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Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft


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In der Reihe TRANSFORMATION entstand 2011 der Wettbewerb mit dem Titel "Die Frankfurter Roßkur — Ideen für das Areal der Deutschen Bank am Frankfurter Roßmarkt" in einer Kooperation des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft mit der Stadt Frank-
furt am Main und der Deutschen Bank AG.

Die Aufgabe nimmt eines der zentralen innenstädtischen Gebiete Frankfurts in den Fokus: Das zwischen dem Altstadtplatz am Roßmarkt und dem Bankenviertel aufgespannte Areal der Deutschen Bank. Mit der Aufgabe der Neugestaltung des Geländes der Bank innerhalb des lebendigen Gewebes der Stadt wird die Frage nach der Rolle der Architektur im Verhältnis von Öffentlichkeit und global operierendem Konzern gestellt. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Neustrukturierung des Areals, in dessen Bebauung sich verschiedene Stufen der Entwicklung des Frankfurter Bankenviertels [Gründerzeit, Wiederaufbauzeit, vorhandene und auch geplante, aber nie gebaute Hochhausbebauung] manifestieren.

Schwarzplan Schwarzplan Schwarzplan Schwarzplan Schwarzplan

Aufgabe ist die stadträumliche Neuordnung des von den Straßen Große Gallusstraße, Junghofstraße und Neue Mainzer Straße eingefassten Areal am Roßmarkt.

Areal am Roßmarkt Areal am Roßmarkt Areal am Roßmarkt Areal am Roßmarkt Areal am Roßmarkt

Die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung Frankfurts zur Bankenstadt hat an der Nahtstelle zwischen Altstadt und Bankenquartier in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zu Überlagerungen in der Stadtstruktur geführt, die eine bauliche Neustrukturierung des Areals notwendig erscheinen lassen— auch auf dem Hintergrund einer möglichen neuen Hochhausbebauung.

Stadtquartier

Zielstellung ist ein lebendiges Stadtquartier. Mit der Vernetzung des Areals und der umliegenden Stadt und der Gewährleistung der Zugänglichkeit des Areals sollen sowohl die umliegende Stadt als auch das Areal aufgewertet werden. Die Deutsche Bank handelt im Bewusstsein ihrer Verantwortung für den Standort. Daher ist die Anbindung von öffentlichkeitsorientierten Nutzungen — auch in der vorhandenen Bausubstanz — erwünscht.

Areal am Roßmarkt-2 Areal am Roßmarkt-2 Areal am Roßmarkt-2 Areal am Roßmarkt-2 Areal am Roßmarkt-2

In den Roßmarkt mündet von Südwesten die Kaiserstraße, von Westen die Große Gallusstraße und von Südosten her die Straße Am Salzhaus. Nach Norden geht der Roßmarkt in den Goetheplatz über, am östlichen Ende in den Platz An der Hauptwache. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die klassizistischen Bauten am Roßmarkt größtenteils abgerissen und durch gründerzeitliche Neubauten ersetzt.

Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude Historisches Gebäude

Das historische Gebäude der der Disconto-Gesellschaft von 1904 am Roßmarkt.
Im Hintergrund links das Hochhaus "Gallusturm" der Deutschen Bank von 1971.
Im Hintergrund rechts — in der Achse der Straße — einer der Doppeltürme (x) der Deutschen Bank, die von 1979 bis 1984 gebaut wurden.

Der größte von ihnen war der 1904 entstandene Prunkbau der Disconto-Gesellschaft. Das Gebäude wurde 1929 von der Deutschen Bank übernommen und war von 1957 bis 1984 Hauptsitz dieses Instituts. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Roßmarkt zu einem Brennpunkt des Verkehrs in Frankfurt am Main. Mehrere Straßenbahn-
linien führten über den Roßmarkt. Mit der Stilllegung der Straßenbahn auf der Zeil [1978] verschwanden die Straßenbahngleise aus dem östlichen Teil des Roßmarktes, 1986 mit der Eröffnung der U-Bahn auch aus dem südlichen Bereich.

Unter dem Goetheplatz wurde vor wenigen Jahren eine öffentliche Tiefgarage fertig gestellt, deren Zufahrt in der Junghofstraße und deren Ausfahrt in der Großen Gallusstraße liegt. Für die Ausfahrt konnten Teile eines alten und inzwischen obsolet gewordenen Stadtbahntunnels genutzt werden. Für die Gestaltung der Platzoberflächen wur de ein Wettbewerb durchgeführt, bei dem sich das Berliner Planungsbüro Prof. Kiefer durchsetzen konnte.

Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen Platzfolgen

Dieser realisierte Entwurf gliedert die relativ große Platzfolge in drei unterschiedliche Plätze, indem die steinernen Plätze Rathenauplatz im Norden und Roßmarkt im Süden durch einen Goetheplatz getrennt werden, der sich durch einen Baumhain auszeichnet.

