteil aufgewertet.


Die zu erzeugende Urbanität wird erreicht durch die städtebaulichen Mittel: Blockrand, öffentliche Plätze und Höhendominanten.

Der durch Bayer-Schering vorgegebene scheinbare widersprüchliche Wunsch des Strebens nach Öffentlichkeit, bei gleichzeitiger Wahrung des Sicherheitsgedankens, wird durch Kombination dieser drei Elemente optimal gelöst.



Entwurf


Urban Science Life


Grundlage des Entwurfs ist die morphologische Analyse des Wedding und des jetzigen BSP-Standortes. Charakteristisch im Wedding sind sowohl die parzellierten Blockrandbebauungen, als auch geschlossene Inselgebäude, beispielsweise ehemalige Fabrikanlagen oder der Neubau des Gebäudes für den Bundes Nachrichten Dienst [BND]. Im Bayer-Schering-Campus ist dieser Gebäudetypus durch das Bayer Hochhaus, das Verwaltungsgebäude und das Produktionsgebäude ebenfalls vertreten.


Der Entwurf greift jene erkannten Elemente auf, transformiert diese zu einer für das Quartier eigenständigen Identität und fördert das Ineinandergreifen mit der gebauten Umgebung. Dabei wird großer Wert auf die Einbeziehung des Bestandes gelegt. Städtebauliche Hauptgestaltungselemente dieser Arbeit sind: die städtische Blockrandbebauung, geschaffene Freiflächen und Plätze, sowie punktuelle Höhendominanten. Verbunden werden diese Elemente durch ein hierarchisches Wegesystem.

Die BSP Bestandsgebäude werden adaptiert und mit Neubauten zu erwähnten geschlossenen Blockrändern ergänzt und so städtebaulich die Bebauungsstruktur an die Stadtumgebung angepasst. Das jetzt noch unstrukturierte Gebiet erhält eine interne Ordnung und die öffentlich wahrnehmbare Oberfläche von Bayer Schering vergrößert sich. Die zusätzlich geschaffenen Flächen im westlichen und südlichen Teil des Quartiers flankieren den BSP Kernbereich und werden überwiegend für eine differenzierte Wohnnutzung verwendet.


Bayer Schering Mitarbeiter und deren Familien sollen hier ebenso ein Zuhause finden wie der BSP-Lehrling oder der anspruchsvollere Manager. Stadtteilnotwendige Infrastruktur wie Handel, Dienstleister mit Pharma und Healthcare Ausrichtung, aber auch "Wissenszulieferer" für Bayer Schering, ergänzen das Nutzerspektrum. Im nördlichen und östlichen Teil des Gebietes konzentrieren sich weiterhin die internen Arbeitswelten: Forschung, Entwicklung, Produktion und Verwaltung. Zwischen Fenn- und Sellerstraße wird das Quartier komplett für Bayer Schering zur Verfügung gestellt und damit auch für Mitarbeiter zum Nordhafen hin geöffnet.


Das räumliche Ineinandergreifen von interner und Wohnnutzung wird so ermöglicht — und dient dem Anspruch der urbanen Mischung des Bearbeitungsgebietes. Durch das geschlossene Blockrandsystem wird dennoch eine Trennung der sensiblen Firmenbereiche von der Öffentlichkeit erzeugt und somit der für BSP wichtige Sicherheitsgedanke gewährleistet.

Während in den geschlossenen Innenhöfen die begrünten und begehbaren Dächer der privaten Parkgaragen nur den Anwohnern und Mitarbeitern zur Nutzung vorbehalten bleiben, wird die Funktion öffentlicher Stadträume von vier Plätzen eingenommen. Hier soll sich das städtische Leben konzentrieren. Die Öffentlichkeit wird zum Verweilen eingeladen: In Freisitzen werden Gäste bedient, Skater bieten ihre Kunst dar und verschiedenste Gruppen erhalten einen Treff- und Kommunikationspunkt. Ein inspirierender Austausch zwischen Bevölkerung und Bayer Schering Mitarbeitern wird ermöglicht. Diese Freiflächen schaffen gleichzeitig weite Sichtbeziehungen auf dem und in das Gebiet. Als Kontrastpunkt zu den gebauten öffentlichen Plätzen bleibt das ufernahe Naturband am Nordhafen erhalten. Die Aufenthaltsqualität dieses Gebietes wird durch eine zum Wasser hin gestufte Promenade erhöht. Gleichzeitig dient dieser Ort aber auch als Hauptzugang der am Ufer spazierenden Berliner in das Quartier. Von hier werden sie zu den durch Wege verbundenen öffentlichen Plätzen geleitet.

