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Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft 
im BDI e.V.
 
Die Aufgabe: Bauen im Märkischen Sand
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




Bebauung für eine Metropolen-Lücke in Schienen- und Wasser-Lage




"Das Quartier am Nordhafen"


Städtebauliche Situation   + + + + + + + +


Berlin wächst weiter in die Zukunft: Eine metropolitane Lücke wird geschlossen: Die Umgebung der Heidestraße.

Schwerpunkte der Planung

Sie ist entstanden durch das Obsolet-Werden des Güterbahnhofs "Aussen- und Productenbahnhofs der Berlin-Lehrter-Hamburger Eisenbahn" von 1894 und dessen Nachfolger nach 1945 — nördlich des Europaplatzes am neuen Hauptbahnhof [HBf].

Vor 1914

 01.   Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
 02.   Exerzierplätze
 03.   Aussen- und Productenbahnhof
 04.   Hamburger Bahnhof [damals schon ausser Betrieb]
 05.   Lehrter Bahnhof [heute Standort des Hauptbahnhofs]
 06.   Humboldthafen

Dieses Gebiet rund um die Heidestraße wird deshalb "EUROPACITY" genannt. Für dieses gesamte Gelände der Heidestraße wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt, der vom Büro ASTOC 2008 gewonnen wurde. Der Masterplan für das Gesamtgebiet sieht Nutzungen mit Wohnen und Arbeiten vor.

Luftbild Heidestraße

 01.   Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
 02.   Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
 03.   Humboldthafen
 04.   Hauptbahnhof [HBf]
 05.   Minna-Cauer-Straße [B96]
 06.   Bundesnachrichtendienst [BND ... die Baustelle]
 07.   Invalidenfriedhof
 08.   Bundeswehrkrankenhaus [BwK]
 09.   Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
 10.   Heidestraße [B96]
 11.   Kieler Brücke
 12.   Nordhafenbrücke zur Sellerstraße [B96]
 13.   Fernbahnstrecke Deutsche Bahn AG
 14.   Fennstraße, die die Bayer Schering Pharma AG durchschneidet
 15.   Perleberger Brücke / Perleberger Straße

Der nördliche Abschnitt aus diesem Areal "Europacity" bildet die Aufgabe des studentischen Planungs-Wettbewerbs, an dem 2009/10 sechs Hochschulen teilnehmen: Das Quartier am Nordhafen.

Ausschnitt 1 aus Luftbild

Die Hochschüler werden mit den tatsächlichen Anforderungen der Projektentwickler, denen der Verwaltung der Stadt und den der künftigen Nutzer dieses Quartiers konfrontiert. Realitätsnah gilt es ein Quartier zu planen im Spannungsfeld wachsende Metropole, "Gesundheits-Cluster" und Wasserlage auf der faktischen Insel Moabit.

DB-Plan Auszug

Dieses Bearbeitungsfeld soll durch die  Anbindung an den geplanten
S-Bahn-Halt, mit der städtebaulichen Ausrichtung zum Nordhafen und mit vielfältigen Nutzungsoptionen eine eindeutige Verortung in der Stadt erhalten.

Das Nettobauland umfaßt ca. 26.800 qm; die Freiflächen ca. 18.900 qm; das Maß der baulichen Nutzung, die Geschossflächenzahl [GFZ] beträgt 2,8 bis 3,8.

 
 

Planerischer Rahmen   + + + + + + + +


Aus dem Masterplan Berlin Heidestraße — Das strategische, nachhaltige Entwicklungskonzept für ein zentrales neues Stadtquartier der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung Stadt- und Freiraumplanung; Berlin, September 2009, Seite 8:

Der Masterplan Berlin Heidestraße wurde durch das Planungsbüro ASTOC, Köln [Städtebau], Studio Urban Catalyst , Berlin [Freiraumplanung], und ARGUS, Hamburg [Verkehrsplanung], auf Basis des preisgekrönten Wettbewerbsentwurfs im Jahr 2008 erarbeitet.

Masterplan

Der Arbeitsprozess wurde durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, den Bezirk Mitte von Berlin sowie die Flächeneigentümer DB AG; Vivico und Aurelis begleitet. Alle wichtigen Entscheidungen und Festlegungen wurden gemeinsam  und im Konsens  getroffen.

