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Die alte Visitenkarte       Die Visitenkarte
      für ein
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Abstract der Entwurfsidee


Das Konzept für das "Pharma Quartier Berlin" entwickelt sich aus dem städtischen Kontext. Die detaillierte Betrachtung der Stadt, des Areals sowie der Forschungs- und Entwicklungsabläufe im Unternehmen schlussfolgerten vier Ansätze:

Die neue Adresse von Bayer Schering Pharma ist am Nordhafen. Von weitem erkennt man das Verwaltungshochhaus, neben einem repräsentativen Forschungsbau und einem öffentlichen Platz mit Bootsanlegestelle.

Das flussbegleitende Grün des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals zieht sich entlang der Fenn- und Sellerstraße bis in das Areal hinein. Die Funktion der Fennstraße wird dabei nicht als Hindernis gesehen, sondern als Chance einen modernen und lebendigen Bayer-Schering-Campus in Berlin zu definieren.

Den neuen Charakter erlebt man durch eine gemeinsame Handlungsebene für alle Mitarbeiter, Besucher und Berliner. Der Straßenraum öffnet sich dabei der Stadt und lädt zum Verweilen ein.

Bemerkenswert ist, dass es sich um ein Pharmaquartier handelt, bei dem Forschungs- und Entwicklungsprozesse im Vordergrund stehen. In der Zukunft forscht man nicht nur im Labor sondern auch digital im Büro.



Entwurf


"Life For Better Science"



Analyse + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Zur Verortung des Bayer-Schering-Pharma-Areals in Berlin-Mitte wurden die heterogenen Stadtstrukturen  von Berlin in einzelne Schichten zerlegt und jede Schicht separat analysiert.

Mit Hilfe von Strukturmodellen  konnten aufzunehmende bauliche Strukturen überprüft und wesentliche Kanten der Stadt erkannt werden.


Das Bayer-Schering-Areal hat vier Gesichter mit denen es sich zur Stadt präsentiert.

Um für das Unternehmen Bayer Schering Pharma zu entwerfen, ist es notwendig sich mit den internen Abläufen der Produktentwicklung  des Pharmakonzerns auseinanderzusetzen. Die Entwicklung eines marktreifen Medikamentes kann dabei bis zu 13 Jahre dauern und kostet im Durchschnitt 1 Mrd. Euro und mehr. Das Kernanliegen von Bayer Schering Pharma ist, die Kosten und die Entwicklungszeit stets zu optimieren, um schneller und effizienter zu innovieren.

Zu beachten ist, dass sich der gesamte Entwicklungsprozess in vier Phasen  [Forschung, Medizinische Entwicklung, Klinische Entwicklung und die Produktion] aufteilt. Jede Phase hat unterschiedliche Arbeitsgeschwindigkeiten. Die Bereiche Forschung und Entwicklung sind immer auf einen gegenseitigen Austausch angewiesen.

Um trotz unterschiedlicher Taktungsfrequenz den Wissensaustausch  zu ermöglichen, muss baulich interveniert werden. Das funktioniert nur, indem die jeweiligen Frequenzen untersucht werden und nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner aller Abteilungen der Entwicklungsphasen gesucht wird. Die kleinsten gemeinsamen Frequenzen sind in gleichbleibenden und konstanten Taktungen. Das kann für Bayer Schering Pharma in Berlin nur der Rhythmus der Stadt sein.



Konzept + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Durch Erweiterung städtischer Achsen der unmittelbaren Umgebung wird das Areal gegliedert. Im Bereich zwischen Bahndamm und Fennstraße wird die Produktion und Infrastruktur um Start-Up-Unternehmen, ein Hotel und ein Medicine Center ergänzt.

Zwischen Fennstraße und der Panke erstreckt sich der Forschungs- und Entwicklungsbereich. Aufgelockert wird diese Landschaft durch unterschiedliche Grünanlagen und ordnet sich ein in den Bogen vom Westhafen bis zum Kanzlergarten.

Die bauliche Struktur des Pharmaquartiers fügt sich in die bestehende Blockrandstruktur von Berlin ein. Das Areal wird durch vier klare Kanten definiert, dabei reagiert jede Seite baulich auf sein Gegenüber.