Als dritte entwurfstypische Komponente werden die Blockrandklammern mit Höhendominanten ergänzt. Zusammen mit dem Bayer-Turm und der Hauptverwaltung an der Müllerstraße, bilden sie wichtige Orientierungspunkte und stellen die weithin sichtbare, Image transportierende Skyline des Bayer-Schering-Quartiers dar. Die Hochhäuser markieren die Grenze zwischen öffentlichen und privaten Räumen. Sie beherbergen je nach ihrer Lage im Baugebiet eine Mischnutzung aus privatem Wohnraum oder bayerinternen Arbeitsflächen, kombiniert mit der für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden kulturellen Einrichtungen und Dienstleistungen. Das Angebot für die Besucher des Quartiers wird am "Scheringianum" durch ein über BSP informierendes Science Center ergänzt.

Alle drei städtebaulichen Elemente werden durch ein hierarchisches, verkehrsberuhigtes Wegesystem verbunden und erschließen so das Quartier. Gleichzeitig wird das Bearbeitungsgebiet an den umgrenzenden Stadtteil anschlossen. Über die Fenn- und Sellerstraße werden die privaten, dezentralen Stellplatzgaragen erreicht und der LKW-Verkehr aufrechterhalten. Sicherheitsrelevante bayerinterne Erschließung erfolgt weiterhin unterirdisch. Die durch erhöhte Öffentlichkeit anwachsenden Verkehrsströme, werden über den verbesserten Zugang zum öffentlichen Nahverkehr kompensiert. Ein quartiereigener Shuttle Service ist auch möglich. Auf den neuen Promenaden und Fußgängerzonen kann die Architektur des Bayer Schering Gebiets von den Besuchern erlebt werden. Diese zeichnet sich durch eine zurückhaltende, klare Formensprache aus. Das Überlagern zwischen innen und außen wird auch in der Architektursprache vertreten. Rücksprünge in den Fassaden bilden für die Bewohner und Mitarbeiter zur Verfügung stehende Loggien und Skygardens und steigern so Arbeits- und Wohnqualität.


Grundrisse für die Arbeitswelten als auch Wohn- und Handelsnutzungen können aufgrund einer Stütz- beziehungsweise Schotten-Konstruktion sehr flexibel gestaltet und den Bedürfnissen angepasst werden. Zur Verbesserung des Arbeitsklimas lassen sich verschiedenste Räume arrangieren und je nach Bedarf und Benutzervorlieben anpassen. Normalbüros werden mit kleineren Arbeitsräumen, Gruppen- und Besprechungsräumen, Denk- und Arbeits-Nischen kombiniert. Einzelnen Personen zur Erholung dienende Rückzugsräume sind ebenso vorgesehen, wie über die Gebäude verteilte Cafés und Restaurants. Der Austausch und die fachübergreifende Kommunikation zwischen Forschern und Entwicklern werden so gefördert.


Für die Umsetzung der Baumaßnahmen sieht der Entwurf vor, dass die von Bayer-Schering vorgeschlagenen zu erhaltenen Gebäude weitestgehend bestehen bleiben und somit als Grundbaustein für den Umbau zum Campus dienen.


Die neue Bebauung wird phasenweise durchgeführt. Beginnend mit den Wohn- und Bürogebäuden am Nordhafen, setzt sie sich in Richtung der Hauptverwaltung fort. Störungen im laufenden Forschungs- und Arbeitsbetrieb werden dadurch vermieden. Außerdem werden die Baukosten gegenüber einem Komplettneubau minimiert. Der heutige Campus wird so schrittweise zu einem Quartier umgewandelt.

Eintretende positive Wechselwirkungen zwischen Stadt und Quartier werden die soziale Ausrichtung und Wichtigkeit des Konzerns für den Stadtteil Wedding betonen. Der Bayer Schering Pharma AG wird so die Möglichkeit geben, sich als modernes und transparentes Unternehmen zu präsentieren.



Pläne und Plakate in großen Formaten sowie Präsentation













Entwerfer


Karol Kerneder / Christian Müller // Stefan Hösemann / Stefanie Glöckner
Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Urban Science Life