Legende Nutzungen

Der Masterplan versteht sich nicht als starres, restriktives Regelwerk. Er definiert unterhalb der stadtentwicklungspolitischen Vorgaben [Stadtentwicklungsplan, Flächennutzungsplan] klare städtebauliche, freiraumplanerische und verkehrsplanerische Ziele und Qualitäten auf einer abstrakten planerischen Ebene. Diese wurden bewusst offen und flexibel gehalten, um auch über einen langfristigen Entwicklungsprozess hinweg Gültigkeit behalten zu können.

Legende Stadtstruktur und Freiraum

In diesem Sinne fasst der Masterplan unter den Überschriften "Bestand", "Nutzungen", "Feiraum" und "Erschließung" die wesentlichen Entwurfsvorgaben zusammen. Diese müssen in weiteren Planungsschritten fortgeschrieben und qualifiziert werden. In dem begleitenden Planwerk zum Masterplan werden die Einzelaspekte Bestand, Freiraum, Erschließung und Restriktionen vertieft dargestellt und analysiert.

Legende Erschliessung

Besonderer Wert wurde auf eine Gliederung des Gesamtareals in Teilbereiche mit unterschiedlichem Charakter und unterschiedlichen Nutzungen gelegt. Dies ermöglicht eine flexible Entwicklung an verschiedenen Stellen im Planungsgebiet zur gleichen Zeit oder nacheinander.[Ende des Zitats.]

Legende Bestand

Dieser Masterplan ist der vorgegebene Rahmen des studentischen Wettbewerbs für den nördlichen Teil dieses Areals.

Lageplan

HINWEIS Der Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
        ist keine Freizeitwasserfläche!
[siehe
Unterpunkt Grenzen].

 
 

Aufgabenstellung für die Studierenden   + + + + + + + +


Luftbild Quartier am Nordhafen aus Osten

 01.   Fritz-Schloß-Park [ehem. Exerzierplatz- und Kasernengelände]
 02.   Fernbahnstrecke der Deutschen Bahn AG
 03.   Perleberger Straße / Brücke
 04.   Heidestraße [B96]
 05.   Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal [mit Fließrichtung]
 06.   Kieler Brücke
 07.   Nordhafenbrücke zur Sellerstraße [B96]
 08.   Bayer Schering Pharma AG
 09.   Fennstraße, die die Bayer Schering Pharma AG durchschneidet

Städtebau

Aufgabe des Wettbewerbs wird es sein, das Quartier am Nordhafen mit der Umgebung zu verbinden, eine Beziehung zum Bayer Schering-Areal auf der anderen Seite des Nordhafens herzustellen und eine Anbindung an die geplante Bebauung des Gesamtareals "Heidestraße" ["Europacity"] zu entwickeln.

Hochbau

Für den nördlichen  Eingang der Bahnstation in das Gebiet "Quartier am Nordhafen" ist in einer hochbaulichen Vertiefung ein Gebäude zu entwerfen, das die anspruchsvolle städtebauliche Situation und die unterschiedlichen Höhenverhältnisse von Bahnsteig, Perleberger Brücke und Wettbewerbsgelände miteinander verbindet und das für das Gebiet interessante weitere Nutzungen aufnehmen kann.
Für den südlichen Eingang der Bahnstation in das Areal ist eine Überbrückung von zwei Gleisen mit Freiraum- und Platzgestaltung zu entwickeln.

Kunst

Für die Identität des "Quartiers am Nordhafen" können künstlerische Zeichen eine wichtige Funktion übernehmen. Themen wie Sichtbarkeit, Orientierung und Wiedererkennung können mit künstlerischen Methoden bearbeitet werden.

In diesem studentischen Wettbewerb müssen nicht alle Aufgaben gelöst werden.

 
 

Grenzen des "Quartiers am Nordhafen"   + + + + + + + +


 Ausschnitt aus dem städtebaulichen Masterplan 

Das Gelände des "Quartiers am Nordhafen" wird im Norden von der Perleberger Straße begrenzt, die als Perleberger Brücke [nicht "Fennbrücke" wie in Google Maps!] den Abschluss des Nordhafenbeckens bildet und ebenso wie die Nordhafenbrücke die beiden Stadtteile Moabit und Wedding miteinander verbindet. Die Stadtstruktur am nördlichen Rande des Wettbewerbsgebiets ist heterogen und ungeordnet, wie man sie sonst nur an den Rändern von Großstädten findet; eine Hinterlassenschaft der Zonenrandlage bis zum Mauerfall.