Platzfolge

Obwohl der Roßmarkt durch einen reaktivierten Gutenbergbrunnen belebt, der Goetheplatz durch ein aus den Wallanlagen zurückgeholtes Goethedenkmal akzentuiert und der Rathenauplatz von Aufbauten befreit und mit einem bodengleich eingebauten neuen Brunnen aufgewertet wurde, wurde die neue Gestaltung der Plätze von Anbeginn an in der Öffentlichkeit als monoton und steinern heftig kritisiert. Dazu mag beitragen, dass der Goetheplatz vor Bau der Tiefgarage mit Blumenbeeten besetzt war und diese jetzt völlig fehlen, oder dass an den Rändern der Plätze — abgesehen von einem neu etablierten Restaurant — Gastronomie noch fehlt.

Wege

Für das Verständnis der Platzfolge ist es auch wichtig, zu wissen, dass das Stadtplanungsamt anstrebte, zwischen Roßmarkt und Goetheplatz ein Gebäude mit ca. fünf Geschossen so zu platzieren, dass seine südliche Flucht die nördliche Flucht der Junghofstraße verlängert. Damit wäre aus der Sicht des Stadtplanungsamtes die Platzfolge klarer in überschaubare Räume gegliedert, auch könnte das Zugangsbauwerk der Tiefgarage integriert und einer neuen, den Roßmarkt belebenden Gastronomie Raum gegeben werden. Eine positive Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung scheiterte bisher an dem geforderten Nachweis einer kulturellen Nutzung des neuen Gebäudes — allerdings wurde die Tragkonstruktion der Tiefgarage so ausgelegt, dass ein Hochbau problemlos errichtet werden kann.

Roßmarkt

Im Rahmen des Workshops soll geprüft werden, ob, und wenn ja, wie die Aufenthalts- und Nutzungsqualität insbesondere des Roßmarktes gesteigert werden kann.

Ein rechtsverbindlicher Bebauungsplan mit der Kurzbezeichnung 702 Ä trifft Festsetzungen für ein Hochhaus mit maximal 175 m Höhe an der Ecke Neue Mainzer Straße / Große Gallusstraße sowie für ein Hochhaus mit maximal 228 m Höhe etwa in der Mitte des in Rede stehenden Baublocks.

[Zum 175-m-Hochhaus gibt es bereits Planungen des Besitzers. Es ist nicht Teil der Plaunungsaufgabe. In manchen Perspektiven der folgenden studentischen Arbeiten erscheint dieses Hochhaus deshalb als Schatten.]

Sobald letzteres realisiert wird, entsteht ein neuer Stadtplatz zwischen dem neuen Hochhaus und der Großen Gallusstraße durch Abbruch eines dort vorhandenen Bürogebäudes. Der Stadtplatz, für dessen Gestaltung noch keine Pläne vorliegen, reagiert auf die große Freitreppe, die auf der Südseite der Großen Gallusstraße zum Haupteingang der Commerzbank führt, und die aus der Sicht des Stadtplanungsamtes als Fremdkörper in einem linear strukturierten Straßenraum liegt. Freitreppe und Stadtplatz würden miteinander korrespondieren und den Straßenraum in einer Querrichtung gliedern. Der Stadtplatz soll auch einen Zugang von der Neuen Schlesinger-
gasse
erhalten, die unter Umständen auch als ruhige Platzrandstraße geradlinig zur Großen Gallusstraße geführt werden könnte. Im östlichen Bereich soll der Stadtplatz mit einer Fußgänger-Passage direkten Anschluss an die Junghofstraße finden — etwa vis-à-vis der Einmündung der Rothofstraße.

Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan Bebauungsplan

Der Bebauungsplan setzt für die Grundfläche des 228 m Turmes eine überbaubare Grundstücksfläche mit Hilfe von Baugrenzen fest, innerhalb derer unterschiedliche Hochhaus-Geometrien möglich sind. Insofern ist die nördliche Platzkante noch unbestimmt. Auf der Grundlage eines Realisierungswettbewerbs hatte sich die Deutsche Bank als Grundstückseigentümerin vor langer Zeit für einen Entwurf von Helmut Jahn entschieden, der das Hochhaus Solitär mit weichen Bögen aus dem baulichen Zusammenhang herauslöst und insofern städtebaulich nicht problematische Zwischenzonen nach Norden und Osten schafft. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand zu dem Wettbewerb wird aber die Realisierung gerade dieses Entwurfs immer fraglicher.

Die überbaubare Fläche für das bis zu 175 Meter hohe Hochhaus ist gegenüber dem neuen Stadtplatz auch nur mit einer Baugrenze begrenzt, so dass hier die Flucht des Gebäudes auch zurückweichen kann. Anders verhält sich der Bebauungsplan in diesem Bereich gegenüber der Neuen Mainzer und der Großen Gallusstraße, wo Baulinien präzise vorgegeben werden.

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Der gesamte beschriebene Baublock ist als Kerngebiet mit überwiegend maximal sechs Vollgeschossen festgesetzt. Lediglich das Gebäude Roßmarkt 18 weicht mit vier Vollgeschossen nach unten ab, während die erwähnten Hochhäuser und ein Bestandshochhaus nach oben abweichen.