Die Straßen sind die Lebensadern einer Stadt. Diese folgen einem Rhythmus, d.h. Tagen, Wochen, Monaten und Jahreszeiten. Der Rhythmus ist baulich ablesbar in den öffentlichen Funktionen, die der Straße angelagert sind. Infolgedessen formuliert sich ein Ort.



Masterplan // Hochbau + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Die Fennstraße  ist für das Bayer Schering PharmaQuartier von hoher Bedeutung. Sie behält Ihren Charakter als Schnellstraße, wird aber grundlegend umgestaltet und vitalisiert. Durch die Aufweitung mittels einer kleinteiligen Erschließungsstraße die parallel zur Schnellstraße läuft, kann sie wieder fußläufig erlebt werden. Straßenbegleitendes Grün schirmt den Lärm ab und weckt städtische Vertrautheit.

Entlang der Straße stehen Bürobauten mit jeweils 6 Etagen. Hier gibt es im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss eine Ladenzone für den täglichen Bedarf. Dazu zählen unter anderem eine Kindertagesstätte, eine öffentliche Schule, eine Grüne Apotheke. Hinzu kommen Geschäfte, Cafés, eine Post oder sonstige öffentliche Einrichtungen. Wettergeschützt läuft man unter den Arkaden die Fennstraße entlang.

Das Eingangstor für die Fennstraße stellt das Bayer-Schering-Hochhaus — der neue Hauptsitz des Unternehmens am Nordhafen — dar und schließt an der Müllerstraße in Form eines öffentlichen Life Science Centers ab. Das Life Science Center ist die Anlaufstelle für Gäste, Besucher, Berliner und Forscher aus aller Welt, um das Unternehmen Bayer Schering Pharma näher kennenzulernen.

Das Forschungsgebäude befindet sich am Nordhafen und ist Teil eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes , dass für die Stadt Berlin vorgesehen ist. Die Neuplanungen am Humboldthafen sind der Ausgangspunkt der Überlegungen. Diese Entwicklung setzt sich mit der aktuellen Revitalisierung der Heidestraße fort, wird am Nordhafen mit dem neuen Bayer-Schering-Pharma-Areal weitergedacht und soll seinen Endpunkt durch die Umgestaltung des Westhafens finden.

Am Nordhafen entsteht ein städtebaulicher Eintrittspunkt  in Form des Verwaltungs- hochhauses, des Forschungsgebäudes und eines öffentlichen Platzes inklusive Bootsanlegestelle.

Diese Komposition zur Neuen Mitte Berlins hat gleichzeitig die Aufgabe zwischen dem öffentlichen Raum [Hafen, Heidestraße, Wanderweg] und dem nichtöffentlichen Bereich der Forschungs- und Entwicklungsgebäude zu vermitteln.

Um heutzutage Forschungsgebäude  zu entwickeln, muss man die Entwicklung von Forschungsgebäuden in den letzen Jahren untersuchen. Noch in den Achtzigern hat man Büro- und Laborfunktionen strikt voneinander getrennt. Zur Jahrtausendwende definierten sich Laborbauten durch integrierte Auswertungsplätze.

Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Labore in Zukunft in Bürostrukturen integriert werden können. Die fortschreitende Miniaturisierung und Automatisierung von Abläufen in der Pharmaindustrie lässt das zu.

Um die Effektivität von Laborbauten zu erhöhen in denen auch zukünftig physisch geforscht werden soll, besitzt das Gebäude ein 24/7-Nutzungs-System: Labore  werden rund um die Uhr getaktet. Leerläufe gibt es nicht mehr.

Der Hauptarbeitsplatz des zukünftigen Forschers ist das Büro : Flexible Grundrisslösungen sind möglich, niedrige Baukosten sind wirtschaftlich und durch die Möglichkeit zum miniaturisierten Forschen, kann die Praxis vom Schreibtisch aus erforscht werden.



Pläne und Entstehungsgeschichte







Entwerfer


André Nagel / Andreas Petzold
Technische Universität Dresden

"Life For Better Science"