Nordhafen

Im Osten wird das Wettbewerbsgebiets durch die von Peter Lenné angeregte und von 1848 bis 1859 erbaute Wasserstraße Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal begrenzt, die sich hier zum Nordhafen aufweitet.

HINWEIS Der Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal ist
          keine Freizeitwasserfläche!


[http://www.elwis.de/Schifffahrtsrecht/Binnenschifffahrtsrecht/
BinSchStrO/zweiterTeil/kapitel21/2119Verkehrsbeschraenkungen/
index.html">http://www.elwis.de/Schifffahrtsrecht/
Binnenschifffahrtsrecht/BinSchStrO/zweiterTeil/kapitel21/2119 Verkehrsbeschraenkungen/index.html] [Stand 27.09.2010]
Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice [ELWIS]:

§ 21.19 Verkehrsbeschränkungen der Schifffahrt
4.  Auf dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal von km 8,35 [Westhafen] bis km 12,20 [Mündung in die Spree-Oder-Wasserstraße] dürfen Sportfahrzeuge nicht fahren.

Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal

Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie vom 27.09.2010:
Spree-Oder-Wasserstraße [SOW] ist eine Sammelbezeichnung mehrerer staugeregelter Flussstrecken und Kanalstrecken für die Verbindung von der unteren Havel ab der Spreemündung bis zur Oder in Eisenhüttenstadt in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. ...
Die SOW ist eine Bundeswasserstraße und beginnt an der Spreemündung in Berlin-Spandau ...
Die Kilometrierung der Wasserstraße geht zu Berg, gegen die Fließrichtung der Flüsse Spree und Dahme, in überwiegend östlicher und südöstlicher Richtung. Sie beginnt an der Spreemündung und endet an der Oder. ...

Ost-Ufer mit BSP

Auf der gegenüberliegenden Seite des Nordhafens liegt das Gebiet der Bayer Schering Pharma AG [BSP], für das zurzeit eine generelle Neustrukturierung erarbeitet wird. [Nähere Informationen hierzu im zuvor stattgefundenen Studentenwettbewerb "Vom Werk im Wedding zum globalen Pharmaquartier".]
Die Uferstraße Am Nordhafen wird als mögliche Gelände-Arrondierung der BSP in diese Planungen mit einbezogen und würde bei einem Zukauf dann als öffentliche Straße wegfallen.

Kieler Brücke

Der südliche Trichter des Nordhafens wird von einem Fußgängersteg ["Kieler Brücke"] überquert. Dessen als Linie gedachte Verlängerung in Richtung West-Süd-West bis zu den Bahntrassen ist die Begrenzung des Bauareals "Quartier am Nordhafen" nach Süden.

HINWEIS Weitere Eindrücke vom Baugelände siehe unter SITEMAP.

[Daran schließt sich die übrige Brachfläche des Heidestraßengeländes an — der künftigen "Europacity". Für diesen Bereich ist hochwertiges Wohnen mit Freizeitnutzung entlang des östlichen Schifffahrtskanals sowie Dienstleistungen u.ä. an der westlich begrenzenden Bahntrasse vorgesehen.]

Trassierung Ausschnitt

Parallel zu den schon vorhandenen Fernbahngleisen im äußeren Westen des Wettbewerbsgebiets schließt sich der Gleiskörper der zukünftigen S-Bahn-Linie 21 an. Weiter hin zum Areal der metropolitanen Lücke "Europacity" ist ein weiteres Gleis für eine
S-Bahn aus Richtung Westhafen ist vorgesehen.

 
 

Stadtteil Moabit   + + + + + + + +

Moabit in Mitte in Berlin in Deutschland

Das Gesamtgelände des "Heidestraßen-Areals" gehört zum Berliner Bezirk  Mitte, der durch das Regierungsviertel, das Areal des Potsdamer Platzes sowie dem Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor und der Prachtstraße "Unter den Linden", dem Einkaufsquartier Friedrichstraße  und dem neuen Zentrum am Alexanderplatz großstädtisch geprägt ist.