Wenn das 228-Meter-Hochhaus als Büro-Hochhaus gebaut werden soll, muss ausweislich eines städtebaulichen Vertrages das vorhandene Bürohochhaus auf der Nordseite der Großen Gallusstraße [gegenüber der Kirchnerstraße] oberhalb des siebten Geschosses zu einem Wohngebäude umgebaut werden. Unter diesem Gesichtspunkt sind Maßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfeldes zu prüfen. Der Bebauungsplan schafft im Übrigen Möglichkeiten baulicher Ergänzungen westlich und östlich des Hochhauses.

Verbindungstrakt

In jedem Fall liegt es nahe, den niedrigeren Verbindungstrakt zwischen dem Bestandshochhaus und dem Gebäude Roßmarkt 18 zur Disposition zu stellen — auch im Hinblick auf eine im Bebauungsplan festgesetzte Fußgängerpassage zwischen Großer Gallusstraße und Junghofstraße.

Handel und Gastronomie

Der rechtsverbindliche Bebauungsplan verfolgt das Ziel, die Erdgeschosse aller Gebäude im Bankenviertel für Nutzungen wie Einzelhandel oder Gastronomie mit allgemeiner Zugänglichkeit zu öffnen. Dies gilt insbesondere für neue Bürohochhäuser.

Eine Stellplatzeinschränkungssatzung schließt den Bau von privaten Stellplätzen aus, soweit mehr als zehn Prozent der baurechtlich an sich notwendigen Stellplätze angestrebt werden, und soweit es sich nicht um Stellplätze für Wohnungen, Hotels und wenige Sondernutzungen handelt. Das Parkhaus der Deutschen Bank in der Neuen Schlesingergasse muss daher im Falle eines Abbruchs nahezu ersatzlos aufgegeben werden.

Historisches Gebäude am Roßmarkt

Das in den siebziger Jahren stark überformte Gebäude soll unter der Beachtung der denkmalpflegerischen Belange umgebaut werden. Ziel ist es, die Schalterhalle und die Büroräume an die Ursprungsgestalt anzunähern.

Aufgrund der prominenten Lage am Roßmarkt ist zu überprüfen, inwiefern das Gebäude für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden kann. Eine Nutzung im Zusammenhang mit der Kunstsammung der Deutschen Bank ist denkbar. Die Funktion des Erdgeschosses als Bankschalterhalle muss in jedem Falle erhalten blieben. [Insgesamt 12.000 qm Brutto-Grundfläche.]

Neubebauung des Areals

Insgesamt sollen auf dem inneren Areal 155.000 qm BGF [Brutto-Grundfläche] realisiert werden. Der vorhandene Altbau am Roßmarkt und das Gallushochhaus werden hierbei nicht mitgerechnet. Auch für die Bebauung der Ecke Junghofstraße / Neue Schlesingergasse werden im Bebauungsplan andere Vorgaben gemacht.

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Für die Flächen können im Rahmen des städtebaulichen Masterplans adäquate Nutzungen entwickelt werden. Daher können die im Folgenden aufgeführten vorstellbaren Nutzungsbereiche durch das Anbinden von öffentlichkeitsorientierten Nutzungen erweitert werden. Wünschenswert wäre auch ein angemessener Wohnanteil für die Belebung des Areals.

Neues Hochhaus

Ein mögliches Hochhaus wird aufgrund seiner außergewöhnlichen bei 200 m liegenden maximalen Höhe die Frankfurter Skyline dominieren und gewinnt daher über die große Anzahl an Nutzflächen, die es bereitstellt, an symbolischem Wert für die Bank. Bei einer Platzierung ist der Hochhausentwicklungsplan der Stadt Frankfurt zu beachten.

Erwartete BGF [Brutto-Grundfläche] ca. 90.000 qm.

Hotelnutzung

Vorstellbar ist eine hochwertige Hotelnutzung auf dem Areal mit entsprechenden Gastronomie-, Konferenz- und Wellnessbereichen.

Erwartete BGF ca. 12.000 qm.

Wohnnutzung

Wohnen für besondere städtische Wohnformen. Eine Ausprägung als Turm ist denkbar. Es ist zu prüfen inwiefern der Anteil der Wohnflächen erhöht werden kann.

Erwartete BGF [Brutto-Grundfläche] mindestens 7.000 qm.

Büronutzung

Die vorhandenen Verwaltungsgebäude an der Großen Gallusstraße sollen ersetzt werden. Hier ist ein neues Volumen mit modernen Büroflächen vorstellbar.

Erwartete BGF ca. 10.000 qm.

Brokerbuilding, bestehendes Hochhaus: "Der Gallusturm"

Im diesem Hochhaus, das benachbart zum denkmalgeschützten ehemaligen Handelsgebäude auf dem Areal liegt, sollen Aktienhändler der Deutschen Bank an zentralem Standort untergebracht werden.

Erwartete BGF [Brutto-Grundfläche] ca. 20.000 qm.

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