Frauengefängnis

Der Stadtteil Moabit ist Teil des Bezirkes Mitte und über Berlin hinaus durch die Justizvollzugsanstalt und das größte Kriminalgericht Europas bekannt. Das Gerichtsgebäude ist ein Musterbeispiel der wilhelminischen Justiz-[Palast]-Architektur und somit eine Sehenswürdigkeit.

Welt von gestern

Moabit war ein Industriestandort — die berühmte Turbinenhalle der AEG von Peter Behrens befindet sich in Moabit. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts war Moabit eines der Arbeiter-Wohnviertel Berlins.

heute

Moabit ist ein typischer Berliner Stadtteil der Jetztzeit: "Bunt", was soziale Zugehörigkeit angeht, was Herkunft und kulturelle Orientierung angeht [Andalusien bis Zimbabwe ...] und auch "bunt" was die Einkommensstruktur angeht. Aus einem Stadtteil in Zonenrandlage ist ein Viertel unter anderem auch mit Ministerien und mit unmittelbarer Nachbarschaft zum Regierungsviertel geworden.

 
 

Nachbarschaften   + + + + + + + +


Luftbild Heidestraße

 01.   Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
 02.   Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
 03.   Humboldthafen
 04.   Hauptbahnhof [HBf]
 05.   Minna-Cauer-Straße [B96]
 06.   Bundesnachrichtendienst [BND ... die Baustelle]
 07.   Invalidenfriedhof
 08.   Bundeswehrkrankenhaus [BwK]
 09.   Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
 10.   Heidestraße [B96]
 11.   Kieler Brücke
 12.   Nordhafenbrücke zur Sellerstraße [B96]
 13.   Fernbahnstrecke Deutsche Bahn AG
 14.   Fennstraße, die die Bayer Schering Pharma AG durchschneidet
 15.   Perleberger Brücke / Perleberger Straße

Im Westen liegt der Fritz-Schloß-Park [F-S-P] zusammen mit dem Sportgelände Poststadion zwischen der Rathenower, Krupp-, Seydlitz- und der Lehrter Straße. Er wurde 1955 auf Kriegsschutthügeln im Bereich der ehemaligen Kasernen- und Exerzierplätze des "4. Garderegimtes zu Fuß" angelegt und gehört mit einer Fläche von 12 ha zu den großen Berliner Stadtparks. Inmitten der dichten Bebauung Moabits dient er der Naherholung und dem Sport.

Nachbar Bayer Schering Pharma AG

Die Bayer Schering Pharma AG [BSP] im Osten wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als "Chemische Fabrik Ernst Schering" gegründet. Das Stammwerk des Unternehmens befindet sich seit 1864 in der Müllerstraße 171 in Berlin-Wedding. Das Unternehmen ist mit ca. 5.500 Mitarbeitern neben der Charité einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Umgebung des Wettbewerbsgebiets.

Masseplan BSP von Barkow Leibinger Architekten

Das Unternehmen Bayer Schering Pharma AG [BSP] plant eine große Umstrukturierung seines gesamten Werksgeländes zwischen Nordhafen und Müllerstraße. Hierzu wurde ein studentischer Ideenwettbewerb durchgeführt und inzwischen fand auch ein Auswahlwettbewerb statt zur Entwicklung des Site Masterplans. Das Büro Barkow Leibinger Architekten gewann diesen Wettbewerb.

Durch die städtebauliche Entwicklung des Gebietes an der Heidestraße, Chausseestraße und Kieler Straße gewinnt der sich nach Süden an die BSP anschließende geplante Sellerpark eine zentrale Bedeutung als Erholungspark. Aufgrund dessen wird die Aufwertung der gewässergeprägten Parkanlage in Bauabschnitten ab 2008 verwirklicht. Die Aufwertungsmaßnahmen erfolgen im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie durch einen Erschließungsvertrag mit dem privaten Bauträger des Hafenquartiers Kieler Straße. Die erforderliche Erneuerung der Uferbefestigung des Nordhafen-Vorbeckens, über das ein Mündungsarm der Panke in den Nordhafen fließt, wird über die Investitionsplanung des Landes Berlin ab 2012 realisiert, so dass zu diesem Zeitpunkt die Aufwertungsmaßnahmen an diesen Uferabschnitten abgeschlossen werden können.

Sellerpark im Lageplan

Weiter folgt nach Süden das ebenfalls auf der Ostseite des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals gelegene Bundeswehrkrankenhaus Berlin [BwK]. Es geht zurück auf einen Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Lazarettbau — das Garnisionslazarett I von 1853 auf dem Gelände des Invalidenparks. In dem Krankenhaus werden neben Soldaten und Zivilisten auch Mitglieder der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages behandelt. Es ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Charité. Zum Areal des Bundeswehrkranken- hauses gehört auch ein Hubschrauberlandeplatz für Rettungsflüge. Die gegenwärtige Nutzungsfrequenz von zwei bis vier Flügen pro Woche soll künftig nicht erhöht werden; der Planung von Wohnnutzungen im Wettbewerbsgebiet steht dies also nicht entgegen.

Invalidenfriedhof

Der "Invalidenfriedhof" — heute würde man Veteranenfriedhof oder Soldatenfriedhof sagen — liegt mit einer Fläche von 2,5 ha unmittelbar östlich des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals. Durch die Grenztruppen der DDR vandalisiert — es gab hier drei Tote und weitere Schwerverletzte als Opfer der Berliner Mauer —, umfasst diese historische Ruhestätte nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Grabanlegen. Der Friedhof steht unter Denkmalschutz und wird als Park genutzt.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ist untergebracht in einem Gebäudekomplex bestehend aus den historischen Gebäuden der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Akademie [Militärärztliche Akademie] und den Überresten des ehemaligen Invalidenhauses, ergänzt durch einige Neubauten. Das Invalidenhaus stammt in seiner Grundsubstanz aus der Mitte des 18. Jahrhunderts [1748] und lag damals außerhalb der Stadt. Es gab dem nördlich anschließenden Friedhof den Namen. Das Gebäude der Kaiser-Wilhelm-Akademie wurde um 1900 errichtet.
In den 90er Jahren wurde es von der Architektengemeinschaft Baumann & Schnittger Berlin denkmalgerecht saniert.
Der Ministerium hat ca. 1500 Mitarbeiter.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung liegt an der Invalidenstraße nur wenige Meter in nordöstlicher Richtung vom Wirtschaftministerium entfernt — dem berühmten Naturkundemuseum mit seinen Dinosaurierskeletten direkt benachbart —, und hat seinen Sitz in einem traditionsreichen Altbau und einem etwa gleichgroßen Erweiterungsbau genommen.
Der Altbauteil des Ministeriums entstand 1875-1878 nach Plänen des Architekten August Tiede als Geologische Landesanstalt und Bergakademie. Die sechsgeschossige Erweiterungsbauten, die über einen zurückgesetzten Baukörper verbunden sind, entstanden 1999 nach den Plänen des Architekten Max Dudler. Das Ministerium beschäftigt ca. 1600 Mitarbeiter.

Nachbarschaften

 01.   Campus Virchow Klinikum
 02.   Robert Koch-Institut
 03.   Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal [Fließrichtung nach Nordwesten]
 04.   Bayer Schering Pharma AG
 05.   Bundeswehr Krankenhaus Berlin
 06.   Bundesnachrichtendienst
 07.   Invalidenfriedhof
 08.   Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
 09.   Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
 10.   Museum für Naturkunde  mit Brachiosaurus brancai
 11.   Campus Charité Mitte
 12.   Spree [Fließrichtung nach Westen]
 13.   Bahnhof Friedrichstraße
 14.   Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
 15.   Paul-Löbe-Haus
 16.   Kanzleramt
 17.   Hauptbahnhof
 18.   Humboldthafen
 19.   Hamburger Bahnhof — Museum für Gegenwart
 20.   Berliner Stadtmission [SM]
 21.   Fritz-Schloß-Park und Poststadion
 22.   "Kriminalgericht" Moabit [kein Institutionsname]
 23.   Bundesministerium des Inneren

Südöstlich, dem Wirtschaftsministerium fast unmittelbar gegenüber, befindet sich der Stammsitz der Charité Universitätsmedizin Berlin — heute "Campus Charité Mitte" [CCM]. Zur Charité gehören 128 Kliniken und Institute, die auf noch drei weitere Standorte verteilt sind.

Seine Lage zwischen den Standorten "Campus Mitte" im Südosten und "Campus Virchow Klinikum" im Nordwesten macht das Wettbewerbsgebiet als Standort für kliniknahe Nutzungen interessant.

 
 

Zugang und Verkehrsanbindung   + + + + + + + +


Die Straßenanbindung im gesamtstädtischen Raum erfolgt über die B96, die aus dem Tunnel unterhalb des HBf aus südlicher Richtung kommt und eine Nord-Süd-Achse in der Stadt darstellt.
Die B96 — nördlich des HBf zunächst als Minna-Cauer-Straße dann als Heidestraße — bindet in ihrer Fortsetzung über die Nordhafenbrücke zur Sellerstraße den Wedding an; ihr nördlicher Abzweig zur Perleberger Straße / Perleberger Brücke und dann zur Fennstraße verbindet nochmals zum Wedding und vor allem zum übrigen Moabit.

Trassierung

Was den Bereich öffentlicher Personennahverkehr [ÖPNV] betrifft, so ist über der Perleberger Straße ein Haltepunkt [vertikaler Bahnhof] vorgesehen, der einen nördlichen Ausgang auf die Perleberger Straße haben soll sowie einen südlichen in das Wettbewerbsgebiet enthält. Dadurch ergeben sich sehr unterschiedliche Eingangssituationen.

Die Trassierung der geplanten — später mittig zwischen vorhandener Fernbahnstrecke und der für die Zukunft geplanten S-Bahnstrecke vom Westhafen liegenden — Bahnlinie S21 bewegt sich durch die folgenden Höhendifferenzen:

Neben den verkehrstechnischen Nutzungen, könnten hier "medizin-nahe" [Wellness] Funktionen Raum finden.

Hauptbahnhof

Fußläufig zu erreichen ist der neue Hauptbahnhof. Er wurde an Stelle des Lehrter Stadtbahnhofes [S-Bahn] nach einem Entwurf des Büros von Gerkan, Marg und Partner aus dem Jahr 1993 errichtet. Er gilt als der gegenwärtig größte Kreuzungsbahnhof Europas, in dem sich eine West-Ost und eine Nord-Süd-Strecke für den Fernverkehr sowie
S- und U-Bahnlinien treffen.

Kreuzungspunkt Hauptbahnhof

Die Nord-Süd-Trasse passiert oberirdisch das "Quartier am Nordhafen" und verläuft dann 15 m unter der Erde in einem Tunnel, der Spree und Tiergarten; die Ost-West-Linie liegt in 10 m Höhenlage über Straßenniveau. Prägende Elemente des Entwurfs sind zwei 46 m hohe "Bügelgebäude", die die Gleis-Trassen bügelartig überspannen und durch ein zwischengehängtes gläsernes Dach verbunden sind. Der neue Hauptbahnhof wurde im Mai 2006 offiziell eröffnet und wird seither täglich von etwa 300.000 Reisenden und Besuchern frequentiert.

 
 

Mögliche Nutzungen   + + + + + + + +


Nutzungen rund um das Thema "Medizin" sollen das Quartier prägen. Gedacht ist dabei weniger an die Versorgung von Patienten als an Einrichtungen und Firmen, die sich mit medizinischen Fragestellungen, Forschung, Produktion und Handel beschäftigen.

Den Mittelpunkt des Quartiers könnte ein Wissenschafts- und Konferenzzentrum bilden — vom kleinen Gruppengespräch bis zu großen Tagungen sollte dort alles möglich sein. Präsentationsflächen für messeähnliche Ausstellungen sollte das Zentrum bereithalten. Hotel- und Boardinghouse-Funktionen sollten ebenfalls angeboten werden. Allen Nutzern des Quartiers würde das Zentrum für medizin-affine Themen zur Verfügung stehen.

Möglichkeit Medizin-Dienstleistung: Hier ist vorstellbar ein Dienstleistungszentrum für kleinere Studien, also eine Einrichtung in der medizinische Daten ausgewertet und der Forschung zugänglich gemacht werden. Ein IT-Zentrum für Krankenhauslogistik wäre denkbar, medizinische Fachverbände, Ausbildungseinrichtungen für medizinisches Personal, Krankenkassen, Firmen für Medizintechnik, Biotronik, Firmen für den Krankenhausbedarf und Labortechnik etc. könnten hier einen Standort finden. Benötigt werden Gebäude mit IT- und Büroarbeitsplätzen, Lager und Produktionsstätten sowie Ausbildungsgebäude.

Quartier am Nordhafen

Berlin im August 2009